Do Khyi Maxes Blog

Unser Ziel. Verstehen und Erhalt einer Hunderasse. Der Umgang mit einem Hund tut dem Menschen gut. Wenn der Hund gesund sein kann und einen passenden Halter findet
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Donnerstag, 31. März 2011

Do Khyi Workshop

Der Monat März 2011 - Anlass inne zu halten und über den Menschen nachzudenken. Menschen bestimmen.

Menschen bestimmen über uns
 
Ein Workshop mit und bei den Tibet Doggen, auch Do-Khyi genannt:


Zusammenarbeit wird groß geschrieben. Jeder bekommt seinen Aufgabenbereich zugewiesen. Das dient der Sache. Jeder kann etwas besonders gut. So ergänzen wir uns bei der Arbeit - dem Wachen.


Jedem seinen Bereich beim Workshop, in der Arbeitssitzung. Das hält den Rücken frei und macht das Ergebnis effektiv. Noch bis heute weiß das auch der Mensch zu nutzen.
Vorne zu sein nicht mit eigennützigen Gedanken, als Vorbild um die noch Unerfahrenen anzuleiten. Mit dem Ziel, dass der Unerfahrene Erfahrung erwerben kann. Bei uns lernt das Einer vom Anderen.
Dabei haben wir Geduld und Langmut und wir ignorieren Unachtsamkeiten. Womöglich ist das der Grund, dass wir es beim Menschen über Generationen schon so lange ausgehalten haben.


Es wäre für uns zu wünschen, dass Menschen die über uns bestimmen auf diese Fähigkeiten einen Blick werfen und davon etwas mitnehmen - für Zusammenarbeit und Entscheidung - wenn es um unsere Zukunft gehen sollte.

@ Tibimaxe.de


Samstag, 12. Februar 2011

Do Khyi Big Dogs of Tibet

Eine Buchbesprechung. Zum Thema Do-Khyi ist das Buch "Big Dogs of Tibet and the Himalayas" von Don Messerschmidt erschienen. Der Autor, erfahren durch seine wiederholten Tätigkeiten ab den 1960er Jahren in den Ländern des Himalaya, in Tibet und den angegliederten Grenzregionen, und immer an den großen Hunden von Tibet interessiert, kann aus eigenen Anschauungen einiges an Kenntnissen zu den Rassen Do-Khyi auch Tibet Mastiff genannt, Sha-Khyi, Himalayan Mountaindog (Himalayan Shepherd) und Khyi Apso beitragen.

Quelle: http://www.amazon.de

Ein ganzes Kapitel hat der Autor dem Thema der Mythen und Legenden und deren Klarstellung gewidmet. Er weist darauf hin wie diese Legenden und Mythen der Rasse Do-Khyi, in den Köpfen von einigen verantworlichen Züchtern, im Bezug auf das Zuchtbild - hin zu einem krankhaften Übergiganten - schaden und geschadet haben.
Das Kapitel hat er "Forget Marco Polo" (Vergiss Marco Polo) genannt.

Weitgehend verweist der Autor auf alte und neue Quellen und Beschreibungen der Hunde, speziell aus dem englischen und amerikanischem Fundus. Leider sind andere Quellen aus dem französischen und deutschen Bereich, wohl auch aufgrund der fremden Sprachen, nicht mit eingeflossen.
Das Buch liest sich in weiten Teilen - auch aus den persönlichen Reisen des Autors - wie eine weitere, umfassende Reisebeschreibung welche neben der Landschaft Tibets und der nahen Grenzregionen auch die Beobachtungen der Hunde Tibets mit erfasst.

Die Hunde, als welche uns die Do-Khyi oder Tibetan Mastiffs gerne gezeigt und angepriesen werden hat der Autor während seiner Reisen in Tibet und den Grenzregionen des Himalaya nicht gefunden. Aus dieser Sicht ist dieses Buch schon lange überfällig.

Der Autor weist unter anderem darauf hin, dass das Verständnis der "Reinzucht" bei westlichen Züchtern eher dem äußeren Aussehen, der Show - Konformität des "Rassetyps" dient, welcher in einem Standard von unterschiedlich gegründeten Rasseclubs festgelegt wird.  
Also eher der "Standardisierung einer Vorstellung" - unter weitestgehender Ignoranz der traditionellen Funktionen einer "Landrasse" wie dem Do-Khyi - dient.

Ebenfalls deutlich weist der Autor darauf hin, dass der Rassestandard des Do-Khyi oder Tibetan Mastiff geschrieben wurde - von und für derzeitige kommerzielle Züchter - welche wenig Interesse für das Leben und Zweck der Hunderasse in Tibet haben. 

Das Bild und Ergebnis können Liebhaber und Interessenten der Rasse Do-Khyi derzeit in ihren Auswirkungen weltweit auf verschiedenen Webseiten betrachten!
Es ist die Zeit gekommen, dass Do-Khyi - Liebhaber darüber nachdenken sollten ob sie ihr Bild, ihre "Vorstellung" nicht eigentlich realistischer gestalten wollen.

Für diese Überlegungen möchten wir das Buch von Don Messerschmidt als Lektüre empfehlen. Realistische Vorstellungen zur Rasse könnten ein gutes Ding für die Rasse Do-Khyi oder Tibetan Mastiff sein.

Im anderen Fall wäre der Do-Khyi, die großen Hunde Tibets so etwas wie eine "tibetische Folklore" durch die Vorstellungen von einigen kommerziellen Züchtern und deren Kundschaft geworden! 

@ Tibimaxe.de

Freitag, 21. Januar 2011

Do Khyi Welpen und Verkaufsplattformen

Do-Khyi - Welpen werden alljährlich auf den Hundemärkten im Internet, den Verkaufsplattformen eigens für diesen Zweck - für den Verkauf von Allerlei an Jedermann - "wohlfeil" angeboten.
Wohlfeil - ein Begriff aus dem Mittelalter, entstanden auf den Marktplätzen für das laute Anpreisen der Waren, das Aushandeln des besten Preises, scheint gerade beim Handel mit Hundewelpen gut zu passen.

