Do Khyi Maxes Blog

Unser Ziel. Verstehen und Erhalt einer Hunderasse. Der Umgang mit einem Hund tut dem Menschen gut. Wenn der Hund gesund sein kann und einen passenden Halter findet
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Freitag, 7. Februar 2014

Do Khyi sucht ein Zuhause

Do Khyi Balou sucht ein Zuhause!


Wenn Du Dich ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigst einem Herdenschutzhund, ja vielleicht einem Do Khyi eine Wirkungsstätte bei Dir anzubieten. Ja, wenn Du es verstehen kannst, dass nicht alle Do Khyi und Hunde auf Anhieb einen Hans-im-Glück Start ins Leben haben....



... dann möchte ich Dich hier an der Stelle bitten einmal mit "Balou" Bekanntschaft zu machen!

Es sind, allesamt, sensible und empfindsame Hunde welche ihr Lebensgefühl, ihr Lebensglück und ihre Sicherheit so sehr von "ihrem" Menschen, eng und innig, abhängig machen.

Es gibt nicht wenige welche - von ihnen unverschuldet - an die verkehrten Menschen geraten. Auch solche Do-Khyi haben einen Platz in einer liebenden und bemühten Familie verdient. Es ist nicht wenig Leid das solche "abgegebenen Do-Khyi" erfahren. Wie immer in einem solchen Fall wird auch er alles versuchen um es in einer neuen Lebensstellung zu beweisen:

Dass auch ein schwarzer Kerl, namens Balou eine Aufgabe in einer ihn liebenden Familie erfüllen kann.


Bist Du in der Lage einem mit Menschen, Hundemädels und auch kastrierten Rüden umgänglichen, wachsamen und an der Leine noch "bildungswilligen" Do-Khyi Rüden - welcher einfach nur das Pech hatte nicht gleich die passenden Menschen zu finden - einen noch schönen und erfüllten Do-Khyi Lebenstraum zu bieten?

Es gibt die Rasse Do-Khyi in den Farben black und tan, goldfarben, blaugrau und auch ein schwarzer Do-Khyi Bub oder Mädchen ist manches Mal darunter. Die Farbe heisst aber nicht, dass die wunderschönen Schwarzen nicht auch ein goldenes Herz und Gemüt für jene, dem Do-Khyi so wichtige Familienstellung hätten!
Wer Balou ein glückliches Do-Khyi Leben lang die glücklichen Entdeckungen auf der Welt machen lassen möchte kann sich hier genauer erkundigen.
Jeder Do-Khyi welcher auf unserer Welt ist hat ein Zuhause bei "seinen" Menschen verdient. Menschen die ihn lieben und ihn - entsprechend seiner Art und Anforderungen - akzeptieren. Welche einen Hund auslasten und motivieren - kurz eine den Do-Khyi glücklich und stolz machende Haltung anbieten können.

Natürlich wird für Balou eine enge Anbindung an eine Familie gesucht und die Do-Khyi gerechte Haltung im Haus mit Zugang zu einem sicher eingegrenzten Garten.

Gerade ein etwas ausgereifter Do-Khyi hat schon nicht mehr so viele Flausen im Kopf und ist geeignet für Menschen welche das passende Umfeld bieten können. Vielleicht hast Du auch schon Erfahrung mit diesen Hunden und weißt wieviel Schönes man erlebt wenn sie Dir ihr ganzes Vertrauen schenken.

@ Tibimaxe



Sonntag, 9. Mai 2010

Do Khyi Buddhismus beim Hund

Buddhistische Namen für Tibetische Hunde, - beim Do-Khyi, - für Tantrische Praktiken, - eine Hunderasse für Gnostiker?

Habt ihr Euch auch schon einmal gefragt was der vom Züchter Eurer Wahl eingetragene Name Eures Do-Khyi bedeutet? Was bedeutet es wenn ein Do-Khyi Vajrapani heißt...(?)



Oft werden die Do-Khyi beim Halter umbenannt, weil es irgendwie merkwürdig klingt einen Hund auf dem Platz der Hundeschule mit zum Beispiel "Shakyamuni" oder "Kashyapaya" abzurufen...
Was denkt sich eigentlich ein Nichthundehalter, wenn ein großer, massiver Hund neugierig auf ihn zukommt und sein Halter versucht diesen mit dem Namen "Buddha" vom Nichthundehalter abzulenken? ... "Buddha Nein! SOFORT Hiiiiiiiiiier!!!  Buddhaaaaa!!!!"
Was wenn dieser Nichthundehalter ein religiös gebildeter Mensch, womöglich gar praktizierender Buddhist sein sollte?

Was sagt denn eigentlich der ausgewählte Name, wie zum Beispiel "Mahakala" (II) aus. Nicht selten werden zum vergebenen Welpennamen kleine, nette Umschreibungen gefunden...  "Der Geist des Nordens", "Der Schwarze" - für einen schwarz gefärbten Hund. Dass die tibetische und auch nepalesische Sprache eine Silbensprache ist,  kleinste Nuancen in der Silbenendung völlig andere Verwendung und anderes Verstehen bedeuten,. dass deren Gottheiten je nach bildlicher Darstellung verschiedene Deutungen haben, wird dabei glatt vergessen.

Ob diese Angaben zum Hundenamen aber auch ausschließlich so stimmig sind, und vom Namensgeber auch inhaltlich verstanden werden - diese Feststellung ist eher schwierig. Man muss sich auf die Suche begeben und recherchieren.

Es fällt für die Rasse Do-Khyi speziell auf, dass diese Hunde - wenn wir die Sitte der Namensfindung für Hunde einfach in unsere Kultur Mitteleuropas umdenken - von einigen, nicht wenigen Zuchtbetrieben sozusagen mit den Namen "Jesus Christus, Jungfrau Maria, Heiliger Sankt Martin, Heiliger Sankt Georg, Heilige Sankt Magdalena, Johannes der Täufer, Luzifer, Teufel, Beezlebub (Trishula Shiva) Prophet Elias ... und so weiter... ( man könnte auch derartiges für den Kulturkreis des Islam nehmen), -  in die Zuchtbücher eingetragen werden.
Ja aber nicht nur der individuelle Hundewelpe, sondern auch ganze Zuchtbetriebe für Tibetische Hunderassen werden auf solche Weise benannt.

Was könnte der Hintergrund sein, für derartige Benennugen von Hunden?
Soll der Buddhismus, der Hinduismus, die alte Bonreligion ( I, II, III ) zum Leben erweckt, am Leben erhalten werden? Es müsste dann ja, bei praktizierenden Buddhisten, Hinduisten und Bönopos als Do-Khyi - Züchter eitel Sonnenschein, Freude und gegenseitige Achtung aller Lebewesen herrschen. Keinerlei Bereicherung durch Hundezucht. Ist das wirklich zu erwarten?

Welche Eindrücke erweckt es, wenn ein Do-Khyi - Halter berichtet: "Mahakala" hat am Tischbein sein Bein gehoben und dort aus Protest uriniert? Welchen Eindruck erhält ein gläubiger Mensch, welcher den Buddhismus, den Hinduismus praktiziert wenn er im Internet erst einmal über die Suchmaschinen auf den ersten Plätzen Hunde, - den Do Khyi, - Tibethunde und Hundezuchtbetriebe zu religiösen, buddhistischen, hinduistischen und tantrischen Begriffen findet?
Sind es immer nur "gute Geister" welche mit Namen für tibetische Hunde genannt werden, oder verbirgt sich dahinter etwas anderes. Zum Beispiel eine, für den in der westlichen Hemisphäre lebenden Menschen, ausgelebte Art der Überheblichkeit über andere Kulturen, eine "andere Art" von westlichem Freiheitsdenken, womöglich "Kolonialismus". Erlaubt ist was gefällt?

Es gehört zum guten Glauben, zum praktizierenden Glauben des Buddhismus, des Hinduismus über derartige, womöglich als Entgleisungen anzusehende Namengebungen für Hunde, hinwegzusehen.

Was oder wer soll eigentlich mit dieser Praxis der Namensfindung beim Do-Khyi, bei tibetischen Hunden angesprochen werden? Die womöglichen Käufer der Welpen?
Ist es das Empfinden des Besonderen, des Orientalischen was beim Käufer angesprochen werden könnte.? Außergewöhnliche Hunde mit außergewöhnlichen Namen?

Es fällt auf, dass speziell im deutschen Sprachraum diese Sitte der Namensgebung für Hunde  eine besondere Ausprägung findet. In anderen Ländern finden sich, daneben die Namen der griechischen Götterwelt und nicht selten werden die Namen von Dämonen oder Namen von Katastrophen (Tsunami, Bhopal) gewählt...
Werden Esotheriker, Menschen die tantrischen Praktiken nicht abgeneigt sind, besonders von derartigen Namensnennungen und damit von Hunderassen wie dem Do-Khyi  angesprochen? Der Verdacht möchte nicht weichen, wenn selbst einfache Zahlen zum anonymisieren, - um etwas abzubilden und näher zu bringen, - gerade im Bereich von einigen Zuchtbetrieben, - für eine Art der gnostischen Deutung  verwendet werden.
Wäre es nicht für eine seltene Hunderasse bedeutender, Zuchtbetriebe würden sich, statt mit Gnosis, mit Genetik und dem Erhalt von Gebrauchsfähigkeit und Gesundheit ebenso intensiv beschäftigen und hierüber erworbenes Wissen zu Gunsten des Mitgeschöpfes, der betreuten Hunderasse, des erzüchteten, einzelnen Hundes einsetzen?

Ist es ein Omen einen Hund namens "Medusa" (weiterer Verweis), "Nemesis", "Vayu", "Vaya" oder "Nirvana" zu haben?
Finden wir bei deutschen Hunderassen die Hundenamen "Jesus", "Himmelreich", "Fegefeuer" oder "Jüngstes Gericht", analog dazu, zu unserem Kulturkeis und christlichen Glauben?

Was möchte ein Do-Khyi - Züchter ausdrücken der einen Do-Khyi - Welpen "King Kong Buddha" nennt? Möchte dieser die Stärke des Buddhismus darstellen, seine Vorstellung von waltenden Kräften eines Buddha oder was könnte damit gemeint sein, bei den Assoziationen welche in unseren Köpfen bei einem solchen Namen entstehen können. Soll Glaube an Buddha hoch gehalten oder verspottet werden?
Wann immer der Hund und Do-Khyi dieses Namens auftaucht auf Ausstellungen und Shows wird der volle Name genannt, abgedruckt in einem Showkatalog und Register.

