Do Khyi Maxes Blog

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Mittwoch, 24. November 2010

Populationsgenetik und Do-Khyi - Zuchtvereine

Speziell auch - aber nicht nur - in der in Deutschland zu betrachtenden Zucht der Rasse Do-Khyi, auch Tibet Dogge oder Tibet Mastiff genannt, wird seit einigen Jahren - mit dem Begriff Sicherheit und Gesundheit - bei gezüchteten Hunden und Welpen aus Zuchtvereinen auch außerhalb einsehbarer Kontrolle, zum Beispiel durch Grundstandards beim VDH Verband geworben. Ist es realistisch Aussagen - egal ob auf privaten oder organisierten Seiten - im Internet unbesehen Glauben zu schenken?

Es ist schon interessant für den Do-Khyi - Halter - und jene welche es werden wollen - einen Blick in manche Aussage zur Bewerbung von Do-Khyi - Zuchtvereinen zu werfen.  Wir haben eine sehr eigenwillige Interpretation zur Ursache der Zunahme von Krankheiten bei Rassehunden, ja sogar Erberkrankungen speziell zur Rasse Do-Khyi gefunden. Das gleich in Verbindung mit der Aussage...
dass Zuchtvereine bei Hunderassen Verbraucherschutz betreiben...

Derartige Darstellungen - bei Nennung der drei derzeit in Deutschland aktiv um Rasseinteressenten werbenden Zuchtvereine - sollen womöglich eine Art "Gleichartigkeit" der verschiedenen Zuchtvereine im Werben um den Absatz von Do-Khyi - Welpen - quasi als ein Versprechen auf "Sicherheiten und Garantien" - beim Welpenkauf bewerben.

Interessant werden derartige Aussagen dann wenn es sich um die "Erfahrungen und Kenntnisse" - also das fundamentale Wissen (!) -  eines Funktionärs aus einem dieser Zuchtvereine handelt.

Werden Rassehunde durch Zuchtvereine gesünder?

Werden Rassehunde durch Zuchtvereine gesünder? 
Im Umkehrschluss:  Werden Rassehunde ohne Zuchtvereine kränker? Treten Erberkrankungen erst dann auf - wie in der Interpretation des Funktionärs zu finden und nehmen sogar noch zu - wenn außerhalb von Zuchtvereinen gezüchtet wird?
Wir sprechen hier ausdrücklich nicht von der Zucht von Hunden in der Massenvermehrung und im Welpenhandel, wobei manches in der Verkaufswelt der Hundezucht und bei diversen Zuchtvereinen nicht eindeutig und leicht davon zu trennen ist!
Welche Rolle spielen also dabei die, je Zuchtverein hoffentlich auch vorgenommenen, Gesundheitskontrollen der Zuchttiere und ein dabei hoffentlich sicher durchsetzbares, von Zuchtvereinsinteressen und dessen Züchtern unabhängiges Qualitätsmanagement?
Welche Rolle ist dabei eigentlich dem Züchter der Hunde zugedacht?

Beim Betrachten dieses Themas spielt die Populationsgenetik eine große Rolle.
Speziell wenn Vereinsfunktionäre dafür werben, dass künftige Halter einer Hunderasse - wie dem Do Khyi - helfen sollen das vermehrte Auftreten von Erbkrankheiten zu vermeiden, indem nur Hunde erworben werden welche bei einem Züchter geboren wurden - der einem der drei in Deutschland aktiven Zuchtvereinen angehört!
Natürlich stellt sich die Frage welches Wissen um Erbgänge, Vererbung und Populationsgenetik liegen denn bei - nicht selten auch verantwortlichen - Funktionären von Zuchtvereinen vor? Sind unerwünschte Erbgänge tatsächlich von den Käufern zu verhindern?
Wodurch ist denn das Erscheinen - als Erkrankungen - von unerwünschten Erbgängen überhaupt entstanden? Durch das Kaufverhalten von Hundehaltern oder durch die Mechanismen der Hundezucht bei den Hundezüchtern?

Nun lesen wir noch, dass Zuchtvereine für den Käufer eines Rassehundes als eine Art Vorteil und sicherer Verbraucherschutz angepriesen werden. Sind Reglements (Regeln) in Zuchtvereinen - nach welchen sich Manche ehrlich bemühen zu züchten und Andere weniger - zutreffend für eine rechtliche Überprüfung, im dem Fall wenn ein gezüchteter Nachkomme aus einem Zuchtverein eine Krankheit, ja sogar eine Erberkrankung entwickeln sollte?

Haftet der Zuchtverein oder der Züchter (Qualitätshaftung)? Wann haftet überhaupt jemand wenn Erberkrankungen auftreten, außer dem gezüchteten Hund samt seinem Halter?

Um zu diesem Thema Wissen und klare Sicht zu vermitteln machen wir einen kleinen, leicht verständlichen Ausflug in die Populationsgenetik - speziell die Rasse Do-Khyi betreffend.
Do-Khyi Katerakt: Unklare Ursache mangels offizieller Meldung
Erst vor Kurzem ist uns der Blick der Augen eines renommierten Zuchttieres der Rasse Do-Khyi aufgefallen. Dieser Do-Khyi aus den "frühen bis mittleren Züchter-Pionierzeiten" war ab einem gewissen Alter völlig blind.