Selten kommt es vor, dass Züchter oder Zuchtvereine die Eigenschaften der angebotenen Rassehunde im Positiven wie in den Anforderungen, den Eigenschaften und Anforderungen welche Spezialisten - wie die Do-Khyi es sind - an einen künftigen Halter stellen - unbeschönigt im Interesse der Hunde oder der künftigen Halter weiter geben.
Nahezu bei jeder Rasse bekommt man geradezu standardisierte Auskünfte welche womöglich eher dem Interesse dienen einen Hundewelpen wohlfeil anzubieten - um nicht verkaufen sagen zu müssen.

Das Angebot an Do-Khyi- Welpen ist umfangreich auf den einschlägigen Internetplattformen, wie zum Beispiel auf dem Marktplatz von dhd24. Aus unterschiedlichsten Ländern, von unterschiedlichen "Züchtern" werden Welpen mit und ohne, mit renommierten oder nicht nachvollziehbaren "Papieren" angeboten. Für den Laien ein schwer durchschaubares Angebot um einen "guten" Kameraden für die kommenden mindestens 10 Jahre zu finden.

Wer nun diese Seiten besucht ist gut beraten alle angebotenen Bilder zu den Hunden und Welpen eindringlich in Augenschein zu nehmen. Womöglich angegebene Webseiten nach gewissen Schema zu betrachten. Mancher "Züchter" zeigt von seinen Nachkommen lediglich und immer wieder ausschließlich Welpenbilder. Ist keiner davon je erwachsen geworden. Wie sieht das aus im Bezug auf Kontakt und Beratung der Käufer dieser Welpen?

Alle Aussagen zu "Papieren" sind jeweils immer nur so aussagefähig, als diese Aussagen und Papiere nachvollziehbar sind und unter Kontrolle von unabhängigen Stellen stehen.
Es muss uns nicht wundern, dass mancher Anbieter alle Jahre wieder seit bald Jahrzehnten immer wieder dieselben Bilder von Welpen präsentiert. Mancher zeigt Fotos von Hunden welche jenem gar nicht gehören. Nachprüfbar für einen Laien ist das im "Internet-Supermarkt" alles nicht!

Mancher Anbieter zeigt gar Bilder von Hündin, Wurf und Wurfkiste im einem gut zu reinigenden und beheizbarem Badezimmer! Hier möchten wir empfehlen, dass sich jeder Laie und Interessierte gründlich mit dem Thema der Umwelt - Frühesterfahrungen der Welpen beim Züchter beschäftigt.

Wieder andere Anbieter sind sich nicht zu schade Bilder von Zuchthündinnen zu präsentieren welche erkennbare Augenerkrankungen haben oder gar aufgrund der Neigung zum Gigantismus in der Zucht der Rasse Do-Khyi - jeden Typ und Ausdruck eines Do-Khyi vermissen lassen.

Der Hundeliebhaber, der Do-Khyi - Liebhaber und -Interessent hat es in der Hand in welche Richtung derartige Bemühungen des "wohlfeil haltens" von Welpen in Zukunft gehen werden.
Gefragt ist der gesunde Hunde- und Menschenverstand auch wenn mit Gesundheitszertifikaten für Welpen geworben werden sollte. Kein Tierarzt von Renommee wird einem Welpen über den Tag seiner Besichtigung hinaus "Gesundheit" attestieren können und wollen!
So betrachten wir Angebote jeder Art vor dem Hintergrund der Machbarkeit, der Kontrollier- und Überprüfbarkeit und versuchen möglichst Züchter zu finden welche "ihre" Welpen nicht auf einen "Marktplatz" tragen müssen.

Internetplattformen haben inzwischen die - bereits in den 1970er Jahren fragwürdige - Inserationen für Hundewelpen in den Tageszeitungen und Angebotsblättern abgelöst. Noch vor cirka 15 Jahren hätte man niemals einen Do-Khyi - Züchter gefunden welcher es gut geheißen hätte diese Spezialisten unter den Rassehunden auf solche Weise "wohlfeil" anzubieten oder gar in fragwürdige Staaten zu verkaufen.

Inzwischen aber ist die Rasse Do-Khyi zu einer Handelsware - wie viele andere Hunderassen - geworden!


Auf diese Weise gelangen häufiger Do-Khyi - Welpen in Haltungsverhältnisse welche als erbarmungswürdig bezeichnet werden können. Kettenhaltung, Zwingerhaltung und isolierte Haltung in "Gartenanlagen" lassen solche Hunde verzweifeln und deren Eigenschaften verkümmern. Ein Spezialist unter den Hunden welcher einst über hunderte von Kilometern mit Karawanen und Nomadenherden mitgelaufen ist, eng angebunden an die Familie der Hirten lebte - eingesperrt in Wohnungen, in Zimmerhaltung und bestenfalls wird ihm dann noch ein zweiter Rassevertreter hinzugesellt damit er nicht so "einsam" ist weil er sich, vereinsamt aufgewachsen mit keinem fremden Hund mehr verträgt.

Spezialisten die sich, wenn die Zeit für geistige Führung, für Auslastung der Sinnes- und Körperleistungen fehlt, dann eingesperrt im Haus wiederfinden damit das Bellen keinen Nachbarn mehr stört. Spezialisten bei welchen sich uninformierte Halter mit Zwangserziehung bemühen, solange bis alle Bande von Zutrauen und Vertrauen nicht mehr greifen können. Völlig fehl gelaufene Hund - Halter - Beziehungen. Ein jeder Züchter der mit Herz und Verstand diese Rasse züchtet wird "seinen" Welpen", ja "seiner" Rasse etwas anderes wünschen!
Wie schon gesagt auf Verkaufsplattformen wird man vertrauenswürdige Züchter eher weniger finden können!

@ tibimaxe.de



 

 

Dienstag, 4. Januar 2011

Der teure Freund des Menschen Der Hund

Wirklich unser teurer Freund? Die vergangene Ausgabe der Wochenzeitschrift "Die Zeit" hat diesem Thema "Mein teurer Freund" in ihrem Wirtschaftsteil einen zweiseitigen Artikel gewidmet. In der Hauptsache ein Einblick in welcher Weise über das Milliardengeschäft mit dem Hund ein geldwerter Vorteil erworben werden kann.