Es gäbe für Do-Khyi Zuchtbetriebe sicher genug an Hundenamen bei der Bemühung eine womöglich aussterbende Sprache, die Tibetische Sprache, zu erhalten. Passende Namen für tibetische Hunde.
Namen welche für einen Hund passendere Rufnamen sein könnten.

Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen
Quelle: Friedrich der Große

@ Tibimaxe

Freitag, 23. April 2010

Do Khyi Hund und Begriff Martyrium

Glauben und Märtyrertum beim Do-Khyi, der Tibet Dogge?
Natürlich haben wir diese Hunderasse im WWW zusammen mit dem Begriff Martyrium gefunden!

Es war einmal... (in der Vergangenheit vor cirka 20 Jahren) eine Do-Khyi - Hündin. Diese wurde gemeinsam mit deren Schwester "erwählt". Sie sollte bei einem Menschen welcher bereits Hunde im "großen Stil" züchtete die Grundlage eines Do-Khyi - Zuchtbetriebes bilden...
Bereits im neunten Lebensmonat hatte sie dann ihren ersten Wurf "entbunden"...

Kurze Rede, langer Sinn: Der Hundegroßzuchtbetrieb wurde von "Amts wegen" aufgelöst. Die verstörten Hunde haben europaweit neue Halter gefunden. Nur diese Hündin wurde auserwählt, von einem Menschen welcher einen Zuchtbetrieb gründen wollte...(!)

Sorgfältig ausgesucht um mit einer "erwählten" Zuchtlinie in die "Aus - zuchtversuche" gehen zu können. Und so wurde also diese Do-Khyi - Hündin zu einer der Stamm-Mütter eines Do-Khyi - Zuchtbetriebes., in Deutschland versteht sich! Nach kurzer Eingewöhnungszeit hat sie dort ihren zweiten und bereits ein halbes Jahr (!) darauf ihren dritten Wurf "entbunden".
Natürlich wird eine derart in der Rassehundezucht eingesetzte Hündin nicht alt. Es fehlen die Erholungszeiten und die Ausreife zu deren gesundheitlichen Schutz. Es ist so, als würde eine Frau jährlich von deren 11. Lebensjahr bis zum 35. Lebensjahr einen Säugling entbinden... (siehe Lebenserwartung Mittelalter)

Kann man dieses Geschehen jetzt als ein Martyrium eines Hundes in der Hundezucht bezeichnen?
Was ist denn ein Märtyrer überhaupt? Es ist ein Mensch, welcher für seinen Glauben an eine Religion oder - später auch für eine politische Sache, Folter, Qualen und Leid, sowie den Tod "erleidet".

Ist der Begriff wirklich geeignet für einen Hund? Hat sich dieser sein Schicksal bewusst herausgesucht um seinem Glauben treu zu bleiben? Treu im Glauben bis in den Tod?
Wer für das Schicksal von Hunden und/ oder Zuchthunden verantwortlich zeichnet - das ist alleine deren Züchter oder Verkäufer. Sicher hätte sich mancher Hund und Do-Khyi gerne etwas völlig anderes gewählt aber als Hund ist er fremdbestimmt. 

Es fehlt ihm das Bewusstsein zu Glauben - an einen Gott und an eine Religion und ebenso an politische Gedanken. Ein Hund kennt keine Hoffnung und auch nicht das Geld, welches dem Hund nicht selten Leid beschert. Bei Zuchtbetrieben, Hundehändlern, ungeeigneten Hundehaltern...

Wenn also das Leid von Do-Khyi - Hunden umgangssprachlich als ein Martyrium bezeichnet wird, so ist das begrifflich nicht korrekt. Es soll in uns Menschen beim Lesen eine spezielle Assoziation, hin zur Freiwilligkeit, zum Aufopfern erwecken. 

Nur, wer hat einen Hund geopfert wenn nicht der Mensch?
Ist ein Hund, welcher in einer religiösen, rituellen Handlung geopfert wird als ein Märtyrer zu bezeichnen?

In welche Ecke im WWW wird denn mit dieser Bezeichnung die Hunderasse Do-Khyi gestellt? Zu diesem Thema werden wir sicher auch noch ein wenig recherchieren! Ist es also korrekt einen Do-Khyi als Märtyrer zu bezeichnen?
Weshalb wird eine Sache nicht zutreffend benannt? Als Tierquälerei zum Beispiel oder wie im oben geschilderten Beispiel von vielen, als mögliche wirtschaftliche Ausbeutung eines Hundes?
Ist nun ein aus Zuchtbemühungen völlig erblindeter Do-Khyi dann auch als Märtyrer (?) zu bezeichnen? An diesem wird womöglich doch versucht zu lernen... Er dient doch einer Sache - welche wir - an dieser Stelle  - nicht offen trefflich benennen wollen...(!)

Sind dann Menschen, welche einen erkrankten Do-Khyi hatten als Märtyrer zu bezeichnen? Oder ist dieser Begriff einer, welchen Jedermann einfach einmal - so oder so, zum jeweiligen seiner Zwecke anwenden kann? Oder ob sich ein Mensch als Märtyrer empfindet für das "zur Verfügung stellen" von Hunden um gewisse Dinge herauszufinden...(?)

Ein verantwortungsbewusster Züchter wird immer versuchen "seinen Welpen" jedes  auch nur erdenkliche Leid zu ersparen. Sei es gesundheitliches Leid durch nicht verantwortungsbewusste Zucht, - oder Leid für den Hund durch nicht zutreffende Haltung. Er wird darauf achten "seinen Welpen" eine sichere Zukunft zu verschaffen. Er wird aber mit Sicherheit nicht "seine Welpen", - wenn etwas schief gelaufen sein sollte, als Märtyrer bezeichnen und damit im Internet werben...

Der Begriff zielt auf eine völlig andere Defintion und ist für keine Hunderasse geeignet.


@ Tibimaxe

Dienstag, 13. April 2010

Do Khyi Blindenmenschen

Do Khyi   Wenn Hundehalter zu "Blindenführmenschen" werden.
Es ist eine Ironie unserer heutigen Rasse- und Mischlingshundezucht aus Rassehunden, wenn derjenige, - der Hund, der sich auch als Blindenführhund bewährt hat, selbst erblinden muss!
Nicht selten, - wie bei der PRA, handelt es sich um  Erberkrankungen des Auges, oder um Augenanomalien welche in kürzerer oder längerer Zeit zum völligen Erblinden eines Hundes führen.

Wie es der Zufall so will....
Bei einem unserer Spaziergänge haben wir erst vergangenen Freitag eine nette Hundebekanntschaft machen dürfen. Zwei mittelgroße Hunde liefen frei, ein großer Hund lief an der Leine. Erst wussten wir nicht ob wir einen Kontakt anstreben sollten, nachdem der große, schwarze Hund nicht von der Leine gelassen wurde...

Aber es waren aus der Nähe dann drei nette und verspielte Hunde. Der Große an der Leine war eine blinde Labradorhündin. Sie ist ungefähr zwischen dem vierten und fünften Lebensjahr durch die Augenerkrankung PRA völlig erblindet. Heute mit fünf Lebensjahren ist sie vollkommen blind und deren Halterin arbeitet als "Blindenführmensch" für ihren Hund.

Genau wie beim Do-Khyi ist die PRA beim Labrador als mittel in deren Auftreten von Augenspezialisten eingestuft. Das bedeutet:

Die PRA kann in unterschiedlichen Lebensabschnitten des Hundes beginnen und man unterscheidet hauptsächlich folgende drei Formen:
- Die frühe Form mit einem schlechten Dämmerungssehen im Alter von sechs Monaten und einer vollständigen Erblindung im Alter von ein bis zwei Jahren (z.B. Irish Setter, Gordon Setter, Collie, Rauhaardackel, Shetland Sheepdog, Abessiner- und Perserkatzen).

- Die mittlere Form mit ersten Syptomen im Alter von ein bis zwei Jahren und der Erblindung im Alter von drei bis fünf Jahren (z.B. Zwergschnauzer, Tibet Terrier und Labrador)
Anmerkung: Wir erinnern uns - die Ruhr Uni Bochum hat in der Studie den Tibet Mastiff hier eingeordnet!

- Die späte Form mit schlechtem Nachtsehen im Alter von drei bis fünf Jahren und dem Endstadium im Alter von sechs bis neun Jahren (z.B. Pudel, engl. und amerik. Cocker)
Verweis:

Was uns aufgefallen ist:  Natürlich gibt es im Internet zum Thema Blinder Hund und PRA beim Hund auch wieder unterschiedlichste Foren. Auch zum Do-Khyi haben wir solche gefunden. Dort zur PRA, kann ein Hilfesuchender leider nahezu nur, - gerade beim Do Khyi NUR - ,die Spätform der PRA beschrieben finden. Obwohl die Spätform den Do Khyi nicht betrifft!
Warum?  Dazu müssen sich unsere Leser einfach einmal Gedanken machen!

Im Umkehrschluss sagt die fachliche Beschreibung genau das zur PRA - Augenerkrankung, der mittleren Form aus, was auf der Do Khyi PRA Zuchtlinientafel genau zu erkennen ist:

Die ersten Syptome treten im Alter von ein bis zwei Jahren auf, die Erblindung im Alter von drei bis fünf Jahren. Wer genau hinsieht kann das auf der Do-Khyi PRA Zuchtlinientafel an der Weitergabe von Zuchthunden, an austestenden Inzestverpaarungen und austestenden Inzuchtverpaarungen auch im Bild erkennen!

Inzwischen sind wir in der Hundezucht so weit, dass solche Blindenabzeichen für Hunde auch guten Absatz finden!

Verweis:

Bei unserer Labradorbekanntschaft, während die Hunde miteinander spielten, konnten wir einige interessante Informationen bekommen was es bedeutet mit einem blind gewordenen Hund zusammen zu leben. Nach kurzer Zeit kam noch der Bruder der Labradorhündin des Weges. Dieser ist nicht von der Erkrankung betroffen. Er stammt aus dem ersten Wurf der Eltern, seine blinde Schwester stammt aus einer Wurfwiederholung mit beiden Elterntieren. Im ersten Wurf (sieben Welpen) ist keine einzige Erblindung durch PRA aufgetreten. Im zweiten Wurf (6 Welpen) waren gleich mehrere betroffen...