Eine offizielle Meldung zu dessen oder zur Ursache der Erkrankung, so dass alle Züchter und Zuchtvereine der Rasse darüber Information darüber hätten - gibt es nicht!Dieser Do-Khyi lebte in Deutschland. Als dort nach den ersten PRA-Augenerkrankungen in der Rasse die Untersuchungspflicht auf erbliche Augenerkrankungen eingeführt wurde hat sich dieser - an Zuchtvereinsreglements verpflichtete - Züchter, bei welchem der Hund damals lebte und wirkte, von diesem Do-Khyi getrennt.

Der Hund wurde an einen Züchter ins Ausland verkauft. Im Ausland gab es noch keine Untersuchungspflicht (auch heute in vielen Ländern) welche auf womöglich erbliche Augenerkrankungen hindeuten könnte!

Mit diesem Do-Khyi wurde dann abschließend auch im Ausland gezüchtet. Heute sind dessen Nachfahren überall auf der Erde, auf jedem Kontinent lebend zu finden. Nicht selten wieder als Zuchthunde in Zuchtvereinen.
Auch andere Do-Khyi mit dieser Variante von einer oder verschiedenen Augenerkrankungen sind in der damaligen Zeit aufgefallen.
Do-Khyi erblindet: Erscheinungsbild Katerakt

Womöglich (aber nicht unbedingt) wissen von diesen auftretenden Augenerkrankungen - die zur völligen Erblindung führen - ein paar wenige, zufällig informierte Züchter der Rasse welche sich schon lange Zeit mit der Zucht des Do-Khyi beschäftigen. Die Zuchtvereine und offiziellen Stellen indes wurden über dieses Wissen bis heute in Unkenntnis gelassen!



Do-Khyi Welpe mit deutlich erkennbar angeborenem Katerakt







So kam es, dass neben einigen "insgeheim" aufgefallenen, derartigen Augenerkrankungen vor Kurzem - dieses Mal bei einer ungewollten Verpaarung - wiederum Nachkommen mit einem deutlich erkennbarem Katerakt aufgetreten sind. Die gesamte Population Do-Khyi - weltweit - kann inzwischen mit diesem Erbfehler behaftet sein!

Hatte nun der "außerhalb" eines Vereines gezüchtete Wurf mehr Risiko an dieser Form einer erkennbar erblichen Augenerkrankung zu erkranken? Oder ist es dort nur "etwas öffentlicher aufgetaucht"?Wer trägt eigentlich die ursprüngliche Verantwortung für die weltweite Verbreitung von Erbfehlern - wenn nicht die in Zuchtvereinen organisierten Züchter?
Diejenigen welche ihre Zuchthunde, die einen Erbfehler offenbaren, scheinbar lieber wiederum an Züchter verkaufen, als deren Untersuchungsergebnisse oder Ergebnisse bei deren Nachkommen für alle Züchter und die Population der Rasse weltweit bekannt zu machen (?)!

Es liegt in der Natur, der Art und Form unserer Rassehundezucht, dass die Population aller Zuchthunde auf ein und dieselben Ahnen zurück zu führen ist. Egal ob in oder außerhalb - oder in welchem Verein gezüchtet wird.  Alle Züchter - auch die außerhalb eines Vereines - greifen bei der Vermehrung einer Rasse auf dieselben Gründerahnen zurück.
Woher aber kommen solche (Beispiel oben) Erbfehler in einer Hunderasse? So, dass deren Existenz möglichst keinem Zuchtverein, keinem erfahrenen Züchter, außer zufällig informierten oder womöglich durch praktische Erfahrung - eventuell bei langjährig praktizierenden Züchtern - bekannt geworden ist?

Wohl bemerkt in einer bestimmten Konstellation, bei Vorliegen einer besonders hohen genetischen Gleichartigkeit - welche ja im System der Rassehundezucht angestrebt wird um für Schönheits-Ausstellungen konforme Hunde der Rasse zu erreichen - werden diese Augenerkrankungen dann zwangsläufig immer häufiger in dieser Hunderasse - hier dem Do-Khyi - dann auch im klinischen Erscheinungsbild - als Erkrankung - auftauchen!

Wie sollte denn ein Zuchtverein solche Regelmechanismen der Populationsgenetik bei der Zucht von Rassehunden wirksam - quasi als eine Art "Verbraucherschutz" - eingrenzen können, wenn das Vorliegen - das Auftreten von Erbfehlern - den Zuchtvereinen in der Kenntnis und dem Wissen darüber "vorenthalten" werden?
Solches kann geschehen - wie man sieht - durch Rassehundezüchter welche nicht ehrlich sind derartige "Fehler" ihrer Zuchttiere - von Zuchttieren eines Zuchtvereines - offen zuzugeben.