Es ist eine Überlegung wert Geld in Aktien der Futtermittelindustrie anzulegen. Ein Wirtschaftszweig welcher inzwischen größere Profite bringt als das Grundgeschäft von Lebensmittelherstellern. Aber auch das Nebengeschäft mit der Tierliebe boomt. Exklusive Ausstattung für den Hund der gehobenen Gesellschaftsschichten - und für jene die dazu gehören wollen - kann sichere und hohe Gewinnspannen erzielen.
Einzig der Frage wo der Hund dabei bleibt - der Hund und seine tatsächlichen Lebensbedürfnisse - dieses kann der Leser des Artikels womöglich vermissen.

Der Hund als "geldwerter Vorteil" in der Wirtschaftswelt wurde durchaus trefflich beschrieben.
Diesen Mechanismen in der Wirtschaftswelt unserer Gesellschaft mit dem teuren Freund Hund wurde bereits ein ganzes Kapitel im "Schwarzbuch Hund" gewidmet.

So mutet es seltsam, dass nicht einmal eine Woche später die Tierfutterindustrie in die Schlagzeilen gerät. Nein, nicht über Kontrollen des Tierfutters - über die Kontrollen von menschlichen Lebensmitteln wurde man fündig!

Die Tierfutterproduktion indes scheint wie eine Art Goldgräber-Industrie zu sein. Fern aller wirklichen Kontrollen. Erst beim Kontrollieren der Tiere oder besser - deren "Produkte" für den Lebensmittelmarkt fallen Lücken auf. Wie sieht das nun speziell auf dem Markt für die Heimtierernährung, dem Heimtierfutterherstellern aus?

Ist mit freiwilligen Selbstkontrollen Sicherheit zu erreichen, wenn schon derartige Stoffe über das Tierfutter in die menschliche Nahrungskette gelangen? Tierfutter erscheint wieder einmal mehr wie eine Art Abfallbeseitigung. Ob das so angedacht war sei dahingestellt. Jedenfalls wird über eine Kontrolle von "tierischen und pflanzlichen Nebenprodukten" im Tierfutter wieder einmal nachgedacht werden müssen. Zu welchem Erfolg das letzlich führt bleibt abzuwarten.

Allein in den vergangenen zwei Jahren ist mir die Häufung der Todesursache "Leberkrebs" beim Hund als gehäuft - alleine nur in meinem direkten Umfeld - aufgefallen. Ob das nun nur an womöglich besseren Diagnosemöglichkeiten in der Tiermedizin der vergangenen 20 Jahre liegt sei dahin gestellt.
Mit funktionierenden Statistiken der Todesursachen bei Heimtieren könnte man womöglich auch die Tierfutterindustrie auf "Umwegen" kontrollieren. Die kurze Lebensspanne von Heimtieren wie Hund und Katze, welche sich im gleichen Ernährungsumfeld befinden wie deren Menschen, könnte als eine Art "Frühwarnsystem" betrachtet werden.

Dazu allerdings bräuchte es Menschen welche sich auch auf dem Heimtiersektor für Kontrollen, lückenlose Meldungen und Frühwarnsysteme einsetzen.

@ tibimaxe.de

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Do Khyi Die Rasse historisch betrachtet

Rückbesinnung. Eine Betrachtung der Rasse auch Tibet Mastiff oder Tibethund, Tibeter genannt und was die Rassezucht aus dem Hund der Tibetischen Bevölkerung macht.
Beim Blättern in alten Büchern haben wir vor kurzem eine sehr gute und treffliche zeichnerische Darstellung des Do-Khyi, so wie er vor 106 Jahren aus Tibet nach Europa importiert wurde, wieder entdeckt. Diese Zeichnung des Tiermalers Richard Strebel in seinem Buch "Die deutschen Hunde" 1904/1905 zeigt die Tibetische Dogge (Do Khyi) des Industriellen Dötzler, Frankfurt/ Main.
Tibetaner. Richard Strebel 1904/1904 Portraitzeichnung
 
Es ist eine Portraitstudie welche exakt den Typ und die rassetypischen Besonderheiten der noch original aus dem historischen Tibet stammenden Tibet Dogge (Do Khyi) im ausgehenden 18. Jahrhundert zeigt.
Deutlich erkennbar in der Zeichnung das Verhältnis Oberkopf zu Fang, sowie der Ausdruck und der Einsatz und die Form der Augen. Der Ohrenansatz und Ohrenlänge im Verhältnis zum Fangansatz. Ebenfalls deutlich erkenntlich die Besonderheit der Kronenbildung der Haare auf dem Kopf. Sprich dem Ansatz und Beginn einer länger im Haar ausgebildeten Mähne auf dem Oberkopf. Ebenfalls ist die Belefzung der historischen Hunde der Rasse gut zu erkennen!

Aus der Zeit nur dreißig Jahre später in Großbritannien sind noch Fotoaufnahmen der damaligen Nachkommen aus original aus dem historischen Tibet eingeführten Do Khyi vorhanden. Fotoaufnahmen von original importieren Tieren der Rasse, welche dem "besten Typ" zugerechnet wurden.
Angesichts solcher überlieferten Bilder der Rasse muss man sich wundern was bis heute in den Köpfen von Zuchtverantwortlichen daraus gemacht worden ist!
Tomtru 12 J. GB 1932 Tricolor, Black & tan mit weißer Blesse
 
Auf der anderen Seite gibt es heute immer noch Zuchtlinien, speziell in Europa, welche noch ein wenig diesen Rassetyp erkennen lassen. Dieses Bild aber ist selten und dürfte wohl verschwinden.
Die Rasse Do-Khyi wird zu einem krankhaften Übergiganten gezüchtet dessen Aussehen nichts mehr mit den vitalen Hunden der Tibetischen Bauern, Hirten und Nomaden gemeinsam hat! Insbesondere der, für diese Rasse, so typische Ausdruck und die körperliche Fitness hat gelitten!