An diesem Beispiel kann man erkennen, dass es nicht einfach eine mathematische Formel ist, wieviel Prozent der Nachkommen pro Wurf aus zwei Elterntieren, - welche die Veranlagung für das beschädigte Gen weitergeben an ihre Nachkommen, dann letzten Endes erblinden werden, oder die defekten Gene weitertragen oder aber vielleicht nur unbeschädigte Gene für gesunde Augen haben sollten!

Ohne einen zu entwickelnden Gentest durch eine Blutprobe ist eine Bestimmung nicht möglich! 

Das Leben mit einem immer schlechter sehenden Hund ist nicht unbedingt leicht. Aber es ist möglich einem erblindenden Hund oder einem blinden Hund, dennoch ein erfülltes Leben zu geben!

Im Fall unserer Labradorhündin ist diese bei ihrer ersten Halterin nicht zurecht gekommen. Es bot sich innerhalb einer Familie der Halterwechsel an. Und so hat dieser liebenswerte, blinde Hund heute einen Blindenführmenschen und zwei Blindenführhunde...
Die Vergesellschaftung mit einem weiteren Hund kann sich positiv auswirken. Auf Selbstsicherheit und Lebensqualität. Es ist eine Art "kleiner Schutz" vor mental überraschenden Begegnungen mit anderen Hunden und Menschen. Blindheit beim Hund muss nicht automatisch dessen Einschläferung bewirken!
Im häuslichen Umfeld kommt ein langsam erblindender Hund, nach Eintritt der völligen Erblindung gut zurecht. Draußen dient die Leine und der "Blindenführmensch" der Sicherung. Der Hundehalter muss das Augenlicht ersetzen. Trotzdem kann ein blinder Hund Hundekontakte pflegen und mit Hunden spielen. In den meisten Fällen kommen gerade Hunde mit erblindeten Hunden gut zurecht. Daran könnten wir Menschen uns ein Beispiel nehmen.

Bei einem Herdenschutzhund wie dem Do-Khyi ist eine sehr gute Sozialisation des Do-Khyi und ein sehr großes Verantwortungsbewusstsein des Halters erforderlich. Für eine ausschließliche Do-Khyi - Rudelhaltung eignet sich ein erblindeter Do-Khyi nicht!
Auf keinen Fall ist das Zusammenleben mit einem "Blindenführmenschen" eine Begründung nicht alles zu unternehmen, - auf dem Stand unserer heutigen Zeit, um in Zukunft derartige Erkrankungen des Auges zu verhindern!

Lest die gesamte Serie zur PRA Augenerkrankung beim Do-Khyi:

Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4

Hier geht es zu Mila, einer an PRA erkrankten Hündin

Zum Abschluss bleibt uns nur der Appell, Augenerkrankungen beim Do-Khyi und bei Hunden mittels dem Einsenden von Blutproben und einem Formular der Wissenschaft zuzuführen. Damit in Zukunft nicht nur einige wenige Hunderassen einen Bluttest auf die Erkennung von erblichen Augenerkrankungen haben!


@ Tibimaxe

Dienstag, 6. April 2010

Do Khyi PRA Ein Blick

Do Khyi PRA Ein Blick - Grenzen der Hundezucht

Respekt!
Der Kampf gegen Tierversuche ist heuchlerisch. In unserem Alltag nehmen wir tausendfaches Leid in Kauf. Dagegen hilft kein strengeres Gesetz, sondern ein Bewusstseinswandel
Quelle: DIE ZEIT Nr.15

Wie die erbliche Augenerkrankung PRA (Progressive Retina Atrophie) in der Rasse Do-Khyi verbreitet wurde...
Ein Blick.
Dieser Teil ist nun der Vierte und ein abschließender Einblick in unserer Serie zur PRA beim Do-Khyi (Tibet Dogge, Tibet Mastiff).

Vorab: Es liegt uns fern einen Zuchtbetrieb, oder Verschiedene mit diesem Einblick öffentlich darzustellen. Aus diesem Grund sind, bis auf einige wenige Namen zu deren Verständnis, - welche bereits anderweitig im Internet veröffentlicht wurden alle weiteren Namensangaben anonymisiert. Der Aussagegehalt der bildlichen Darstellung wird damit nicht entstellt sondern übersichtlicher.

Es geht uns um das "Sehen können", weshalb es für Rassepopulationen nicht immer vorteilhaft ist alles der ausschließlichen Selbstverantwortlichkeit von  sogenannten "Hobbyzüchtern" zu überlassen.
Der Einblick zeigt deutlich wie die Augenerkrankung PRA zum Do-Khyi kam.

Zum Beginn:
Auch wenn wir hier nicht selten offene Worte wählen und, wie wir meinen, zum Nachdenken anregende Kritik aussprechen, so geschieht das nicht um die Rasse an sich oder deren Züchter in Misskredit zu bringen.
Den Weg, welchen wir gewählt haben, halten wir für notwendig und wir scheuen auch keine Mühe, das was wir glauben sagen zu müssen auch deutlich und leicht verständlich, - sichtbar für alle abzubilden.
Wir halten es für erforderlich auf Entwicklungen in der Rassezucht hinzuweisen, welche unseren Mitgeschöpfen, - den Hunden und deren Menschen, Leid zufügen können.
Wir appellieren auf diese Weise, - dem Stand unserer Zeit gemäß, etwas an dieser Entwicklung zu ändern. 
Es muss ein Umdenken erfolgen!

Nicht selten wird auch auf Hundeforen im Internet die Meinung geäußert, Rassezüchter könnten sich beim ersten Auftauchen von vermutet erblichen Erkrankungen, ohne fachkundige Hilfe, der Problematik annehmen und gegen das klinische Auftreten bei einzelnen Rassevertretern etwas aus eigener Anschauung züchterisch unternehmen...
"Lass das die Züchter übernehmen, diese werden fachgerecht damit umgehen und sich darum kümmern", diesen Satz kann ein Interessierter nicht selten hören.

Ohne Zweifel gibt es Züchter und dazu gehörige Rassezuchtvereine welche sich in einem solchen Fall  gemeinsam zugunsten "ihrer" Rasse, welche diese vertreten, fachlicher Hilfe versichern und zum Fortbestand deren Rasse und der Gesundheit der einzelnen Rassevertreter imstande sind eine, - auf dem Stand der heutigen Zeit gerechte Lösung herbeizuführen.
Auf der anderen Seite menschelt es sehr auch in der Rassehundezucht. Es gibt viele Beweggründe Hunde zu züchten. In etwa so viele wie Menschen welche dahinter stehen.

Bei den Recherchen und Vorarbeiten für die Darstellung sind uns verschiedene Dinge natürlich aufgefallen. Vor allem aber die strikte Trennung der holländischen Do-Khyi - Zucht von der, bereits frühzeitig durch Do-Khyi - Züchter - als die PRA - Erkrankung verursachend - angesehenen, ebenfalls holländischen Zuchtlinie.
Wichtig zu wissen: Die Darstellung dient der optischen Betrachtung ausschließlich der deutschen Do-Khyi - Zuchtbemühungen und auf welchem Weg die Erkrankung PRA in der Rasse durch züchterische "Auszuchtmaßnahmen" abschließend "multipliziert" weltweit Verbreitung gefunden hat.
Wie in unserem Beitrag "Finally PRA" abgebildet ist die PRA beim Do-Khyi (Tibet Mastiff TM) eine im Auftreten als "mittel" in der klinischen Feststellung, also mit ersten Symptomen im Alter von  ein bis zwei Jahren (zum Beispiel schlechtes Nachtsehen) und der Erblindung des Hundes im Alter von drei bis fünf Jahren, einzustufende Augenerkrankung!

Gerade für Rassen mit relativ spätem Krankheitsbeginn (4-5 Jahr) ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass homozygot erkrankte Hunde das krankheitsverursachende Allel an ihre Nachkommen weitervererben. Erst wenn ein an gPRA-erkrankter Nachkomme erkannt wird, ist bei einem ar Erbgang sicher, dass die Elterntiere Träger des gPRA-Allels sind. Sie werden dann von der Zucht ausgeschlossen, haben aber möglicherweise schon mehrere Nachkommen gezeugt, die dann auch von der Zucht ausgenommen werden, um die Reduktion des gPRA-Allels in dieser Rasse zu erreichen.

Aus dem Grund der vereinfachten Darstellung sind nur dann Zuchtmaßnahmen mit Zuchtbetrieben aus dem benachbarten Ausland dargestellt, falls diese das Zuchtgeschehen in Deutschland berührt haben. Erkrankungen sind farblich gekennzeichnet, sowie die im Erbgut PRA weitergebenden Nachkommen. 

Unterbrochene Linien verweisen auf mitwirkende Zuchthunde, welche bereits aufgeführt wurden. Wir haben uns bemüht das Schaubild im zeitlichen Ablauf der Jahre sinngemäß darzustellen.


Anklicken zum Ansehen, oder oben rechts mit Klick auf Flickr, in Groß abrufen.

Wer sich mit Ahnen des Do-Khyi beschäftigt (bitte nicht mit nahezu immer lückenhaften Datenbanken im Internet) kann dem Eindruck erliegen, dass speziell diese Zuchttiere, aus welchen später die PRA Erkrankungen, - offiziell feststellbar herrührten, gerade für den Rasseaufbau des Do-Khyi gar nicht so extrem, ja gar nicht so exzessiv eng gezüchtet waren. Dieser Umstand ist aber dem sehr frühen Auftreten der PRA-Augenerkrankung geschuldet!
In die deutsche Do-Khyi - Zucht gelangten die ersten Do-Khyi dieser Zuchtlinie durch die Übernahme aus Holland in einen Zuchtbetrieb in der Schweiz, von dort kurz darauf, in anschließend noch enger anfänglicher Zusammenarbeit in einen deutschen Zuchtbetrieb. Die ersten gemeinsam austestenden Zuchtplanungen sind auf der Darstellung gut erkenntlich...

Aufgefallen ist uns noch, dass mit einem PRA erkrankten Do-Khyi Rüden gezüchtet wurde, welcher auch bei der HD-Auswertung für eine Zuchtplanung (mittelschwere HD-D) für die damalige Zeit (1990/1991), nach den Zuchtreglements des VDH, keinen Zuchteinsatz hätte finden dürfen.
Die offizielle Feststellung und Meldung der PRA-Erkrankung dieses Rüden durch den deutschen Zuchtbetrieb, erfolgte, trotz ersichtlicher Kenntnis über diese Zuchtlinie, erst drei Jahre nach der Einführung der Augenuntersuchungspflicht für den Do-Khyi in Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt seiner ersten, offiziellen Augenuntersuchung und "Meldung der PRA-Erkrankung" war der Rüde inzwischen 10 Jahre (!) alt.