Ist dann eine Augenuntersuchung der Elterntiere vor einem geplanten Wurf überhaupt eine Möglichkeit, solche "mittel- bis spät auftretenden Augenerkrankungen", welche erkenntlich erblicher Natur scheinen, wirksam für die gesamte Population einer Rasse, dem Do-Khyi einzugrenzen - zu selektieren (auszulesen)?

Man kann also sagen, dass nur eine abschließend vorgenommene Augenuntersuchung - aller in der Zucht tätig gewesener Zuchttiere - ab einem gewissen, höheren Alter, also womöglich lange nach deren Zuchteinsatz, dem weltweit alle Zuchttiere dieser Rassepopulation unterzogen werden müssten - dann einen tatsächlichen Aussagewert für diese, die betroffene Rassepopulation haben kann!
Ohne eine derartige, weltweite Regelung für alle Züchter und Zuchtvereine sind angepriesene Augenuntersuchungen vor einem Zuchteinsatz nichts weiter - als reine Augenwischerei - Das Papier nicht wert zum Schutz von Hund und Halter auf welchem diese geschrieben sein sollten!

Die Lücken im System der Hundezuchtvereine sind wohl bekannt!
Züchter welche sich nicht einmal an solche "Minimalst - Kontrollen" halten wollen wandern nicht selten ab und gründen - Eigens auf ihre Interessen zugeschnittene Zuchtvereine!

Dort vor Ort kann man dann eine Auswertung von hoffentlich durchgeführten Augen- oder Gesundheitsuntersuchungen -  die ausführende Stelle wenn überhaupt - selbst bestimmen! Das betrifft also alle vermeintlichen Kontrollen, welche so angeboten werden, als ob diese der Sicherung von "Verbraucherinteressen" dienen könnten!

Der Artikel wird fortgesetzt:
Populationsgenetik und Do-Khyi - Zuchtvereine II

@ Tibimaxe.de

Dienstag, 9. November 2010

Quo Vadis Rassehund

Mittwoch, den 3.11.2010 in der RTL Sendung Stern TV bei Günter Jauch wurde das Thema Rassehund behandelt. Nein, es ging beim Thema nicht um Hundehändler wie man das aus dem Titelinhalt hätte vermuten können...
Der Titel:  "Reine Rasse und doch verkrüppelt - Das miese Geschäft mit kranken Tieren" war für die Rassehundezuchtwelt in einigen Vorankündigungen aus "Hunde-Fach-Foren" wohl erst einmal irreführend.

Stern TV hat gezielt erneut die Rassehundezucht, deren Praktiken und im Endergebnis das Thema "Qualzucht" bei Rassehunden aufgegriffen. Zum Interview geladen eine davon betroffene Hundehalterin, ein betroffener Rassezüchter welcher den "Toller" betreut und der derzeitige 1. Vorsitzende des VDH.
Vorab wurden Hunderassen gezeigt, deren Zucht heute bereits nachgewiesen als eine Qualzucht definiert werden kann. Es wurde in der Sendung deutlich darauf hingewiesen, dass wesentlich mehr Hunderassen als betroffen bezeichnet werden müssen. Auch die Erkrankung Epilepsie wurde im Filmbeitrag erwähnt.
Speziell auch die extreme Verwandtschaftszucht bei Rassehunden, die Inzucht welche auf Inzestzucht aufbaut wurde an einem Schaubeispielbild, welches mehr als einmal gezeigt wurde, allgemeinverständlich dargestellt und als Qualzucht  (!) definiert!
Es ist damit die Rassehundezucht, organisiert unter der Federführung auch des VDH und FCI in den Blickpunkt gerückt. Einleitend wurden ein paar wenige Filmaufzeichnungen aus "Pedigree dogs exposed" gezeigt um dann auf eindeutig in Deutschland - im VDH - Verband gezüchtete Hunde - zu verweisen.

Für die Öffentlichkeit erschreckende Bilder!
Während in Großbritannien beim Kennel Club inzwischen verstärkt Maßnahmen und auch direkt Änderungen von Rassestandards vorgenommen wurden und werden, wartet die Rassehund - Liebhaberwelt in Deutschland und auf dem Kontinent bei einigen Rassen (leider viele) immer noch vergebens.

Vertrauen in den Rassehund, erworben in den frühen 1950er bis Beginn der 1970er Jahre - des vergangenen Jahrhunderts (!) - scheint verloren. Was aber schadet den Rassehunden eigentlich im Wettbewerb um den Handel mit Hundewelpen?
Sind es Veröffentlichungen wie diese?

Aufschreckend für den Zuschauer, in diesem Interview mit Herrn Jauch, sind die Stellungnahmen zur Verantwortung aus der Rassehundezuchtwelt:
Deutlich wurde auf das Verbot der Zucht solcher Nachkommen durch das Tierschutzgesetz §11 durch den Moderator hingewiesen. Dieses nochmals - nach der Frage "weshalb der VDH das seinen Züchtern nicht einfach verbietet" und dem Übergehen einer klaren Antwort von dieser Seite welche Verantwortung übernehmen könnte - noch einmal betont:
Das Verbot Nachkommen zu züchten bei welchen Leiden, Schäden und Verhaltensausfälle erwartet werden können...