Die Rasse leidet an einer übermässigen Faltenbildung welche den Ausdruck zu einem völlig anderen macht. Mit einher geht eine übermässige Belefzung welche den Halter zu dauerhaften Lefzenpflege bis hin zur operativen Korrektur verpflichtet. Ebenfalls dadurch betroffen sind die Augen welche im Fall der sich entwickelten übermässigen Weite des Lids (Ektropium) oder durch eine Einwärtsrollung des Lids (Entropium) eine operative Versorgung bedingen um die Sehfähigkeit auf Dauer beschwerdefrei für den betroffenen Hund zu erhalten. 

Der Do-Khyi ist eines der Beispiele dafür, dass die Rassehundezucht mit deren Mechanismen an sich nicht in der Lage ist eine Hunderasse, gerade einmal für 106 Jahre (!), in ihrer Funktionalität zu erhalten!

@ Tibimaxe.de






Freitag, 26. November 2010

Populationsgenetik und Do-Khyi - Zuchtvereine II.

Zum Thema Verbraucherschutz und Rasseschutz hinsichtlich auftauchender Erbfehler, welche sich in Erkrankungshäufungen zeigen, haben wir im ersten Teil den Weg beschrieben. Den Regelmechanismus der Populationsgenetik,dass nicht nur erwünschte, sondern auch unerwünschte Eigenschaften im System der Rassehundezucht auch optisch, sozusagen klinisch bei Erkrankungen in Erscheinung treten werden.

Rassehundezüchter, welche sich minimalen "fremd bestimmten" Kontrollen nicht mehr unterziehen wollen können eigene Zuchtvereine gründen. Womit hier nicht gesagt sein soll, dass solches generell bei jedem Zuchtverein anzunehmen ist!

Jeder Zuchtverein kann werbetechnisch Kontrollen oder Reglements als Oberbegriff zur Bewerbung seiner Aktivitäten bei der Verbreitung seiner, beim jeweiligen Zuchtverein angebotener, Welpen aufführen. Es gibt keinerlei gesetzlich vorgeschriebenen Mindest-Standards oder gar vom Gesetzgeber angedachte Kontrollorgane.
Die Rassehundezucht kontrolliert sich - renommiert oder nicht - selbst!

Ist nun, nach der Aussage eines Hundezucht - Vereinsfunktionärs zur Bewerbung von Hundezuchtvereinen - von der Sicherung der Interessen der Hundekäufer, welche Do-Khyi oder Nachkommen anderer Rassen erwerben wollen - ja wenigstens der Hunde - durch Zuchtvereine zu sprechen?


Oder sagt dieses lediglich aus, dass anzunehmen ist, dass die Rassepopulation welche "käuflich" bei manchen Rassezuchtvereinen (zu einem guten Preis) an "Verbraucher" (Hundehalter und Züchter) abgegeben wird, sich aufgrund der "Populationsgenetik" (Beispiel Teil 1) gar nicht mehr zu einer unbesehenen Weiterzucht durch unbedarfte, womöglich in einem Zuchtverein oder auch in keinem Verein organisierte "Hobbyzüchter" eignet?

Es werden ja nicht selten auch Do-Khyi - Zuchttiere in solche Hände außerhalb von Zuchtvereinen- und Verbänden verkauft welche in sogar renommierten Zuchtvereinen bereits eine Zuchterlaubnis, ja sogar Nachkommen hatten!

Heißt das im Umkehrschluss, dass vermehrt Erberkrankungen auftauchen werden - in einer Art zwingender Regelmechanismus - weil in solchen Fällen dann (Beispiel Teil 1) - Zuchttiere bei deren Nachkommen Erbfehler aufgetreten und weiter zu erwarten sind - in züchtende Hände "außerhalb" von Zuchtvereinen abgegeben, sprich verkauft werden?

Oder sind mit der Aussage jenes Zuchtfunktionärs fehlende Reglements, also Zuchtbestimmungen gemeint welche (Beispiel), mangels Ehrlichkeit bei manchen Züchtern heute und in der Vergangenheit - sowieso bei den Zuchtvereinen nicht zu offenem Wissen und damit zu Vorbeugung führen können!
Wie man sieht hängt in der Rassehundezucht vieles an der persönlichen Handlungsweise eines jeden Züchters! Jeder einzelne kann aber in der Populationsgenetik in der Gesamtheit der Rassepopulation über ein paar Generationen erheblichen Schaden zufügen.
Dem verantwortungsbewussten Handeln und grundlegendem Wissen um Populationsgenetik eines Züchters müsste also das Hauptaugenmerk, die größte Priorität zugemessen werden!


Derzeit gibt es in Deutschland zum Beispiel für den Do-Khyi drei Zuchtvereine. Was im Hintergrund ein Verein eigentlich bedeutet - hier in diesem Fall als Interessengruppe für Züchter - darauf haben wir bereits vor einiger Zeit hingewiesen.
Die Satzungen und hoffentlich vorliegenden Zuchtbestimmungen, sowie auch die Kontrollmechanismen sind jeweils durch einen Zuchtverein "selbst verordnet" und unterliegen der Mehrheit der jeweiligen Meinungen der im Vorstand und Mitgliedschaft vertretenen Züchter.
Was wenn eine Richtung dominieren sollte?
Zum Beispiel die Meinung bei der Vermehrung einer Rasse möglichst wenig Kosten je "Züchter" und "Welpe" zu haben? Zuchtbestimmungen kann man mit Beschluss in Zuchtverein jederzeit ändern!

Sind auf diese Weise die Minimal - Voraussetzungen, zum Beispiel des in Deutschland wirkenden VDH - immer und für jeden Zuchtverein - bei lediglich "etwas Unabhängigkeit" (von was) bei Zuchtvereinen für Hunderassen automatisch vorauszusetzen? Auch wenn Zuchtvereine sich keinerlei Regularien im Minimalstformat wie beim FCI oder VDH bereit sind anzuschließen?
Ist es tatsächlich so, dass ein Käufer beim Erwerb eines Hundes durch die Zugehörigkeit des Züchters zu einem Verein einen gewissen Schutz als Verbraucher erwarten könnte?