Seine ebenfalls züchterisch eingesetzte, an PRA erkrankte Tochter, wurde zeitgleich - trotz vorliegender Kenntnisse der Erkrankungsmeldungen aus der Schweiz, erst 1996 (!) offiziell  als PRA - Fall "gemeldet". Zu diesem Zeitpunkt im 7. Lebensjahr (!)
Ihr Wurf in deren vierten Lebensjahr (1993) erfolgte trotz des nun endlich "offiziellen" Bekanntwerdens der PRA durch den Schweizer Zuchtbetrieb in Deutschland noch Anfang 1993, - in dem Jahr als dann letztendlich die Augenuntersuchungspflicht eingeführt wurde, - ohne eine zutreffende (abschließend im gleichen Jahr nachträgliche)  Augenuntersuchung der Hündin, - noch deren Nachkommen!

Zu diesem Zeitpunkt war der an PRA erkrankte Vaterrüde der Hündin, im selben deutschen Zuchtbetrieb, bereits im 7. Lebensjahr (!)

Das Gesamtzuchtbild zeigt nach anfänglichen Inzestverbindungen zur Austestung von wohl erblich vermuteten Erkrankungen (Test auf erbliche Gesundheit, frühzeitlicher Standard, Zuchtordnung?) geringe Auszuchtversuche auf blutsfremde Linien um danach sofort wieder in sehr enger Inzucht in die ursprüngliche Zuchtlinie zurückzukehren. Einige unerfahrene Erstzüchter der Rasse wurden in dieses Zuchtsystem mit einbezogen. Ob mit deren Wissen kann man abschließend nicht beurteilen.
Ebenfalls ist uns aufgefallen, dass jene Zuchtbetriebe aus der abgebildeten Zuchtlinie, welche bis heute noch aktiv Do-Khyi - Zucht betreiben, sich deutlich nicht mehr den Vorgaben des VDH zur veröffentlichenden DOK - Augenuntersuchung unterstellen.

Einige sehr wenige, in der Art von Wurfwiederholung, bei "Erstzüchtern" durchgeführte Zuchtverbindungen haben wir, wenn diese die heutige Weiterzucht nicht mehr betreffen, der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
Die Weiterzucht bis in die heutige Zeit haben wir versucht übersichtlich abzubilden. Auch heute noch werden die Nachkommen von damals, - an offiziellen PRA-Erkrankungen beteiligten Elterntieren, züchterisch weitergeführt.  Unter anderem auch - in Deutschland!

Insgesamt sind die deutlich sichbaren "Auszucht- Zuchtbemühungen" als fehl geschlagen anzusehen. Auch der Erbgang ist, - entgegen mancher mündlicher Überlieferung, damit keinesfalls geklärt. Hierfür fehlen die lückenlosen offiziellen Augenuntersuchungen aller der nachgezüchteten Tiere.
Interessant sind auch die durchschnittlich sehr kleinen Wurfzahlen der von der PRA Erkrankung betroffenen Würfe, sowie die nur in Facetten zu erkennende Penetranz, - also die Anzahl der aus diesen Würfen dann letztlich erkrankten Tiere.

Wie die Grafik sehr schön zu verdeutlichen vermag sind ohne einen funktionierenden genetischen Test auf Trägerschaft für PRA beim Do Khyi, alle Nachkommen aus den ursprünglich erkrankten Tieren, - oder das Erbgut weitergebenden Hunden, als vermutliche Genträger für PRA anzusehen. Die Inzucht auf eines der Tiere, sowie analog auf Tiere aus der französischen und osteuropäischen Zucht müsste daher sicher vermieden werden können, um erneute, aktuelle PRA Erkrankungen an heutigen Nachzuchttieren sicher ausschließen zu können.

Die zu vermutende Praxis, Nachkommen aus den dargestellten Zuchtverbindungen keiner offiziellen Augenuntersuchung zuzuführen ist optisch gut zu erkennen. Es sind eine Anzahl Nachkommen aus,  -direkt an PRA erkrankten Hunden, mit vermutet Erbgut der PRA - Erkrankung tragenden Zuchttieren, - oder aber mit Nachkommen (Erbgut führend) aus zwei offiziell, durch PRA - Erkrankungsfälle als Träger zu identifizierenden Zuchttieren zu erkennen (Grün/gelb, Blau/gelb, Gelb gekennzeichnet), welche erkennbar im weiteren Verlauf keiner einzigen DOK-Augenuntersuchung, oder anderweitig offiziell werdenden Augenuntersuchung jemals zugeführt wurden!

Mag der Grundgedanke auch gewesen sein in einer, im Rasseaufbau viel zu kleinen, Hunderasse Zuchttiere zu erhalten, so ist doch deutlich die Auswirkung dieser Praxis, - mit dem Ergebnis einer hohen Anzahl von Nachzuchthunden über Generationen welche für eine sichere Weiterzucht  hinichtlich der Erkrankung nicht geeignet sind, deutlich zu erkennen.
Natürlich fragt man sich auf welche Weise solche, - von deren Zuchthintergrund her, - "nicht vollwertigen" Nachkommen  (  im Bezug auf den Handel und Verkauf, sowie die umfängliche Nutzung als möglicher Zuchthund) an Do-Khyi - Liebhaber abgegeben werden können. Die Praxis, - auch heute, sieht in der Aufklärung von "Käufern" nicht selten anders aus!


Wer die Opfer nicht Schreien hören,
nicht zusehen kann,
dem es aber, sobald er außer Seh- und Hörweite ist,
gleichgültig ist, dass es schreit und zuckt -
der hat wohl Nerven, aber -
ein Herz hat er nicht!

(Bertha von Suttner)

Es bleibt uns an dieser Stelle nur der Appell an alle welche den Do-Khyi lieben, ihre Do-Khyi mindestens einmal im Leben einer, oder mehreren DOK - Augenuntersuchungen zuzuführen.

@ Tibimaxe

Legende: Die Angaben auf der Zuchtlinientafel basieren auf den offiziellen Zuchtbüchern, sowie auf den offiziellen Veröffentlichungen der augenuntersuchten Hunde beim Do Khyi in CH, DE. NL 

Wir empfehlen Euch die gesamte Serie zur PRA - Augenerkrankung  beim Do Khyi, für das bessere Verständnis wofür wir schreiben, zu lesen:

Teil 1 Do Khyi Fundamental knowledge PRA
 Grundwissen PRA
Teil 2 Do Khyi Resuming knowledge PRA
 Weiterführendes Wissen PRA
Teil 3 Do Khyi Finally about PRA
 Abschließendes Wissen PRA
Teil 4 Do Khyi PRA Ein Blick  - hier befindet Ihr Euch gerade


Teil 5 Do Khyi Blindenmensch PRA





 

Sonntag, 4. April 2010

Do Khyi Hunde zu Tode gezuechtet

Do Khyi: "Rassereine Krüppel - Hunde zu Tode gezüchtet"

... unter diesem Titel ist der Dokumentarfilm "Pedigree dogs exposed" in deutscher Sprache nun endlich online zu finden!
Nein, der Do-Khyi direkt kommt in diesem Dokumentarfilm nicht vor. Es hätte aber durchaus sein können. Als ein Punkt von vielen reicht schon der Blick auf manche völlig ungewinkelte Hinterhand - Stuhlbeinigkeit ist der Fachbegriff.

Die deutsche Fassung kann man hier betrachten in vier Teilen:
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4

Für zartbesaitete Hunde- und Do-Khyi - Liebhaber: 
Die Bilder in diesem Film sind nur schwer zu ertragen. Auf der anderen Seite stehen nun die in deutscher Sprache endlich verständlichen Kommentare und Antworten der Züchter zu entsprechend gestellten Fragen. Der Film ist sehenswert und gehört zur Grundkenntnis eines jeden Hundeliebhabers!
Dennoch: Gerade die Hundeliebhaber sind diejenigen welche etwas an dieser Misere ändern können!
Inzwischen haben wir die Arbeit zur abschließenden Betrachtung der PRA beim Do-Khyi und der Verbreitung der erblichen Erkrankung durch unfachmännische Auszuchtversuche abgeschlossen. Vor diesem Hintergrund kommt die deutsche Übersetzung des Dokufilmes "Pedigree dogs exposed" gerade passend.
Auf den künftigen, - optisch auch für Laien, deutlich erkennbaren Do-Khyi - PRA Zuchtlinienplan darf man also gespannt sein. 

Vor allem auch vor dem Hintergrund der Filmdokumentation und deren, nun auch hier bei uns verständlich gemachten, Einblicke in Zuchtpraktiken welche sicherlich, - wie an der Do-Khyi - PRA - Schautafel in Kürze zu sehen sein wird, nicht nur ein "Problem" der englischen Hundezucht ist...






Montag, 29. März 2010

Do Khyi Buchempfehlungen

Do Khyi Buchempfehlungen - Die innere Einstellung zum Mitgeschöpf und zu uns

Der Herrgott hat die Zeit gemacht,
von Eile hat er nichts gesagt.

Diesen Spruch habe ich vor etlichen Jahren zum Do-Khyi gefunden...

Aus der Erfahrung, auf welche innere Einstellung es ankommt, im Umgang mit meinen (und allen) Hunden. Aber auch aus der Erfahrung mit dem Mensch gemachten Umfeld um diesen Hund, - den Do-Khyi, herum möchten wir Euch ein paar hilfreiche Buchempfehlungen (auch CD, DVD) aussprechen.

Es hilft uns die richtige innere Einstellung zu unseren Mitgeschöpfen, und darin ist der Hund eingeschlossen, sowie die innere Einstellung zu uns selbst zu finden. Im Laufe der Jahre wird man durch seine Do-Khyis bereits zu einer Art Ahnung der zutreffenden inneren Einstellung unseren Mitgeschöpfen und Mitmenschen gegenüber "erzogen"...