Der Zuschauer der Sendung erhält durch solche Vorgänge den Eindruck, dass sich die Rassehundezucht an das Gesetz, hier das Tierschutzgesetz, nicht unbedingt gebunden fühlt. Es wäre ja sonst keine derartige Sendung mit diesem aktuellen Thema notwendig.

Jedermann, welcher Hunde kennt - und das sind in unserer Gesellschaft alle Menschen - ist über einen Fitnesstest für die Hunderasse Mops, bei welcher ein Hund über eine  (in der Länge im Interview nicht definierte) Strecke laufen muss ohne Schweratmung zu zeigen, zum Erhalten einer Zuchtzulassung sicher nicht belustigt.
Sollte das alles sein was die Rassehundezucht bereit ist zu unternehmen? Was ist mit jenen welche diesen Test mangels einer Hundeschnauze (!) nicht mehr bestehen, leiden diese Hunde nicht?
Was ist mit dem Tierschutzgesetz in der Rassehundezucht?
Diese Frage stellen sich nach dieser Fernsehsendung sicher noch wesentlich mehr Menschen. Die Übertragung wird nicht nur bei den Hundehaltern diskutiert!

Es erübrigt sich fast auf den Vermerk zu dem betroffenen und operierten, im Übertragungsstudio anwesenden Cavalier King Charles Spaniel hinzuweisen. Laut der Bemerkung durch den Rassezuchtverbandvorsitzenden ist die Zucht mit speziell "diesem" Hund dann zur Sicherheit verboten...
Ja was denn nun - mag sich der Zuschauer fragen: Was aber ist mit dessen Eltern und Geschwistern?

Es gibt in unserer Menschengesellschaft noch ein gesundes Bewusstsein für das Vermeiden und Entstehen von angeborenen Erkrankungen. Die Rassehundezuchtwelt hat das womöglich - bei allem "Rassedenken" - inzwischen vergessen!
Wer also schadet dem Ruf des Rassehundes?

Es hat bereits in der Vergangenheit aus der Rassehundezucht selbst nicht an öffentlichen Mahnungen - um absehbaren Schaden vom Rassehund abzuwenden - gemangelt. Um so mehr erstaunt den Zuschauer, dass nun derzeit 2010 innerhalb derselben mit Erhebungen "begonnen" wird, welche so wörtlich:  "Schleppend und lückenhaft" laufen...

Bereits im Jahr 1978 (!) nach einer Serie in der Zeitschrift Stern ist im Stern Verlag das Buch des Autoren Heiko Gebhardt "Du armer Hund" erschienen. Eine Neuauflage desselben wäre auch heute noch - auch im Hinblick auf die Schönheits - CACIB - Ausstellungen - aber nicht nur, erschreckend aktuell!

Der erste deutliche Hinweis und Aufklärung auf den großen Irrtum in der Rassezucht, durch das Festlegen auf Inzucht und Championatszucht wurde bereits im Jahr 1986 (!) öffentlich für Jedermann durch die Autoren Walter Schleger und Irene Stur in deren Buch "Hundezucht in Theorie und Praxis" gegeben.
Leider haben wir gerade in dieser Zeit mit Dr. Hans Räber einen der letzten Kynologen verloren. Dieser hat im Jahr 1999 (Ersterscheinung), womöglich ernüchtert das Buch "Vom Wolf zum Rassehund" geschrieben. Er war immer ein Befürworter und Mentor der Rassehundezucht. Dieses, sein letztes Werk war für die Rassehundezucht eine deutliche Mahnung, welche an Aktualität bis heute die Versäumnisse, nicht nur der vergangenen 11 Jahre widerspiegelt!

..." Die Folge dieser falsch gesetzten Zuchtziele sind Formen, die dem Hund ein artgerechtes Leben weitgehend unmöglich machen und dazu führen, dass in den Medien von "Qualzuchten" die Rede ist, so dass der Rassehund pauschal in Misskredit gebracht wird. Aufzuzeigen, wo diese Grenzen gesetzt werden müssen, wenn der Rassehund noch eine Zukunft haben soll, ist ein wichtiges Anliegen dieses Buches..."

..."Dringend notwendig ist die Säuberung der Standards von sinnlosen und unbiologischen Forderungen, die im Extremfall zu schwerwiegenden Defekten führen müssen..."
Zitat: Dr. h. c. Hans Räber

Als Mitglied der FCI Kommission hat er sich leider nicht mehr deutlich genug gegen den Einsatz der Inzucht in der Rassehundezucht abschließend ausgesprochen. In seinem, in der ersten Auflage 1969 (!) geschriebenes Buch "Brevier neuzeitlicher Hundezucht" befürwortet er Verwandtschaftszucht und Engzuchtmethoden. Bis heute ist diese Darstellung, ohne "Neuauflage" heutigen Wissens in den Köpfen und Meinungen von Rassezüchtern zu finden! Sein Appell an die Zucht: Deutlich erkenntliche Qualzucht - Übertreibungen bei Rassehunden aus der Zucht heraus dringend abzustellen, um zu vermeiden, "dass der Rassehund in der Öffentlichkeit in Misskredit gebracht wird" und Medien, sowie Gesetzgeber die Zukunft des Rassehundes bestimmen!