Nur einer der drei Vereine in Deutschland für die Verbreitung der Rasse Do-Khyi hat sich den Richtlinien des VDH/FCI unterworfen. Aus diesem heraus bildeten sich außerhalb von ein paar "Minimal - Kontrollen" weitere Zuchtvereine. Ja derzeit scheint sich wieder eine Vermehrung von Zuchtvereinen, die tibetischen Rassen betreffend, anzudeuten.
Wer den Film "pedigree exposed" kennt, weiß aus berufener Aussage eines Vereinsfunktionärs, dass falls strengere Vorgaben für die Berücksichtigung von Erbfehlern in der Populationsgenetik ausgesprochen werden, sich Züchter dann die Möglichkeit aussuchen können auszuweichen, indem diese "neue Zuchtvereine" gründen. Eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Rassehunden speziell im Bezug auf die Regeln der Populationsgenetik - heute - erscheint aus diesem Grund sehr schwierig bis nahezu unmöglich (!)

Doch selbst in Zuchtvereinen welche sich offiziellen Kontrollen unterwerfen können Züchter Wissen um Erberkrankungen in der Rassepopulation für gewisse Zeit "Entfernen"! Dies passiert falls Züchter eigene, mit Erbfehler erkannte Zuchttiere mittels Verkauf (Beispiel) aus der Kontrolle "selektieren"

Kann ein interessierter Hundehalter dann bei Zuchtvereinen eine bessere Kontrolle der Einzelzüchter, einen so genannten "Verbraucherschutz" erwarten?
Bei Zuchtvereinen welche sich, so zum Beispiel jüngst in Deutschland - cirka alle zwei Jahre im Vorstand - einschließlich der "Dokumentenführung", also bei den verantwortlich haftend Zeichnenden, gerade in Hinsicht von ausgestellten "Dokumenten" - personell rundum "erneuern" (!)

Wir hatten ja eine Einführung in das Vereinsrecht auch für Zuchtvereine, eingetragen oder nicht, zur Information angeboten. Der Rassehundeliebhaber sollte wissen, dass sich das Vereinsrecht in der Kontrolle - durch Mitglieder und durch die Finanzbehörden - ausschließlich auf die finanzielle Haftung gegenüber Gläubigern und von erzielten Steuereinnahmen des Vereines zugunsten des Finanzamtes erstreckt.
Derzeit finden wir unter den Zuchtvereinen in Deutschland einen, bei welchem scheinbar Niemand mehr eine Haftung im Bezug auf das Vereinsrecht im Zuchtverein übernehmen möchte.
Inwiefern Verbraucherschutz und Hundezuchtvereine zusammen gehören kann nun jeder für sich selbst entscheiden.
Wer haftet überhaupt im Fall von Erkrankungen bei einem Do-Khyi - Nachkommen aus jederlei Zuchtbemühungen? Der Verein oder die Person des Züchters?

Wir möchten deutlich davon abraten - in einem "Produkt-Haftungsfall Hund" - wie in der Aussage jenes Vereinsfunktionärs gefunden, die Satzungsreglements eines Zuchtvereines durch einen dort angeschlossenen Züchter bei der Zucht "rechtlich auf deren Einhaltung" überprüfen zu lassen. Der Käufer darf von einem Zuchtverein oder Vereinsfunktionär keine rechtliche Beratung oder gar eine Vertretung seiner Rechte erwarten!
Die Haftung für Mängel bei einem Rassehund, ob mit oder ohne Einhaltung der Statuten, obliegt allein dem Verkäufer des Hundes!
Noch dazu wenn nur bei einem der Zuchtvereine für den Do-Khyi - Nachwuchs in Deutschland - rechtlich innerhalb des Vereines verbindliche Reglements hinsichtlich der Zuchtbestimmungen für Züchter - einsehbar vorhanden sind!
Wie immer gilt hier der Spruch:
"Papier ist geduldig und Verträge sind immer nur so gut -
insofern sich alle Seiten daran halten".

Ist nun generell anzunehmen, dass angesichts der Genetik in der Population der Rasse Do-Khyi die gezüchteten Nachkommen aus Zuchten welche keinem "Zuchtverein" angeschlossen sind dann quasi in einer Art Automatismus "kränker" sind oder mehr Erberkrankungen in Erscheinung treten werden?
Gilt das für alle Züchter "außerhalb" aber auch innerhalb "selbst gegründeter Zuchtvereine", welche zwar auch wie mancher Zuchtverein Ahnentafeln mit Hund verkaufen, welche aber genau so viel wert sind um damit..
"...die Häufchen des neu und teuer erworbenen Welpen damit aufzunehmen?"
Die absolute Rechts- und Kontrollfreiheit der Hundezucht macht alles möglich ob mit oder ohne Zuchtverein.
Sind die Nachkommen aus einem Rassehund (Beispiel Teil1) gesünder solange diese in einem Zuchtverein gezüchtet wurden und danach - bei Weiterzucht mit eben diesem Hund - außerhalb der Regeln eines Zuchtvereines dann "kränker" (?)

Rassehundezucht steht und fällt mit den Persönlichkeiten der Züchter.
Was ist nun, nach solchen Aussagen eines Zuchtvereinsfunktionärs, mit Züchtern welche zwar keine Vereinsklüngelei mehr schätzen und nun, zwar völlig ohne Zuchtverein aber eingebunden und aktiv beteiligt mit offziell genormten, für alle einsehbaren Kontrollmechanismen züchten?
Solches ist in Deutschland möglich, jederzeit. Aus welchem Grund müssen dann ein, oder ein paar Züchter einen eigenen Zuchtverein gründen? Sind vor diesem Hintergrund überhaupt drei Zuchtvereine für eine Hunderasse notwendig?
Worum es also bei manchen Zuchtvereinen gehen könnte - diese Frage muss sich der Leser und Interessent einer Hunderasse selber stellen. Die Antwort ist gerade im Hinblick auf die Mechanismen der Populationsgenetik leicht zu finden:  Es dreht sich wohl in unserer heutigen Zeit eher weniger um den Hund!