Dalai Lama, "108 Perlen der Weisheit Auf dem Weg zur Erleuchtung"

Dalai Lama, "Das Buch der Menschlichkeit Eine neue Ethik unserer Zeit"
 
 Dalai Lama, "Inneren Frieden finden"
Dalai Lama, "Das Meer der Weisheit"

Alle Buchempfehlungen sind über amazon.de erhältlich


@ Tibimaxe

Sonntag, 28. März 2010

Do Khyi Realitaet leistet Widerstand

Do Khyi: Schwarzbuch Hund in der zweiten Auflage

Für Do-Khyi – Halter welche sich für die Situation des Hundes in unserer Gesellschaft interessieren haben wir hier eine Buchbesprechung mit Empfehlung ausgesprochen.  Inzwischen ist die erste erfolgreiche Auflage vergriffen und die zweite Auflage ist auf dem Markt der Hundefachbücher angekommen.

Es ist ein Standardwerk das in keinem Bücherschrank von Hundeliebhabern fehlen sollte! 

Auch in der zweiten Auflage liest es sich für mich spannend wie ein Kriminalroman und gewährt Einblicke, für welche man sonst Jahrzehnte an Erfahrungen benötigt. Wissen wird weitergegeben und nicht vorenthalten. Mancher mag es im Inhalt für den Hund in der heutigen Gesellschaft erschreckend finden.
Aber es ist eher:   ” Realität leistet Widerstand. “

Wer Hunde liebt darf nicht mehr wegschauen. Die Aktion des Dortmunder Appell verhallt nicht mehr ungehört, wovon man sich auf dem neuesten Beitrag des Petwatch-Blog überzeugen kann.
Wer weiß es?  – Möglicherweise wird der Do-Khyi doch zu einem der Anschauungsmodelle der heutigen Hundezucht?

Dem Hund wird eine Chance gewährt in unserer Gesellschaft. Es werden unsere Stimmen für den Hund gehört. Es ist fünf vor zwölf für die Do-Khyi – Zucht und fünf vor zwölf für die Rassehundezucht.

Manche Einblicke mögen vielleicht erschreckend sein. Denkt immer daran die Hunde der Rasse, - einer Rasse sind nicht der Auslöser, sondern sie verdienen eine Chance. 
Wer seine Rasse liebt sollte nicht mehr wegschauen, sondern diese Hunde der Rasse unterstützen!



Samstag, 27. März 2010

Do Khyi Marketingaspekt

Do Khyi Nachrichten als Vermarktungsaspekt

Keine andere Hunderasse wird so oft durch die Nachrichtenagenturen AP  "veröffentlicht". Das ist eine weltweite Marketingkampagne für die Tibet Dogge, - durch Nutzung der Nachrichtenseiten... 
Keine weitere Hunderasse schafft es so häufig in die Weltnachrichten wie der Tibetan Mastiff aus China...

Ist der fantastische Kaufpreis ein gelungener Marketingaspekt... (?)
Bereits am Donnerstag gefunden: http://www.n24.de/news/newsitem_5948560.html

Quelle: NN, Freitag 26.03.2010
 
Vorführen auf einer Hundeausstellung im Military - Look. Andere Länder andere Sitten. Die geplante und erfolgreiche Vermarktung von Hunderassen. Erfolgreiches Marketing welches den tatsächlichen Absatzmarkt anspricht. Der Hobbyzüchter - keine Chance in China!
Der Do-Khyi, auch Tibet Dogge oder Tibet Mastiff genannt, aus China ist bisher die zweite Hunderasse der Welt, welche am Reißbrett "entwickelt," also sozusagen im "Outfit"geplant wurde...
Inzwischen sind solche Hunde schon länger auch in den USA und in Europa angekommen. Do-Khyi - Züchter könnten auf solche Weise mitgeholfen haben, diesen Hundetyp salonfähig zu machen und sind bereit auch Summen auszugeben. Der "Markt" für chinesische "Züchter"...

The Tibetan Mastiff Industries, so wird die Zucht in China bezeichnet... 
Erfolgreiche "Unternehmungen" sind hier anerkannt und müssen sich nicht hinter elitären Zirkeln verstecken.

@ Tibimaxe

Was ein Do-Khyi tatsächlich ist findet man hier!

Donnerstag, 25. März 2010

Do Khyi Finally about PRA

Do Khyi Abschließendes zur PRA

Durch die voran gegangenen Betrachtungen und auch die Schlussfolgerungen welche man ziehen kann, habt Ihr nun gelernt, dass es völlig unerheblich ist Nennungen von Do-Khyi Namen auf Listen im Internet, - oder welcher Rüde mit welcher Hündin wie oft verpaart wurde, zu betrachten....
Es geht um den Sinn von Hundezucht und was für einen wirklichen Do-Khyi - Liebhaber und Halter tatsächlich wichtig ist.

Im Gegenteil, - egal wie man es auch dreht oder wendet.:
Die PRA beim Do-Khyi ist eine als "mittel" in deren Erscheinung und Erkennung eingestufte Augenerkrankung. Der Krankheitsbeginn dürfte im 1-2 Lebensjahr des Hundes liegen. Bei Beiden in der Studie befindlichen Do-Khyi - Blutproben (TM) wurde die Erkrankung im 4. Lebensjahr eindeutig erkannt... (!)


Der in Deutschland erste, an PRA erkrankte Do-Khyi, Aktar van Chattang, geboren in 1986, wurde  noch im vollendeten 5 Lebensjahr (!) nochmals in Deutschland bei zwei verschiedenen Hündinnen, zur Erzielung von Welpen, als Deckrüde in 1990/1991 eingesetzt!

Der in Deutschland immer noch strittige Termin der ersten Meldung der Schweizer Erkrankungsfälle für den B-Wurf in Sohn-/Mutterverbindung, - als das erste offizielle Auftreten der PRA im deutschsprachigen Raum kann nicht, - wie in Deutschland "vermutet", erst zwei Jahre nach dem Erkennen der Erkrankungen in der Schweiz stattgefunden haben. 
Zu diesem Zeitpunkt wäre der, an PRA erkrankte und später offiziell als Erkrankungsfall gemeldete Aktar van Chattang, immerhin schon 7 Jahre alt gewesen!

Rassen mit relativ "spätem" Erkrankungsbeginn sind auf S. 95 deutlich noch einmal bezeichnet:

Gerade für Rassen mit relativ spätem Krankheitsbeginn (4-5 Jahr) ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass homozygot erkrankte Hunde das krankheitsverursachende Allel an ihre Nachkommen weitervererben. Erst wenn ein an gPRA-erkrankter Nachkomme erkannt wird, ist bei einem ar Erbgang sicher, dass die Elterntiere Träger des gPRA-Allels sind. Sie werden dann von der Zucht ausgeschlossen, haben aber möglicherweise schon mehrere Nachkommen gezeugt, die dann auch von der Zucht ausgenommen werden, um die Reduktion des gPRA-Allels in dieser Rasse zu erreichen.

Natürlich nehmen wir an, dass eine im 1 - 2. Lebensjahr feststellbare, beginnende Nachterblindung, eines an PRA erkrankten Do-Khyi in Deutschland, ja das vollständige Erblinden im Alter von 3 bis 5 Jahren, sofort offiziell an einen Zuchtverantwortlichen gemeldet wurde... 
Mit 7 Jahren sind an PRA erkrankte Do-Khyi womöglich schon länger blind!
Die erste offizielle Meldung hätte in diesem Fall, - in jeden Fall  - aus Deutschland kommen müssen!

Stattdessen ist nach Erreichung des 5. Lebensjahres noch der Zuchteinsatz des Rüden Aktar van Chattang in Deutschland festzustellen. In einem Fall auf einer Tochter seines Onkels Asmin van Chattang. Im weiteren Fall  (1991) auf einer aus den USA eingeführten Hündin ohne Chattang - Vorfahren. Erst danach (!) wurde er nicht mehr im Zuchteinsatz verwendet...
Zwei weitere Würfe, im ungarischen Zuchtbetrieb, mit zwei verschiedenen Söhnen aus seinem Onkel wurden in  sehr enger Inzucht geführt, über die Hündin Bhotoo Bellana van Chattang, welche in der Schweiz und auch in Deutschland Erkrankungsfälle brachte. Diese war aus Frankreich nach deren dortiger Zuchtverwendung  in die Schweiz gekommen ...
Womit auch ein "Teil" von unbenannten PRA Erkrankungen, der Zucht in Frankreich, erwähnt in dem Buch "Hirtenhunde" von Roswitha Hirsch-Reiter, eine Entsprechung findet!

In den deutschen Zuchtbetrieb, welcher auch die Rüden Aktar van Chattang und Asmin van Chattang eingeführt hatte, trafen aus dem ungarischen Zuchtbetrieb aus genau vier Würfen - 9 Do-Khyi - Nachkommen ein. Aus dem Rüden Aktar van Chattang vier Nachkommen. Aus den zwei Söhnen  in enger Inzucht des Onkels Asmin van Chattang drei Nachkommen, wovon keiner zur Zucht eingesetzt wurde...
Ein neunter Welpe aus der, jeweils in allen vier Würfen, immer gleichen Do-Khyi Hündin, (Vater Asmin van Chattang) war in der Vaterlinie völlig ohne Chattang - Vorfahren gezüchtet.

Noch im Jahr 1993, wurde im deutschen Zuchtbetrieb ein Nachkomme aus Ungarn, eine Tochter von Aktar van Chattang (dieser nun 7 Jahre alt) welche ebenfalls an PRA erkrankte, im Alter von vier Jahren (!) belegt nach einem nicht mit den Chattang - Vorfahren verwandten Rüden.
Weiter Ende 1992,  der an PRA erkrankte Aktar van Chattang hat sein 6. Lebensjahr vollendet, - eine (!) 5 jährige Hündin aus dem Schweizer Wurf (Sohn/Mutter-Verpaarung) welche offiziell bekannt an PRA erkrankte...
Dies mit einem Sohn aus Asmin van Chattang der auch im ungarischen Zuchtbetrieb als Deckrüde eingesetzt war... Mit der Folge von weiteren von PRA betroffenen Nachkommen!

Erst wenn ein an gPRA-erkrankter Nachkomme erkannt wird, ist bei einem ar Erbgang sicher, dass die Elterntiere Träger des gPRA-Allels sind. Sie werden dann von der Zucht ausgeschlossen, haben aber möglicherweise schon mehrere Nachkommen gezeugt, die dann auch von der Zucht ausgenommen werden, um die Reduktion des gPRA-Allels in dieser Rasse zu erreichen.