In der Erstauflage im Jahr 2000, erschien vor 10 Jahren das Buch "Quo Vadis Canis" von Dr. Dieter Fleig, welches sich unter anderem speziell diesem Thema der "Qualzucht" und den Fehlentwicklungen der Hundezucht widmet. Ja es versucht sogar dem Rassehund und Hund in der Gesellschaft eine Neudefinierung des Daseinszweckes und die Notwendigkeit der Hundehaltung für unsere Gesellschaft zu beschreiben!
Es war schon vor 30 Jahren schwierig offiziell Änderungen, Besinnung anzumahnen. An solchen Nebenschauplätzen für die Hundezüchterwelt, dem Schaffen eines Bildes, hat sich bis heute nichts geändert!

Vor dem Hintergrund dieses Wissens und solcher öffentlichen Ermahnungen seit über 30 (!) Jahren an die Verantwortlichen - dringend eine Erneuerung aus der Rassehundezucht heraus vorzunehmen, anzudenken und umzusetzen - ist bis zur Übertragung beim RTL, Stern TV  "Reine Rasse und doch verkrüppelt - Das miese Geschäft mit kranken Tieren" - bisher "nur" der Beginn von Erhebungen bei Tierärzten und Rassezuchtvereinen als Maßnahme genannt geworden, welche zudem nach Aussage im Interview "schleppend und lückenhaft" laufen.

In der Zwischenzeit diskutieren Hundeliebhaber den Rassehund eher als ein Risiko in der Anschaffung und die "Hundezüchterwelt" widmet sich auffallend der Produktion von "Mischlingshund - Neukreationen"
Nur: Gesünder sind solche nicht unbedingt, sei einmal von exzessiven Qualzuchtmerkmalen abgesehen. Die "Zuchtmethoden" welche zum Niedergang der Rassehunde führen sind bei "züchterischen Neukreationen" wohl eher dieselben und zudem - ohne jede Kontrolle!

Als ein letzter Kynologe und Mahner der nicht müde wird "für den Erhalt des Hundes" zu  plädieren - für ein Umdenken in der Rassehundezucht - ist derzeit Dr. Hellmuth Wachtel eindringlich aktiv.
Sein erstes Buch, das erste Buch zur Populationsgenetik  "Hundezucht 2000" welches deutlich und eindringlich, allgemeinverständlich die Irrtümer in der Rassehundezucht aufzeigt, welche zum Niedergang nicht nur der Rassehunde, sondern des Hundes in Gesundheit und Wesenseigenschaften führen können, ist seit dem Jahr 1997 (!) öffentlich jedermann nicht nur in der Hundezüchterwelt zugänglich!
In seinem Buch "Das Buch vom Hund" aus dem Jahr 2002 (!) hat er diese Mahnungen unter anderem nochmals nachgewiesen und erneuert. Dieses Buch betont mit einem Ausflug in die Kynologie die Symbiose zwischen Mensch und Hund - Weshalb es eine Notwendigkeit ist den Hund in unserer Gesellschaft zu erhalten! Der Autor wird bis heute nicht müde, auch bei Rassezuchtvereinen und in Fachzeitschriften in Vorträgen und Schulungen, die Problematik welche in den Köpfen der züchtenden Menschen verankert scheint, zu erklären und nachzuweisen!


Ein Umdenken, eine Erneuerung aus der Rassehundezuchtwelt heraus - erscheint für den Betrachter nicht mehr möglich zu sein. Es scheint nichts "angekommen" zu sein.
Zu lange schon wartet man auf eine grundlegende Neudefinition des Rassehundes welcher sich nicht einzig und allein aus Schönheits - Championaten und Standardzielen definiert und definieren kann!

Statt dessen werden heute, im Jahr 2010 (!) aktuell in der Sendung Stern TV Bilder von Shar Pei (dem chinesischen Faltenhund) gezeigt welche diejenigen in den Büchern von Dr. Hans Räber und Dr. Dieter Fleig  - in der Exzessivität der Faltenbildung und in der Nutzung  eines Farbverdünnungsfaktors (Dilution), welcher  zusätzliche Hauterkrankungen mit sich bringen kann - noch zu übertreffen scheinen!
Hat die Rassehundezucht in Händen der verantwortlichen Hundezüchter bis heute nichts dazu gelernt?
Es muss uns dann nicht mehr wundern wenn ein hochrangiges Mitglied der FCI - Kommision aus dem deutschen Verband in einer Stellungnahme kürzlich, ..." Die Zukunft des Rassehundes dann eher in Asien, denn in Europa oder Amerika sieht..." Geht es in der Rassehundezucht einzig um Marktinteressen ohne definierten Tierschutzgedanken und Tierschutzgesetze?