Wären zum Beginn, der "Erfindung" der Rassehundezucht - welche wohl bemerkt den Grundgedanken hatte, arbeitslos werdenden Rassehundetypen in der "Neuzeit" die Existenz zu erhalten (!) - die Regelmechanismen der Populationsgenetik schon bekannt gewesen - Es würde heute nicht den "Grundgedanken" der Schönheitsausstellungen "zur permanenten Verbesserung" für Hunderassen und zur Findung von Geldwert geben!
Der Sinn von Hunderassen ist ein anderer!


Sind Engzuchtpraktiken welche in den festen Regeln der Populationsgenetik bei Rassehunden, dem Do-Khyi zu immer häufiger erscheinenden Erbfehlern, also Erkrankungen führen müssen dann "nur" mit einem Zuchtverein "sicher" zu verhindern?
Jeder Zuchtverein, jeder Züchter hantiert mit derselben Population!
Fallweise wird das Einführen in Zuchtlinien von importierten Tieren aus China (oder anderen Herkunftsländern) notwendig um die Populationsgenetik "hoffentlich" daran zu hindern, dass immer weiter verstärkt Erberkrankungen sichtbar durch Erkrankungen in Erscheinung treten!
Es ist auch ein Risiko damit verbunden! Wer garantiert, dass es sich bei plötzlich vielfältig zur Verfügung stehenden Hunden mit "unbekannten Ahnentafeln" nicht wieder nur um die Nachkommen "verkaufter" Zuchthunde (Beispiel Teil 1) handelt (?) Es gibt gerade bei der Rasse Do-Khyi deutliche Hinweise auf "Reimporte"!

Zu einer Garantie und 100% Sicherheit vor unerwünschten Erbgängen bei immer gleichartigeren Tieren einer Rasse wird sich beim Einkreuzen möglichst weit entfernt verwandter oder nicht verwandter Zuchttiere aus Importländern kein verantwortungsbewusster, ehrlicher Züchter oder auch Zuchtverein hinreißen lassen.

Ein fataler Punkt in der Populationsgenetik ist - nicht nur aber gerade auch - bei der Rasse Do-Khyi auffallend in der deutschen Do-Khyi - Zucht:
Der Verlust von im Denken von "gewerblichen Zuchtbetrieben" unabhängig arbeitender und züchtender Zuchtstätten nicht nur seit Beginn des 20. Jahrhunderts! Züchter mit möglichst wenig oder nicht verwandten Tieren, eigener "Denk- und Arbeitsweise" nur im Sinn der Hunderasse lassen sich in Deutschland nur noch schwierig, ja nahezu gar nicht mehr finden.

Fatal dabei sind für die Rassepopulation jene Zuchtvereine welche sich nicht selten um einen Züchter und dessen eng verwandten Zuchttiere gründen. Unbedarfte Neuzüchter beginnen dort in der Regel mit den in Engzucht gebildeten Zuchtlinien aus den Zuchtbemühungen dieses einen Züchters. Selbst bei Bemühungen anfänglich mit möglichst wenig verwandten Tieren zu züchten werden, aufgrund des Mangels der erforderlichen Anzahl nicht verwandter Zuchttiere, populationsgenetisch solche Bemühungen wieder - in nicht selten sogar noch extremere Engzuchtpraktiken - münden.
Mit allen den dadurch reinerbig an der Oberfläche erscheinenden Erbfehlern. Es ist ein fataler Kreislauf in der heutigen Zeit speziell auch in der Do-Khyi Zucht!

Ausblick:
Es ist möglich Hunderassen zu züchten und dabei zu erhalten. Es ist möglich Rassehunde als vitale und gesunde Hunde zu züchten. Die Möglichkeiten zur Information und Wissen werden jedem der Hunde verantwortungsbewusst züchten möchte heute offen erhältlich angeboten. Es gibt auch Möglichkeiten Hunderassen wieder gesünder zu erhalten. Zurück zu züchten, durch sinnvolle Einkreuzungen, für alle Züchter bindende, nahe verwandter Rassetypen. Erforderlich ist ein Rückbesinnen, die Interessen der Hunde ernst zu nehmen, samt deren Halter.
Abstand nehmen von möglichst großer Konformität (völlig gleichartigem Aussehen) bei Hunderassen und eine Vielfältigkeit von verschiedenen Hunden, innerhalb einer Rasse hinzunehmen und die Bemühung möglichst wenig mit Engzuchtpraktiken in der Zucht zu arbeiten. Es ist auf diesem Weg erforderlich sich intensiver mit Wesens- und Arbeitseigenschaften von Hunderassen offen auch im Erhalt und bei der Abgabe zu befassen. Es gibt weit über 400 Hunderassen. Konformität im Verhalten als "Allroundeigenschaften" für alle Rassen sind nicht erstrebenswert.

Abstand nehmen von einer möglichst großen Masse an Rassehunden welche sich nur als "Modeacessoaire" an den "Verbraucher" bringen lassen.
Dazu erfordert es Rassehundeliebehaber welche das "Individuelle" an ihrem Hund wieder schätzen lernen!
Mit Schönheitsausstellungen für Rassehunde ist dieser Preis nicht zu gewinnen!

Das Fazit:
Solange ehedem oder heute noch für Rassehundezucht verantwortliche Zuchtvereinsfunktionäre, aber auch Züchter wie "Zuchtvereine" die Möglichkeit von derart wenig Kenntnis von Populationsgenetik offenbaren und in der Öffentlichkeit die Hintergründe zum Auftreten von Erkrankungen und Erbfehlern bei Rassehunden versuchen zu verschleiern, sollte man Abstand nehmen und sich eine fähige und geeignete Züchterpersönlichkeit mit anständig gehaltenen Zuchttieren und gut sozialisierten Welpen bei einem tatsächlich renommiert funktionierenden Zuchtverein - durchaus auch im Ausland - suchen!
Jeder ist in der Lage sich Informationen zu verschaffen und "Spreu vom Weizen" zu trennen!