Alle Nachkommen aus einem Elternpaar (Vater wie Mutter), welche einen an PRA erkrankten Nachwuchs haben, sind als Träger der Erkrankung anzusehen und für eine Weiterzucht zu sperren!

Manches könnte den Eindruck erwecken, als ob mancher Zuchtbetrieb solche Regeln ad absurdum führen könnte ...(?)
Die Regeln eines Erbganges, welcher aus Sicht der Wissenschaft, auch in seinen Regeln für diese Rasse bis heute nicht bekannt ist, - in einer Art "Hobbybastler" versuchen zu bestimmen, - würde bedeuten Testverpaarungen bewusst durchzuführen. Hoffnung zu haben, dass "Vermutungen" vielleicht "aufgehen" könnten.
Dazu wären, um solches fachlich durchzuführen, Wurfwiederholungen mit Nachkommen aus an PRA erkrankten Hunden notwendig = Das wiederholte in Kauf nehmen von erblindenden Hunden!!! 

Wäre es so, - an dieser Stelle möchten wir in diesem Zusammenhang noch einmal an das deutsche Tierschutzgesetz erinnern, - so ist es dennoch nicht gelungen die Erkrankung PRA züchterisch beim Do-Khyi, bis heute "sicher" kontrollieren zu können....!
Davon zeugt eine weitere "wahrscheinliche" PRA-Erkrankung eines in Deutschland lebenden Hundes der Rasse:
Wir hoffen, dass der aktuelle Erblindungsfall dieses Do-Khyi offiziell gemeldet wurde.

Inzwischen haben wir 2010. Viele Generationen von Do-Khyi haben das Licht der Welt erblickt und die einzelnen Blutlinien haben sich, angesichts der geringen Grundbasis an Zuchthunden, verdichtet. Es ist heute fast nicht mehr möglich einen in Europa oder klassisch in den USA gezüchteten Do-Khyi ohne Chattang - Blutlinie im Hintergrund der Ahnen zu erwerben...

Was bleibt ist der Rat an alle, die ihren Do-Khyi lieben, diesen auch einmal einer DOK - Augenuntersuchung zuzuführen und an die Verantwortlichen eine Bitte:
Erkrankungsfälle zu melden, diese der Wissenschaft zuzuführen um einen Gentest zu entwickeln. So, dass in Zukunft PRA - Genanlagen tragende Zuchthunde nicht ausschließlich durch den Blick in eine Glaskugel, - oder durch wieder an PRA erkrankte, erblindende Do-Khyi herausgefunden werden müssten!

@ Tibimaxe.de

Lest weiter:
Teil 1 Do Khyi Fundamental knowledge PRA
Teil 2 Do Khyi Resuming knowledge PRA


Damit ist die Reihe noch nicht abgeschlossen. Wir arbeiten daran Euch noch tiefer hinter die Kulissen blicken zu lassen! Teil 4 wird Euch Einblick geben können wie die Erkrankung in der Rasse verbreitet wurde.


Teil 4 Do Khyi PRA Ein Blick


Zum Abschluss der Serie werden wir Euch einen Blick in das Leben mit einem blind gewordenen Hund ermöglichen!





Sonntag, 21. März 2010

Do Khyi Resuming knowledge PRA

Do-Khyi Weiterführendes Wissen - zur PRA

Der interessierte Laie, Do-Khyi - Liebhaber und - Halter konnte hier einen umfassenden Einblick erhalten wie die erbliche Augenerkrankung PRA (Progressive Retina Athropie) in die Rasse Do-Khyi kam und auf welche Weise sich diese Erkrankung in der Rasse verbreiten konnte.
Es gibt unterschiedliche andere Hunderassen, welche ebenfalls die Augenerkrankung PRA, so wie  auch der Do-Khyi, neben verschiedenen anderen Augenerkrankungen kennen. Allerdings dürften es wenige Hunderassen sein, in welchen derart deutlich für Züchter zu erkennen war durch genau welche Zuchttiere eine  erbliche Erkrankung in eine Rasse kommt.
Trotz dieser guten Ausgangssituation ist es beim Do-Khyi nicht gelungen, das Ausbreiten, die Verbreitung dieser erblichen Augenerkrankung durch züchterische Maßnahmen zu verdrängen oder gar erfolgreich zu verhindern!

Es ist ja nicht so, dass nur und ausschließlich die gesamte Chattang - Blutlinie für die Zucht hätte gesperrt werden müssen und damit wäre ein allgemeines Risiko, - eine erbliche Erkrankung von vielen  Erkrankungen , für immer und ewig aus dieser Hunderasse auszuschließen...
Der Hintergrund der Chattang - Zuchthunde waren direkt aus den Ursprungsländern eingeführte, noch relativ "unverzüchtete," Importhunde.
Kann dann, - realistisch gesehen, eine "Auszucht", also das Einkreuzen von nicht mit der Zuchtpopulation verwandten, also "blutsfremden Zuchttieren" aus den Ursprungsländern der Rasse  Do-Khyi helfen wieder völlig gesund zu werden?

Alle Zuchtmodelle, - hin zu einer größeren genetischen Varianz, gehen davon aus, dass beim Auszüchten insgesamt möglichst nur mit gesunden und überprüft gesund gebliebenen Zuchttieren, - wie auch Importtieren, aus den Ursprungsregionen gezüchtet würde...
Allerdings gibt es keinen einzigen Hund auf der Erde welcher nur intakte erbliche Attribute hätte. Es ist bei der "Auszucht" (Outcrossing) immer auch das Risiko gegeben wieder auf einen Do-Khyi, welcher einen Teil der PRA unerkannt erblich weitergeben kann, züchterisch zu treffen...  
Auch wenn dieser aus Tibet kommt...

Bisher jedoch ist es eine Illusion und wird auch eine Illusion bleiben, mit zwar augenuntersuchten Zuchttieren zu züchten, bei welchen eine erbliche Augenerkrankung, - zum Beispiel die PRA, bis zu einem gewissen Lebensalter noch nicht erkannt werden kann.

Wie bereits ausgeführt:
Wie aus der Arbeit der Ruhruniversität Bochum in den Tabellen zu sehen ist der Do-Khyi, -  im Bezug auf den Ausbruch der Erkrankung, als "mittel" anzusehen. Das heißt erst mit dem vierten Lebensjahr wurde bei beiden teilnehmenden Hunden die PRA - Erkrankung erkannt.
Frühestens im Alter von ein bis zwei Jahren können die Veränderungen an den Sehzellen auf der Retina des Auges beim Do-Khyi mittels einer ophthalmologischen Augenuntersuchung erkannt werden. Ab diesem Zeitpunkt kann dem Halter frühestens eine beginnende und rasch fortschreitende Nachtblindheit auffallen...
Ein Do-Khyi in Deutschland kann und darf, ebenso wie Do-Khyis im Ausland noch vor dem Termin, - ab welchem diese Augenerkrankung überhaupt "sicher" erkannt werden kann, - gemessen an Zuchtvorschriften, zur Zucht eingesetzt werden...(!)

Wird eine PRA im späteren Lebensverlauf des Zuchthundes bekannt, ist es möglich, - alleine dadurch, dass man mit diesem Hund nicht mehr züchtet (!), die Erkrankung unerkannt und offiziell unbekannt zu lassen!

Eine zwingend abschließende PRA- Untersuchung aller in der Zucht aktiv gewesenen Do-Khyi - Zuchthunde, - zum Beispiel im 5./ 6., besser 8. Lebensjahr, gibt es bis heute nicht... (!)
Nur auf diese Weise ist es realistisch, wenigstens "nachträglich" aufgetretene oder "mittel bis spät entwickelnde," erbliche Augenerkrankungen in einer Rasse, bei deren aktiv gewesenen Zuchttieren, überhaupt lückenlos zu erfassen!

Generell wird in der Zucht auf das Verantwortungsbewusstsein von Züchtern gesetzt. 
Ein verantwortungsbewusster Do-Khyi - Züchter wird vor diesem Wissenshintergrund, verschiedener erblicher Augenerkrankungen und verschiedener, anderer Erkrankungen, welche zu einem späteren Zeitpunkt erst auftreten können, keinen Zuchtrüden und keine Zuchthündin bei der Rasse Do-Khyi noch vor deren Vollendung des dritten Lebensjahres, ohne eine zutreffende, offizielle DOK - Augenuntersuchung (!) zur Zucht eines Wurfes einsetzen...

Auf der anderen Seite würde es der Erlangung von umfassenden, nicht nur züchterischem Wissen über erbliche Augenerkrankungen dienen, würden Zuchtvereine keine derartigen Lücken, in der Kette der Kontrolluntersuchungen auf die tatsächliche Gesundheit, - auch nach einem Zuchteinsatz von Zuchthunden lassen...

Für den Laien und Hundehalter nicht uninteressant, - im Bezug auf das Recht des Hundehalters, dass derartige Lücken bei Nachweisen für "gesunde Zuchthunde" existieren und gelassen werden... (!)
DOK - Augenuntersuchungbefunde von den Eltern Eures Do-Khyi, Eures Rassehundes, sollten also genau betrachtet werden und mit den Verkaufsunterlagen sollten generell Kopien der Augenuntersuchungs-Befunde an den Hundekäufer ausgehändigt werden.

@ Tibimaxe.de

Lest weiter:
Teil 1 Do Khyi Fundamental knowledge PRA

Teil 3 Do Khyi Finally about PRA
im Teil 4, welcher derzeit in Arbeit ist, werden wir Euch noch tiefer hinter die Kulissen blicken lassen.

Teil 4 Do Khyi PRA Ein Blick

Zum Abschluss der Serie werden wir Euch einen Blick in das Leben mit einem blind gewordenen Hund werfen lassen!

Samstag, 20. März 2010

Do Khyi Welpen How to3

Do Khyi  Welpenerziehung Ohne Leine…

Natürlich kann ein geübter Do-Khyi auch vielleicht ohne Leine laufen…
Vor allem dann, wenn es denn schon ein weiser, älterer Do-Khyi ist.   Schon möglich, dass er wenn er mit seinen Kräften haushalten muss, abschätzen kann ob er einen Sprint zu einem fremden Hund, Menschen, oder hinter einem Hasen her unbedingt haben muss.
Das sieht vollkommen anders aus, bei einem jugendlichen, im Vollbesitz seiner körperlichen Kraft stehenden Rassevertreter, vor allem dann - wenn er in seiner rassetypisch verlängerten *Sturm- und Drang – Phase* ist. Er braucht länger erwachsen zu werden als bekanntere Rassehunde, - und damit ist gerade auch die Pubertätsphase verlängert...