Es wird für den Rassehund dringend - die Daseinsberechtigung, den Sinn des Rassehundes - welchen es tatsächlich gibt, endlich neu zu definieren. Das kann mit Schönheits - Championaten, nach welchen der Mensch - völlig menschlich im "Erfolgsstreben" immer züchten wird - nicht gelingen. Es ist überfällig die "Standardisierungen" von Rassehunden welche nur durch Engzuchtpraktiken erreicht werden können - die inzwischen als "Qualzucht" für jeden Rassehund definiert werden - mittels einem "Standard" abzuschaffen und den Sinn des Rassehundes neu - nein erneut (!) zu definieren!

Es gibt andere Methoden - seit Menschengedenken wohl bekannte - Hunderassen gesund zu erhalten, zu züchten und als "Rassetyp" zu erhalten!
Rassehunde, Rassehundtypen, ja sogar deren Körperbau und Aussehen sind einzig durch Verhaltensanforderungen, Verhaltens- und Einsatzmerkmale bei uns Menschen entstanden. Es sieht tatsächlich so aus, als hätte der Mensch die Fähigkeit Haustiere nach seinen Bedürfnissen zu züchten verloren!


@ Tibimaxe.de

Legende:
Antiquariat, Hundezüchtung in Theorie und Praxis, Walter Schleger, Irene Stur
Kynos Verlag, Vom Wolf zum Rassehund, Dr. Hans Räber
Kynos Verlag, Quo Vadis Canis, Dr. Dieter Fleig
Stern Verlag, Du armer Hund, Heiko Gebhardt
Gollwitzer Verlag, Hundezucht 2000, Dr. Hellmuth Wachtel
Cadmos Verlag, Das Buch vom Hund, Dr. Hellmuth Wachtel


Nachtrag 09.11.2010:
Zu diesem Beitrag habe ich interessante Zuschriften erhalten. Einen Irrtum habe ich im Text korrigiert. Es ist diesem Blog ein dringendes Anliegen korrekte Informationen weiter zu geben. Für die Hinweise zu dem Thema möchte ich mich bedanken. Alle angeführten Bücher sind auch heute noch für Jedermann öffentlich erhältlich!

Mittwoch, 18. August 2010

Do Khyi Qualitaetskontrolle Fehlanzeige

Do Khyi - Qualitätsmanagement Fehlanzeige

Natürlich darf man nicht auf Applaus hoffen wenn man an ein Wespennest rührt...
Und trotzdem: Zwischenzeitlich werden auch andere Stimmen "Wenn es um den Hund geht" gehört. Gerade das Unvoreingenommene, ohne betriebswirtschaftliche Interessen hat bisher in der Hundezuchtwelt gefehlt. 

Nicht selten wird Rassehundezucht wie eine Unternehmung betrieben. Es geht um Marktanteile im Rassehundegeschehen. Wer stellt den größeren Teil der Rassehundewelpen. Dabei wird wie in der Wirtschaftswelt kräftig mit der Qualität und dem Besonderen geworben. Gibt es für diese Werbeaussagen - wie inzwischen bei jedem Wirtschaftsunternehmen - wirklich eine - für alle Anbieter - zutreffende Qualitätskontrolle?
In jedem Unternehmen mit Renommee gibt es eine unabhängige Qualitätskontrolle, eine Zertifizierung durch eine entsprechende Zertifizierungsstelle. Selbst im Mittelalter hat es bereits gesetzliche Vorschriften für die generelle Beschaffenheit von gehandelten Waren gegeben. 
Lediglich in der Rassehundezucht kann sich ein jeder Anbieter, wenn er mag, selbst kontrollieren.

Zu diesem Thema haben wir einen interessanten Interviewbeitrag gefunden:

Bedeutend - auch für den Do Khyi in Deutschland und weltweit zutreffend - finden wir den Satz, dass jede Gurke im Discounter einer besseren Qualitätskontrolle unterzogen wird als unsere Rassehunde!

Nur: Eine Gurke kostet einen Bruchteil von dem was Deutsche Hundehalter für einen Rassehund auszugeben bereit sind. Das Werbeargument für Qualität in der Rassehundezucht allein - in Selbstkontrolle durch die Züchter selbst - befähigt seine Züchter für einen derart beworbenen Welpen nicht selten zwei- bis dreifache Steigerungen des Verkaufspreises zu fordern. 

Auch, wenn, wie beim Do Khyi in Deutschland, jegliche Minimalstkontrollen - auch zum Schutz von Zuchthunden - abgelehnt werden und lieber in eigenen, selbst von den Züchtern entworfenen Vereinen gezüchtet wird.

Sozusagen ein wenig "Ungarische Hundezuchtverhältnisse" in Deutschland. Der Hundekauf - bis heute ein Geschäft  "auf Treu und Glauben" ohne Verbraucherrechte.
Dass darunter - unter der Selbstverwaltung von Qualität durch Handelsinteressen - auch die Tierrechte leiden können brauchen wir an dieser Stelle nicht extra betonen.