Es muss also ein Umdenken stattfinden!
Wir rufen aus diesem Grund dazu auf den Dortmunder Appell zu unterstützen!

@ Tibimaxe.de

Mittwoch, 24. November 2010

Populationsgenetik und Do-Khyi - Zuchtvereine

Speziell auch - aber nicht nur - in der in Deutschland zu betrachtenden Zucht der Rasse Do-Khyi, auch Tibet Dogge oder Tibet Mastiff genannt, wird seit einigen Jahren - mit dem Begriff Sicherheit und Gesundheit - bei gezüchteten Hunden und Welpen aus Zuchtvereinen auch außerhalb einsehbarer Kontrolle, zum Beispiel durch Grundstandards beim VDH Verband geworben. Ist es realistisch Aussagen - egal ob auf privaten oder organisierten Seiten - im Internet unbesehen Glauben zu schenken?

Es ist schon interessant für den Do-Khyi - Halter - und jene welche es werden wollen - einen Blick in manche Aussage zur Bewerbung von Do-Khyi - Zuchtvereinen zu werfen.  Wir haben eine sehr eigenwillige Interpretation zur Ursache der Zunahme von Krankheiten bei Rassehunden, ja sogar Erberkrankungen speziell zur Rasse Do-Khyi gefunden. Das gleich in Verbindung mit der Aussage...
dass Zuchtvereine bei Hunderassen Verbraucherschutz betreiben...

Derartige Darstellungen - bei Nennung der drei derzeit in Deutschland aktiv um Rasseinteressenten werbenden Zuchtvereine - sollen womöglich eine Art "Gleichartigkeit" der verschiedenen Zuchtvereine im Werben um den Absatz von Do-Khyi - Welpen - quasi als ein Versprechen auf "Sicherheiten und Garantien" - beim Welpenkauf bewerben.

Interessant werden derartige Aussagen dann wenn es sich um die "Erfahrungen und Kenntnisse" - also das fundamentale Wissen (!) -  eines Funktionärs aus einem dieser Zuchtvereine handelt.

Werden Rassehunde durch Zuchtvereine gesünder?

Werden Rassehunde durch Zuchtvereine gesünder? 
Im Umkehrschluss:  Werden Rassehunde ohne Zuchtvereine kränker? Treten Erberkrankungen erst dann auf - wie in der Interpretation des Funktionärs zu finden und nehmen sogar noch zu - wenn außerhalb von Zuchtvereinen gezüchtet wird?
Wir sprechen hier ausdrücklich nicht von der Zucht von Hunden in der Massenvermehrung und im Welpenhandel, wobei manches in der Verkaufswelt der Hundezucht und bei diversen Zuchtvereinen nicht eindeutig und leicht davon zu trennen ist!
Welche Rolle spielen also dabei die, je Zuchtverein hoffentlich auch vorgenommenen, Gesundheitskontrollen der Zuchttiere und ein dabei hoffentlich sicher durchsetzbares, von Zuchtvereinsinteressen und dessen Züchtern unabhängiges Qualitätsmanagement?
Welche Rolle ist dabei eigentlich dem Züchter der Hunde zugedacht?

Beim Betrachten dieses Themas spielt die Populationsgenetik eine große Rolle.
Speziell wenn Vereinsfunktionäre dafür werben, dass künftige Halter einer Hunderasse - wie dem Do Khyi - helfen sollen das vermehrte Auftreten von Erbkrankheiten zu vermeiden, indem nur Hunde erworben werden welche bei einem Züchter geboren wurden - der einem der drei in Deutschland aktiven Zuchtvereinen angehört!
Natürlich stellt sich die Frage welches Wissen um Erbgänge, Vererbung und Populationsgenetik liegen denn bei - nicht selten auch verantwortlichen - Funktionären von Zuchtvereinen vor? Sind unerwünschte Erbgänge tatsächlich von den Käufern zu verhindern?
Wodurch ist denn das Erscheinen - als Erkrankungen - von unerwünschten Erbgängen überhaupt entstanden? Durch das Kaufverhalten von Hundehaltern oder durch die Mechanismen der Hundezucht bei den Hundezüchtern?

Nun lesen wir noch, dass Zuchtvereine für den Käufer eines Rassehundes als eine Art Vorteil und sicherer Verbraucherschutz angepriesen werden. Sind Reglements (Regeln) in Zuchtvereinen - nach welchen sich Manche ehrlich bemühen zu züchten und Andere weniger - zutreffend für eine rechtliche Überprüfung, im dem Fall wenn ein gezüchteter Nachkomme aus einem Zuchtverein eine Krankheit, ja sogar eine Erberkrankung entwickeln sollte?

Haftet der Zuchtverein oder der Züchter (Qualitätshaftung)? Wann haftet überhaupt jemand wenn Erberkrankungen auftreten, außer dem gezüchteten Hund samt seinem Halter?

Um zu diesem Thema Wissen und klare Sicht zu vermitteln machen wir einen kleinen, leicht verständlichen Ausflug in die Populationsgenetik - speziell die Rasse Do-Khyi betreffend.
Do-Khyi Katerakt: Unklare Ursache mangels offizieller Meldung
Erst vor Kurzem ist uns der Blick der Augen eines renommierten Zuchttieres der Rasse Do-Khyi aufgefallen. Dieser Do-Khyi aus den "frühen bis mittleren Züchter-Pionierzeiten" war ab einem gewissen Alter völlig blind.

Eine offizielle Meldung zu dessen oder zur Ursache der Erkrankung, so dass alle Züchter und Zuchtvereine der Rasse darüber Information darüber hätten - gibt es nicht!Dieser Do-Khyi lebte in Deutschland. Als dort nach den ersten PRA-Augenerkrankungen in der Rasse die Untersuchungspflicht auf erbliche Augenerkrankungen eingeführt wurde hat sich dieser - an Zuchtvereinsreglements verpflichtete - Züchter, bei welchem der Hund damals lebte und wirkte, von diesem Do-Khyi getrennt.