Do Khyi - Maxe im Freilauf, Nov.09
 
Inzwischen haben wir unsere drei Do-Khyi, immer mit dem Ziel einen sicheren Freilauf zu erreichen, aufgezogen und erzogen.
Ohne Leine, wohl bemerkt nicht nur auf einem abwechslungsarmen Gelände, in allen Situationen welche ein Hund als Begleiter meistern können muss.
Schon in der frühen Welpenphase fällt auf, dass ein Do-Khyi nicht unbedingt an den Fersen seines Menschen klebt. Sich selbst bewusst, im weiten Kontakt *mit ziehend*, würde die Situation bei einem Do-Khyi – Welpen- und Junghund, wie Erwachsenen schon passender bezeichnen.  Sicheres heran kommen und Freifolge ist weder mit Motivation noch mit der so bezeichneten „harten Hand“ zu erreichen.
Zu viel *Zwang*, der für uns noch gar kein richtiges Zwingen sein muss,  beantwortet ein frei laufender Do-Khyi mittels Ausweichen. Eine ausreichende Freifolge ist bei einigen Rassevertretern mit einem starken Nervenkostüm bei seinem Menschen, sturem aber freundlichen Durchsetzungsvermögen und eisernen *Weiter ziehen* zu erreichen.
(!) Es ist klar, dass solches nicht im Umkreis viel befahrener Straßen und Bahnlinien einzuüben ist. Für das Einüben haben wir uns also viele *für den Hund sichere Gelände* suchen und aufsuchen müssen. Gerne haben wir uns das Übungsgelände im Wald gesucht.  Die Möglichkeit für unsere Do-Khyi, uns über Kilometer weit beobachten zu können und das Mitfolgen schleifen zu lassen, - möglichst nicht gewährend.
Eine 100 % sichere Freifolge, wie bei anderen Hunden, erreicht man nicht (!)

Die beginnende Erwachsenenphase trägt dazu bei, dass ein Do-Khyi auch seiner Art gerechte Aufgaben wahrnehmen muss. Dazu gehört das unter lautem Bellen gezeigte Wehren. Es ist für keinen überraschend querenden, fremden Menschen angenehm einem derart arbeitenden Hund gegenüber zu stehen.
Das Neugierverhalten, alles aus der Nähe ansehen zu können um Eindrücke zu gewinnen ist eine weitere Schwierigkeit, welche man nur durch häufige Kontakte mit alltäglichen und nicht alltäglichen Situationen befriedigen und damit für einen Ausgang ohne Leine sicherer gestalten muss.
Ohne Leine ist also für einen Do-Khyi nur möglich bei ständiger Umsicht „seines Menschen“ der in der Lage ist jede Änderung im Verhalten bei seinem Hund sofort zu erkennen, zu deuten und der Art des Do-Khyi entsprechend darauf einzugehen.
Dazu gehört die zeitige und oft auch nur kurzzeitige Sicherung des Do-Khyi an der Leine oder Brustgeschirr, um ein selbständiges Entweichen des Do-Khyi zu unterbinden und auch um  Gefahr für den Hund zu vermeiden!

Wir konnten die Erfahrung machen, dass ein Do-Khyi, welcher den Entschluss umsetzt etwas direkt aus der Nähe kennen zu lernen oder zu kontaktieren, generell nicht abrufbar ist. Er muss diese Handlung erst zu Ende führen.
Dort – vor Ort angekommen, kann man den Hund verbal, mit der Stimme, wieder erreichen und beeinflussen.
Dieses Verhalten bedeutete für unsere drei Do-Khyi, dass nur einer auch wirklich,  in jedem Gelände bei fast allen unseren Spaziergängen und Wanderungen, frei ohne Leine laufen durfte und darf.

Zwei würden bei einem aufgehenden Hasen oder Reh nicht schon beim Verlieren des Sichtkontaktes ihren Lauf stoppen, sondern deren Handlung geht über in die gezielte Suche nach dem Objekt,  geht also deutlich weiter – über in Jagdverhalten.
Seine Schnelligkeit und Kraft könnte aus einem Do-Khyi einen sicher erfolgreichen Jäger machen. Diese selbst belohnende Handlung für den Hund gilt es sicher zu verhindern. Ein Do-Khyi welcher erfolgreich allein draußen unterwegs war, wird dieses Erfolgserlebnis, wie alle anderen Hunde, immer wieder suchen wollen!
Seine weitere Erziehung wird also schwierig! Er wird immer wieder entweichen...

So laufen also bei erfahrenen Do-Khyi Haltern die meisten Do-Khyi in abwechslungsreichem Gelände an der Leine. Ebenso verhält es sich bei aufkommender Dämmerung, wenn beim Do-Khyi die rassetypischen Instinkte, das Misstrauen in der Dämmerung zum Schützen und Wehren deutlich intensiver erwachen.

 Do-Khyi - Ambi an der Schleppleine im Freilauf Nov.09 Unretuschiert

Einen großen Teil ihres Lebens werden also die meisten Rassevertreter zu ihrer eigenen Sicherung vor Unfällen im Verkehr und vielen Gefahren draußen, mehr an der Leine laufend verbringen.Ein Training für Do-Khyi und Halter im Umgang mit einer Schleppleine, welche nicht zu lang sein sollte, ist also wichtig.
Das bedeutet aber nicht, dass man es mit einer Erziehung seines Do-Khyi, hin zum Laufen ohne Leine, von Welpenzeit an nicht versuchen sollte!
Von Welpenzeit an geübt, so wie bei allen Hunden, mit einer leichten, runden Lederschleppleine gesichert wird man es als Halter schnell lernen einen Do-Khyi - Welpen öfter einmal "abholen" zu müssen. Diese "Besonderheiten" sind zeitintensiv und so sollte man keinen Spaziergang unter Zeitdruck planen. Jeder Ausgang mit dem Do-Khyi - Welpen muss dem Do-Khyi dienen - Seiner Erziehung, seiner Sozialisierung mit allen Umweltsituationen, Menschen und Hunden, - und wir sollten ihm "nebenbei" noch das Eine oder Andere beibringen. Balancieren, Klettern, kleine Sprungübungen angepasst an sein Alter...
Schon früh in seinem Leben können wir mit einem Fährtentraining beginnen. So werden die Ausgänge interessant für unseren Do-Khyi - Welpen und er wird mit Deiner Geduld und Konsequenz  eventuell  (!) lernen frei zu folgen.

@ Tibimaxe.de

Dienstag, 16. März 2010

Do Khyi Fundamental knowledge PRA

Do Khyi Grundsätzliches Wissen zur PRA

Vor einiger Zeit haben wir eine "Art Aufklärung" zur PRA beim Do-Khyi, - einer erblichen Augenerkrankung welche zur Erblindung führt, in Form einer Liste von sogenannten "an PRA erkrankten Hunden" und von angeblichen " PRA - Trägern" im Internet entdeckt.
Nun ist es für einen Laien und einfachen Do-Khyi - Liebhaber wenig informativ zwar etwas von PRA erkrankten und PRA-"womöglichen" Trägern zu lesen aber der Rest der Information, - wie die Erkrankung in die Rasse Do-Khyi kam, wie sie weiter verbreitet wurde und welche Zäsur das in der Do-Khyi - Zucht gerade in Deutschland bedeutete, bleibt im Verborgenen...

Leider ist es die Art solcher öffentlichen Darstellungen im Internet, dass nur von der PRA betroffene Tiere für die Öffentlichkeit benannt werden welche die Zwingernamen von "anderen Zuchtstätten" tragen....
Die Namen der als daran erkrankten "Betroffenen" und definitiv auch die daraus als Träger erkannten Do-Khyi welche aus einem deutschen Zuchtbetrieb stammten und auch die direkten, offiziell erkannten Trägerschaften dazu, sind in kundigen Züchterkreisen sicher nicht vergessen.

Niemand wird auf solche Weise aufgeklärt; darüber, dass es anfänglich Bestrebungen gab die Erkrankung PRA bei den Forschern Molekularbiologisch mittels DNA betroffener Do-Khyi abklären zu lassen. Eine erste Studie dazu wurde in der Schweiz in die Wege geleitet...,
...worauf in Deutschland ebenso in ein Forschungsprojekt an der Ruhr-Uni-Bochum Blutproben gegeben wurden.
Damit waren die Erforschungsbemühungen bereits von Beginn an "gesplittet" und in der Konsequenz, - angesichts der Seltenheit der Rasse, - in Frage gestellt. 
Beide Studien verliefen dann auch für den Do-Khyi, mangels Akzeptanz bei den Züchtern, im Sande!

Es ist vor dem Hintergrund der Zahl der an PRA erkrankten Do-Khyi damals, alleine in Deutschland, schon auffallend, dass in der wissenschaftlichen Studie an der Ruhruniversität Bochum dann nur "ganze zwei Blutproben von zwei erkrankten Tibet Mastiff (Do-Khyi)" landeten.
Schon alleine der eine betroffene Zuchtbetrieb in Deutschland hätte erheblich mehr an Blutproben- und womöglich Gewebematerial zur Abklärung dort einsenden können...
Noch dazu, nachdem dieser die zweite Möglichkeit der Probeneinsendung in Deutschland vermittelt hatte...
Doch immerhin haben diese zwei Blutproben Eingang in die wissenschaftliche Arbeit gefunden. Auf einen erfolgreichen Gentest um tatsächliche PRA-Träger-Do-Khyi vorbeugend erkennen zu können wartet man leider bis heute, - mangels Material für die Forschung vergebens...

Es bleibt also weiterhin die Augenuntersuchung bei den spezialisierten Ärzten des DOK-Kreises und bei Erkennung einer aktuellen Erkrankung der zutreffende Zuchtausschluss beider Eltern des Hundes, sowie ihrer eventuellen Nachkommen und seiner Geschwister, nachdem mit Trägerschaft für PRA zu rechnen ist.