@ Tibimaxe.de

Sonntag, 15. August 2010

Do Khyi Die andere Seite der Zucht

Haben wir nicht alle ein Bild im Kopf wenn wir, - als Hundehalter und Hundeliebhaber, daran denken uns einen Hundewelpen auszusuchen und käuflich zu erwerben?
Wer denkt da nicht an das Bild einer Hündin mit einem Rüden welche sich auf natürliche Weise, - von einem fürsorglichen Züchter zusammengeführt - in der Fortpflanzungsphase befinden. Das Ergebnis sind dann Hundewelpen welche uns - auch beim Do Khyi dieser "natürlichen und noch ursprünglichen" Hunderasse  - überall auf Webseiten und auch Heimtierverkaufs - Plattformen angeboten werden.

...Wir wissen aus etlichen Jahren Freilandbeobachtungen, dass die "Alphanummer" von Leitrüden schon allein deswegen nicht stimmt, weil häufig Weibchen die Entscheidungsträgerinnen in den Familien sind. Bei den Leittieren beruht die Paarbindung auf gegenseitigem Respekt...

Für den Hund, den Do Khyi und alle Tierarten gibt es ein natürliches Fortpflanzungsverhalten welches zu den wichtigsten Grundinstinkten bei den Caniden (Hundeartigen) gehört. Eine erfolgreiche Erfindung der Evolution um Übertreibungen, mangelnde Umweltanpassung, die Art schädigende Inzucht - sonst gäbe es ja ausschließlich ungeschlechtliche Zellteilung - zu vermeiden. Aber auch um die Art schädigende Instinktausfälle und Wesensmängel erfolgreich für das Überleben der Hundeartigen zu eliminieren.
Beim Hund erwählt die Hündin den zu ihr passenden Rüden. Dafür hat die Natur eigens das limbische Geruchssystem erfunden!

Thema Inzucht: ...Da Haushunde nicht abwandern können und ihr Paarungsverhalten durch den Menschen massiv manipuliert wird, sollte zumindest eine Hündin, die zum Decken eingesetzt wird, selbst entscheiden können, ob sie den vorgestellten Rüden mag oder nicht. Wenn sie ihn nicht will, auch wenn es der beste Champion ist, muss der Mensch das akzeptieren. Wir sind Gegner der Zwangsverpaarungen. Manchmal müssen Menschen zurückstehen und den Hündinnen das instinktive Wissen zutrauen, den richtigen Paarungspartner für sich zu wählen.

Wir Menschen erlauben uns das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit, auf freie Partnerwahl bei der Fortpflanzung. Vergewaltigung ist gesellschaftlich zu Recht unter Strafe gestellt. Die Praktiken bei der Rassehundezucht, gerade beim Do Khyi oder auch Tibet Mastiff aber scheinen völlig anders...

Wir weisen darauf hin, dass es nicht alle Züchter von Hunderassen und Do Khyi sind welche derartige Praktiken zur Zuchtplanung gut heißen oder gar anwenden!

Es stellt sich die Frage aus ethischer Betrachtung,  im Angesicht derartiger, allseits bekannter Praktiken wenn gerade derzeit in Europa, Amerika und Deutschland, ja weltweit im Namen der Rasse Do Khyi dann mit solcherart hergestellten Nachkommen weiter gezüchtet, ja mit der angeblich erhöhten Vitalität von derartigen "Überseelinien" für den Verkauf und Handel von Do Khyi und Rassehundewelpen auch noch um Rassewelpenkäufer geworben wird!

Wie anders, als mit solchen Zuchtmethoden, sind die heute in so geringer Zeit entstandenen, auf allen Hundeausstellungen feststellbaren, hoch prämierten, extremen Übertreibungen bei der Rasse Do Khyi - hin zum Molosser - dem so genanntem "Tsang-Khyi-Typ" zu erreichen?

Festgeschnallt auf einem Gestell (Mating cradle - der Begriff stammt aus der englischen Sprachfamilie und wurde womöglich dort auch erfunden) erhöht das die Standfestigkeit der Hündin welche unter der übermäßigen Masse des zugeführten Rüden zusammenbrechen würde. Der Fang der Hündin mit einem Maulkorb, einer Maulschlinge versehen verhindert dieses das zahnbewehrte Abweisen des Rüden und womöglich auch "ihres" Menschen.

Größenunterschiede, Standverluste, Vitalitätsverluste und Wesensverluste beim Rüden - aber auch bei der Hündin - können auf diese Weise bei Missbrauch einfach ungeschehen gemacht werden.
Die Auslese des passenden, des im Sozialverhalten absolut intakten Rüden. Auslesen von Verhaltensmängeln, Wesensfehlern und Instinktverlusten beider Tiere durch eine gebundene, mit Maulkorb versehene Hündin - Fehlanzeige!

In welcher Weise macht sich das System der Rassehundezucht mitschuldig wenn es derartige Praktiken wissend duldet. Durch "Miteinbeziehen" mittels Weiterzucht derer Nachkommen in das System "adelt"?

Praktiken der Rassehundezucht, um womöglich zur natürlichen Fortpflanzung körperlich gar nicht mehr fähige Hunde oder zueinander nicht mehr passende, - um hoch dotierte "Kreationen der Wertschöpfung" für das Ausstellungswesen  zu schaffen. 
Praktiken welche jeden europäischen Nutzviehzüchter von Rindern und Schweinen erblassen lassen...