Der Hund wurde an einen Züchter ins Ausland verkauft. Im Ausland gab es noch keine Untersuchungspflicht (auch heute in vielen Ländern) welche auf womöglich erbliche Augenerkrankungen hindeuten könnte!

Mit diesem Do-Khyi wurde dann abschließend auch im Ausland gezüchtet. Heute sind dessen Nachfahren überall auf der Erde, auf jedem Kontinent lebend zu finden. Nicht selten wieder als Zuchthunde in Zuchtvereinen.
Auch andere Do-Khyi mit dieser Variante von einer oder verschiedenen Augenerkrankungen sind in der damaligen Zeit aufgefallen.
Do-Khyi erblindet: Erscheinungsbild Katerakt

Womöglich (aber nicht unbedingt) wissen von diesen auftretenden Augenerkrankungen - die zur völligen Erblindung führen - ein paar wenige, zufällig informierte Züchter der Rasse welche sich schon lange Zeit mit der Zucht des Do-Khyi beschäftigen. Die Zuchtvereine und offiziellen Stellen indes wurden über dieses Wissen bis heute in Unkenntnis gelassen!



Do-Khyi Welpe mit deutlich erkennbar angeborenem Katerakt







So kam es, dass neben einigen "insgeheim" aufgefallenen, derartigen Augenerkrankungen vor Kurzem - dieses Mal bei einer ungewollten Verpaarung - wiederum Nachkommen mit einem deutlich erkennbarem Katerakt aufgetreten sind. Die gesamte Population Do-Khyi - weltweit - kann inzwischen mit diesem Erbfehler behaftet sein!

Hatte nun der "außerhalb" eines Vereines gezüchtete Wurf mehr Risiko an dieser Form einer erkennbar erblichen Augenerkrankung zu erkranken? Oder ist es dort nur "etwas öffentlicher aufgetaucht"?Wer trägt eigentlich die ursprüngliche Verantwortung für die weltweite Verbreitung von Erbfehlern - wenn nicht die in Zuchtvereinen organisierten Züchter?
Diejenigen welche ihre Zuchthunde, die einen Erbfehler offenbaren, scheinbar lieber wiederum an Züchter verkaufen, als deren Untersuchungsergebnisse oder Ergebnisse bei deren Nachkommen für alle Züchter und die Population der Rasse weltweit bekannt zu machen (?)!

Es liegt in der Natur, der Art und Form unserer Rassehundezucht, dass die Population aller Zuchthunde auf ein und dieselben Ahnen zurück zu führen ist. Egal ob in oder außerhalb - oder in welchem Verein gezüchtet wird.  Alle Züchter - auch die außerhalb eines Vereines - greifen bei der Vermehrung einer Rasse auf dieselben Gründerahnen zurück.
Woher aber kommen solche (Beispiel oben) Erbfehler in einer Hunderasse? So, dass deren Existenz möglichst keinem Zuchtverein, keinem erfahrenen Züchter, außer zufällig informierten oder womöglich durch praktische Erfahrung - eventuell bei langjährig praktizierenden Züchtern - bekannt geworden ist?

Wohl bemerkt in einer bestimmten Konstellation, bei Vorliegen einer besonders hohen genetischen Gleichartigkeit - welche ja im System der Rassehundezucht angestrebt wird um für Schönheits-Ausstellungen konforme Hunde der Rasse zu erreichen - werden diese Augenerkrankungen dann zwangsläufig immer häufiger in dieser Hunderasse - hier dem Do-Khyi - dann auch im klinischen Erscheinungsbild - als Erkrankung - auftauchen!

Wie sollte denn ein Zuchtverein solche Regelmechanismen der Populationsgenetik bei der Zucht von Rassehunden wirksam - quasi als eine Art "Verbraucherschutz" - eingrenzen können, wenn das Vorliegen - das Auftreten von Erbfehlern - den Zuchtvereinen in der Kenntnis und dem Wissen darüber "vorenthalten" werden?
Solches kann geschehen - wie man sieht - durch Rassehundezüchter welche nicht ehrlich sind derartige "Fehler" ihrer Zuchttiere - von Zuchttieren eines Zuchtvereines - offen zuzugeben.

Ist dann eine Augenuntersuchung der Elterntiere vor einem geplanten Wurf überhaupt eine Möglichkeit, solche "mittel- bis spät auftretenden Augenerkrankungen", welche erkenntlich erblicher Natur scheinen, wirksam für die gesamte Population einer Rasse, dem Do-Khyi einzugrenzen - zu selektieren (auszulesen)?

Man kann also sagen, dass nur eine abschließend vorgenommene Augenuntersuchung - aller in der Zucht tätig gewesener Zuchttiere - ab einem gewissen, höheren Alter, also womöglich lange nach deren Zuchteinsatz, dem weltweit alle Zuchttiere dieser Rassepopulation unterzogen werden müssten - dann einen tatsächlichen Aussagewert für diese, die betroffene Rassepopulation haben kann!
Ohne eine derartige, weltweite Regelung für alle Züchter und Zuchtvereine sind angepriesene Augenuntersuchungen vor einem Zuchteinsatz nichts weiter - als reine Augenwischerei - Das Papier nicht wert zum Schutz von Hund und Halter auf welchem diese geschrieben sein sollten!

Die Lücken im System der Hundezuchtvereine sind wohl bekannt!
Züchter welche sich nicht einmal an solche "Minimalst - Kontrollen" halten wollen wandern nicht selten ab und gründen - Eigens auf ihre Interessen zugeschnittene Zuchtvereine!

Dort vor Ort kann man dann eine Auswertung von hoffentlich durchgeführten Augen- oder Gesundheitsuntersuchungen -  die ausführende Stelle wenn überhaupt - selbst bestimmen! Das betrifft also alle vermeintlichen Kontrollen, welche so angeboten werden, als ob diese der Sicherung von "Verbraucherinteressen" dienen könnten!

Der Artikel wird fortgesetzt:
Populationsgenetik und Do-Khyi - Zuchtvereine II

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