Die Erkrankung PRA = gPRA (generalisierte Progressive Retinaatrophie) ist hier in diesem Beitrag, für Do-Khyi - Halter und - Liebhaber verständlich und umfassend beschrieben.
Sie ist wie aus dem Ergebnis der Ruhruniversität Bochum ersichtlich für den Do-Khyi (Tibet Mastiff auch TM gekennzeichnet, unter anderem Seite 8, 19, 56)) kein dominanter Erbgang, sie liegt aber auch nicht auf den Gensequenzen anderer auch von gPRA betroffenen Hunderassen, für welche heute schon ein Gentest zur Frühesterkennung von Trägertieren existiert.

Es benötigt also immer für diesen verborgenen Erbgang (rezessiv) zwei Trägertiere, damit die Erkrankung zum Ausbruch kommen kann...(!)
Auch ein an PRA erkrankter Do-Khyi kann nur sein halbes Erbgut an seine Nachkommen weiter geben. Seine Nachkommen sind also alle (!) für diese Erkrankung Erbgut tragend.
Da nimmt es Wunder, dass auf den besagten Listen für eine Öffentlichkeit zwar eine Hündin als erkranktes Tier geführt wird, ihr Zuchtpartner jedoch, in dieser Verbindung, - aus welcher weiter erkrankte Do-Khyi in Deutschland in der Vergangenheit aufgetreten sind, keine Entsprechung als PRA - Träger im "Info-Angebot" des Internet findet.

Nein, wir werden hier nun nicht die Listen der an PRA erkrankten und deren Eltern als Träger komplettieren!
Ein Laie und normaler Do-Khyi - Halter wird damit nichts anfangen können und - aufgrund der Jahre die vergangen sind - auch kein Züchter. Eventuelle Träger aus solchen Vorfahren können also bis in die heutige Zeit noch vorkommen und sind bis heute generell nur anhand von an PRA erkrankten Do-Khyi zu erkennen!

Hier geht es um das Wissen wie diese Erkrankung ihren Weg in die Rasse Do-Khyi nahm:
Wie aus der Arbeit der Ruhruniversität Bochum in den Tabellen zu sehen ist der Do-Khyi, -  im Bezug auf den Ausbruch der Erkrankung, als "mittel" anzusehen. Das heißt erst mit dem vierten Lebensjahr wurde bei beiden teilnehmenden Hunden die PRA - Erkrankung deutlich erkannt.
Frühestens mit ab dem Alter von 1. bis 2, Jahren können die Veränderungen an den Sehzellen auf der Retina des Auges beim Do-Khyi mittels einer ophthalmologischen Augenuntersuchung erkannt werden. Ab diesem Zeitpunkt kann dem Halter frühestens eine beginnende und rasch fortschreitende Nachtblindheit auffallen...

Die Erkrankung kann nicht behandelt werden und begleitend kann im weiteren, fortgeschrittenen Verlauf ein Katerakt hinzu kommen, - als Begleiterkrankung.

Für den Tierarzt zeigen Tiere mit fortgeschrittener PRA recht typische Symptome. Die Pupillen sind weit und reagieren kaum oder gar nicht auf das einfallende Untersucherlicht. Es besteht ein deutlich verstärktes „Leuchten“ des Augenhintergrundes (Hyperreflexie)
Vor diesem Hintergrund aus dem zitierten Text des obigen Verweises könnte man dieses Foto auch betrachten... Aber um Aussagen zu treffen ist generell eine fachlich fundierte Augenuntersuchung bei einem DOK-Augenspezialisten erforderlich!

Jeder DOK - Augenspezialist weiß darum, wie die Erkrankung PRA in die Rasse Do-Khyi gekommen ist und so wird bei dieser Augenuntersuchung nicht selten die Empfehlung ausgesprochen, -  bei einem Do-Khyi mit "Vorfahren-Hintergrund" aus der Chattang - Blutlinie, mehrmals (!) im Leben eines Do-Khyi eine Augenuntersuchung durchführen zu lassen...

Der Rüde Aktar van Chattang, geb. 1986, war an PRA erkrankt. Er wurde im Alter von 2 Jahren in einen Zuchtbetrieb nach Deutschland eingeführt und hatte im Alter von drei Jahren aus einer Tochter seines Onkels Asmin van Chattang , welcher ein Jahr vor ihm in denselben Zuchtbetrieb eingeführt wurde das erste Mal Nachkommen in Ungarn, also 1989.
Ebenso in den darauf folgenden Jahren im Alter von vier und fünf Jahren in Deutschland. In Ungarn  ging die Zucht weiter mit weiter mit zwei Söhnen seines Onkels. Hier mit einer Hündin welche aus seinem Großvater Asta Chumum van Chattang stammte, also mit einer Halbschwester von ihm. In der Folge wurden aus dem betroffenen ungarischen Zuchtbetrieb sehr viele, verschiedene Nachkommen aus diesen vier Wurfwiederholungen nach Deutschland in jenen Zuchtbetrieb eingeführt.
Ein paar wenige davon wurden zu Stammhunden anderer deutscher Züchter, welche damit eine Zucht aufbauen wollten... Betroffen waren der A bis D - Wurf des ungarischen Zuchtbetriebes.

Ein Einblick in die Ahnentafel von Aras So Tiang aus dem Stern-Artikel über einen Hundehandel, unter anderem auch mit der Tibet Dogge, - zeigt sehr schön ein Zuchtbild mit den damaligen, dann bekannten PRA - Trägern dieser erblichen Augenerkrankung:

Aus Asmin van Chattang und Bhotoo Bellana van Chattang, einer Mutter-/Sohn - Verbindung stammte in der Schweiz bei einem Züchter ein Wurf aus 1987. Bei den Tieren welche in der Schweiz blieben ist drei Jahre nach der Geburt der Hunde, also Ende 1990/Anfang 1991 bei einer Augenuntersuchung aufgefallen, dass sich eine PRA entwickelt.
Der Zeitpunkt der offiziellen Meldung nach Deutschland ist bis heute in Deutschland noch strittig.
Ende 1991 waren in Deutschland aus diesen gewählten Zuchtverbindungen in jenem Zuchtbetrieb der A-Wurf bis zum L-Wurf betroffen und in seinen Nachkommen für das Zuchtgeschehen als PRA - Träger anzusehen.

Weitere Geschwister und nah Verwandte der Chattang-Do-Khyi standen in Frankreich in der Zucht. Von dort wird zwar in dem Buch "Hirtenhunde" von Roswita Hirsch-Reiter im Text die PRA als  "Gesundheitsproblem beim Do-Khyi in Frankreich" erwähnt, die einzelnen an PRA erkrankten Do-Khyi und PRA - Träger der französischen Do-Khyi - Zucht sind jedoch nicht offiziell bekannt geworden.

Für die deutsche Zucht war das offizielle "Bekannt" werden eine Zäsur. Ein paar Züchter hatten bereits mit Nachkommen aus Ungarn gezüchtet, andere mit Nachkommen aus Deutschland als deren PRA - Trägerschaft bekannt wurde. Die Folge war das Einstellen der Zucht mit diesen Hunden und die Beschaffung von Do-Khyi - Zuchthunden aus anderen Blutlinien.
Dennoch, - die ungarischen Nachkommen waren aus dem europäischen Zuchtgeschehen nicht mehr heraus zu bekommen. Ebensowenig die französischen Nachkommen und auch in Deutschland wurde mit ein paar Nachkommen noch weiter gezüchtet. In der Schweiz führte ein Züchter die Blutlinie weiter.

Inzwischen haben wir 2010. Viele Generationen von Do-Khyi haben das Licht der Welt erblickt und die einzelnen Blutlinien haben sich angesichts der geringen Grundbasis an Zuchthunden verdichtet. Es ist heute fast nicht mehr möglich einen in Europa oder klassisch in den USA gezüchteten Do-Khyi ohne Chattang - Blutlinie im Hintergrund der Ahnen zu erwerben...

Es hilft also eine Liste von vermuteten Trägern aus vergangenen Zeiten - nichts. Vor allem dann nicht, wenn Lesern jene Do-Khyi welche an der damaligen Zucht, - der deutlichen offiziellen Erkennung von erkrankten Do-Khyi und PRA-Erbträgern, - welche die PRA - Erkrankung an diese, von der "PRA-Betroffenen" Do-Khyi vererbt haben, namentlich, - aufgrund ihres Zwingernamens in einer öffentlich präsentierten Liste für Internet - Leser nicht genannt, also vorenthalten werden!

Auf Züchter kann eine derartige Aufzählung nicht abzielen. Züchter wissen normalerweise wie und wo  - und wodurch die PRA in die Rasse kam und wie das Krisenmanagement damals 1990 und 1991 stattgefunden oder nicht stattgefunden hat...

Es mutet ja auch befremdlich an, dass erst nach der offiziellen Weitergabe der PRA - Erkrankungsfälle aus der Schweiz, die Erkrankung PRA beim Do-Khyi in ein offizielles Licht gerückt wurde.

Die aktive Zucht mit dem später direkt an PRA erkrankten Aktar van Chattang bis in dessen vollendetes 5. Lebensjahr mit ebenfalls als Träger erkannten Tieren in Ungarn aber auch in Deutschland darf sicher zum Nachdenken anregen...

Was bleibt ist der Rat an alle die ihren Do-Khyi lieben, diesen auch einmal einer DOK - Augenuntersuchung zuzuführen und an die Verantwortlichen die Bitte:
Erkrankungsfälle zu melden, diese der Wissenschaft zuzuführen um einen Gentest zu entwickeln. So, dass in Zukunft PRA-Träger nicht ausschließlich durch den Blick in eine Glaskugel, - oder durch wieder an PRA erkrankte Do-Khyi herausgefunden werden müssen!

In Falle eines von der Erkrankung betroffenen Do-Khyi bleibt heute nur; - beide Eltern, die Geschwister und den Betroffenen, sowie alle seine Nachkommen für die Zucht zu sperren.
Das ist eine große genetische Einschränkung einer kleinen, seltenen, eng miteinander verwandten Rasse welches die Zucht, - hin zu genetischer Varianz, von damals bis heute erheblich erschwert...

@ Tibimaxe.de

Der wirkliche Do-Khyi - Freund und - Liebhaber hilft mit, den Do-Khyi zuliebe, ihnen diese Erkrankung zu ersparen!

Lest weiter auch:

Damit ist die Reihe noch nicht abgeschlossen. Wir arbeiten daran Euch noch tiefer hinter die Kulissen blicken zu lassen! 
Teil 4 Do Khyi PRA Ein Blick 

Zum Abschluss werden wir einen Blick in das Leben mit einem blind gewordenen Hundes werfen!