Keinesfalls aber soll der Eindruck entstehen, diese Hundezuchtmethoden wären als eine Ausnahmeerscheinung nur des asiatischen Kontinentes zu betrachten! Solche Praktiken sind - unter der Hand  - auch in Züchterkreisen unserer Gesellschaft wohl bekannt.

Sind das, - angesichts solcher allseits öffentlicher, bekannter Praktiken - europäische und amerikanische "Hobbyzüchter" welche ihre Do Khyi - Zuchthunde und deren Nachkommen nach Korea, Taiwan, Hong Kong und auch China verkaufen?
Hat ein Züchter nicht auch Verantwortung für die Nachkommen seiner Hunde, die Rasse?

In unserer Gesellschaft steht die Forderung - gerade auch für die Zukunft und heute - dass Zucht von Tieren, Hunden, auch dem Do Khyi und Chinesischem Tibetan Mastiff, weder bei Elterntieren noch bei den Nachkommen Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen verursachen darf.
Dass rechtlich die Zucht stets auf gesunde Hunde auszurichten ist, welche in ihrem Wohlergehen, ihrem arteigenen Verhalten und in ihrer Würde nicht beeinträchtigt werden...

... Auch wenn es in Teilen der Wissenschaft immer noch umstritten ist - wir sind uns darüber einig, dass Tiere Emotionen und Gefühle haben und ausdrücken. Diese Auffassung teilt auch die neue Generation von Verhaltensforschern...  ... die bestätigen, dass alle Tiere, die in einer Gruppe leben (Art), sich in die Absichten und Stimmungen der anderen hineinversetzen und Emphatie (Zuneigung) empfinden können.

Die Hundezucht ist in der Forderung unserer Gesellschaft mehr denn je auf einen ausgeglichenen Charakter und geringe Aggressionsbereitschaft gegenüber Menschen und anderen Tieren auszurichten. 
Wie verträgt sich das mit der völligen Ausschaltung des natürlichen Fortpflanzungsverhaltens, zur Austestung der Vollständigkeit angeborener Instinkte, unter der "Vergewaltigung" von Zuchthündinnen? Nur um ein spezielles "Bild" in manchen Köpfen - von "Rassetyp im Vorstellungsvermögen" auf diesem Weg zu erhalten!
Diese Frage werden wir hier stehen lassen.

Das Bild in unseren Köpfen, als Hundeliebhaber, von ausschließlich wohl meinenden und ihrer Verantwortung bewussten Rassehundezüchtern werden wir korrigieren müssen.
Es ist eine ethische Pflicht, für ein Renommee anbieten wollendes Hundezuchtsystem, derartige Praktiken im System der Rassehundezucht nicht auch noch durch ein feststellbares Nachfrage- und Kaufverhalten, wie Verkaufsverhalten, durch das "Miteinbeziehen auf solche Weise" zu unterstützen!


Quellen: 
Zitate aus "Wölfisch für Hundehalter" G.Bloch, E.H. Radinger ISBN 978-3-440-12264-8, Kosmos Verlag

Sonntag, 4. April 2010

Do Khyi Hunde zu Tode gezuechtet

Do Khyi: "Rassereine Krüppel - Hunde zu Tode gezüchtet"

... unter diesem Titel ist der Dokumentarfilm "Pedigree dogs exposed" in deutscher Sprache nun endlich online zu finden!
Nein, der Do-Khyi direkt kommt in diesem Dokumentarfilm nicht vor. Es hätte aber durchaus sein können. Als ein Punkt von vielen reicht schon der Blick auf manche völlig ungewinkelte Hinterhand - Stuhlbeinigkeit ist der Fachbegriff.

Die deutsche Fassung kann man hier betrachten in vier Teilen:
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4

Für zartbesaitete Hunde- und Do-Khyi - Liebhaber: 
Die Bilder in diesem Film sind nur schwer zu ertragen. Auf der anderen Seite stehen nun die in deutscher Sprache endlich verständlichen Kommentare und Antworten der Züchter zu entsprechend gestellten Fragen. Der Film ist sehenswert und gehört zur Grundkenntnis eines jeden Hundeliebhabers!
Dennoch: Gerade die Hundeliebhaber sind diejenigen welche etwas an dieser Misere ändern können!
Inzwischen haben wir die Arbeit zur abschließenden Betrachtung der PRA beim Do-Khyi und der Verbreitung der erblichen Erkrankung durch unfachmännische Auszuchtversuche abgeschlossen. Vor diesem Hintergrund kommt die deutsche Übersetzung des Dokufilmes "Pedigree dogs exposed" gerade passend.
Auf den künftigen, - optisch auch für Laien, deutlich erkennbaren Do-Khyi - PRA Zuchtlinienplan darf man also gespannt sein. 

Vor allem auch vor dem Hintergrund der Filmdokumentation und deren, nun auch hier bei uns verständlich gemachten, Einblicke in Zuchtpraktiken welche sicherlich, - wie an der Do-Khyi - PRA - Schautafel in Kürze zu sehen sein wird, nicht nur ein "Problem" der englischen Hundezucht ist...