Do Khyi Maxes Blog

Unser Ziel. Verstehen und Erhalt einer Hunderasse. Der Umgang mit einem Hund tut dem Menschen gut. Wenn der Hund gesund sein kann und einen passenden Halter findet
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Donnerstag, 17. Februar 2011

Do Khyi Notvermittlungen

Angesichts einer Welpenschwemme derzeit in Deutschland werden zunehmend Do-Khyi Notvermittelt. So suchen derzeit zwei Do-Khyi - Welpen, welche bisher noch keinen zutreffenden Halter gefunden haben, eine endgültige und artgerechte Wirkungsstätte!
  
Bildquelle:
Wer sich für eine der beiden Hündinnenwelpen interessiert kann sich hier informieren.

Auch schon ausgewachsene Do-Khyi suchen ein Zuhause, über welche hier schon berichtet wurde:

Informationen zu diesem Do-Khyi:

Auf einschlägigen Verkaufsplattformen haben wir den Begriff "abgabefertige Do-Khyi Welpen" gefunden. Mancher Do-Khyi - Liebhaber dürfte sich derzeit über das breite Verkaufsangebot für diese Rasse in Deutschland und aus benachbarten Staaten wundern. Der eine oder andere Wurf dürfte noch geboren werden.

Auf der anderen Seite wartet noch immer "abgabefertig" ein Senior Do-Khyi Rüde beim Tierschutz Dortmund auf ein endlich liebevolles und geeignetes Zuhause, damit er seinen Lebensabend nicht im Tierheim beschließen muss.  Wer hat ein Herz für diese schon etwas "graue Schnauze" und kann einen schönen Lebensabend bieten?

Wie man sieht kann das unverschuldete Pech im Leben eines Do-Khyi auch schon früh beginnen!
Nicht selten nachdem diese Hundespezialisten an Jedermann angeboten und verkauft worden sind.
Diese unverschuldet in Not geratenen Do-Khyi sind auf der Welt und haben es verdient einen geeigneten Halter, eine liebevolle Familie und eine Aufgabe - Herdenschutzhundegerecht - fürs Leben zu finden.

Bei nicht selten enger Verwandtschaft und gelegentlich auf Verkaufsplattformen nicht ganz genau nachvollziehbarer Angaben zu Papieren, sollte der Hund - der Do-Khyi - im Vordergrund für einen Haltungswunsch stehen und nicht irgendwelche Standesdünkel.

Wenn Du die Rasse liebst und einen Kameraden suchst - dem Du ein geeignetes Umfeld und passende Lebensbedingungen bieten kannst - dann solltest du die Überlegung anstellen, einem der vielen Suchenden eine Heimat und die Zusammenarbeit mit Dir als Mensch anzubieten!

@ Tibimaxe.de

Samstag, 23. Oktober 2010

Do Khyi im Portrait

Er ist mit einer der "Kleineren" unter den Herdenschutzhunden. Von nicht wenigen Liebhabern der Rasse wird er als einer der Schönsten unter den Herdengebrauchshunden empfunden. Dabei ist es noch gar nicht lange her, dass die Rasse Do-Khyi, welche auch Tibet Dogge oder Tibet Mastiff genannt wurde, nur ganz wenigen Menschen aus eigener Anschauung bekannt wurde.
Inzwischen hat sich das geändert. Man trifft ihn zwar nicht häufig aber der Do-Khyi kann inzwischen durchaus als ein "Modehund" innerhalb der Gruppe der Herdenschutzhunde bezeichnet werden. Die jährlichen Welpenzahlen in Deutschland, europa- und weltweit legen Zeugnis ab dafür.

Es war schon immer schwierig beim Anblick der Rasse Do-Khyi die einzelnen Rassevertreter zweifelsfrei  der Rasse zuzuordnen. Wie in früheren Zeiten, bei den frühen uns in Europa bekannten Schafhunden, treten verschiedene Variationen dieses Herdenschutzhundes auch in Tibet und anderen Ursprungsgebieten auf. Das Unterscheiden ist trotz Engzuchtpraktiken in den vergangenen Jahren nicht einfacher, sondern eher im Gegenteil immer schwieriger geworden. Zu unterschiedlich wirken die verschiedenen Typen untereinander, als dass ein Laie eine Versammlung davon als ein und dieselbe Rasse identifizieren könnte.

Bei den ersten Vertretern konnte man den Eindruck haben, dass diese fast überwiegend in den Farben einfarbig Schwarz und Schwarz mit tanfarbenen Abzeichen mit oder ohne einen weißen, kleinen und klar abgegrenzten Brustfleck vorkommen. Doch schon früh, noch weit vor der heutigen, modernen Zucht wurden immer wieder auch Blau einfarbige und Blau mit tanfarbenen Abzeichen erwähnt. Eine "Expedition", durch eine deutsche Gruppe Reisender durch Tibet, brachte ebenfalls Foto- und Filmaufnahmen in den 1930er Jahren mit nach Europa welche ebenfalls Blaue und Goldrot farbene Do-Khyi im noch historischen Tibet zeigen. 

Durch viele Expeditionen des frühen 19. bis 20. Jahrhunderts, durch frühe Foto- und Filmaufnahmen, sowie durch zu dieser Zeit bereits nach Europa eingeführte Hunde aus dem historischen Lebensumfeld Tibets, durch Stopfpräparate in Museen ist der Körperbau, der Typ sowie der Gesamtaufbau bis hin zur typischen Behaarung schon seit langem dokumentiert und bekannt. Während die Fell- und Haarart und der Kopftyp in einem gewissen, eingrenzbaren Rahmen variieren kann, ist der Köperbau jedoch im Großen und Ganzen immer schon deutlich der Rasse zuzuordnen gewesen.



Ein gesunder und rassetypischer Do-Khyi verkörpert den wahren Urtypen unter den Hirtennomaden- und Herdenschutzhunden. Seine Mischung aus Schönheit, Kraft und seine Intelligenz begeistert "seine" Menschen. Ebenfalls seine liebenswerte Art "seine Menschen" zum Inhalt seines Lebens und seiner Unabhängigkeit zu machen!
Nicht wenige welche einen Do-Khyi kennen lernen durften sind bezaubert von seinem stolzen, Bedacht mit Ruhe und Hoheit ausstrahlenden Wesen. Das darf aber nicht täuschen, dass ein gesunder Do-Khyi immer noch blitzschnell auf den Beinen sein kann um seine ihm angeborene Wacharbeit zu verrichten. Ebenso individuell unterschiedlich wie in seinem Erscheinungsbild als Rasse kann der Do-Khyi in seinen Wesenseigenschaften deutliche Unterschiede zeigen. So finden sich Rassevertreter welche geradezu für Meditationsübungen geeignet scheinen Manche können sich auch - wenn der Do-Khyi - Halter es versteht diesen Hund bei seinem Ehrgeiz, bei seiner Intelligenz zu packen und zu motivieren - als Agility-, Fährten-, oder auch als Therapiehunde eignen. Als "rassetypisch" darf man es nicht verallgemeinern. Speziell für diesen Zweck gibt es geeignetere Rassen.

Gemeinsam ist allen Rassevertretern nur eines: Die Fähigkeiten und Eigenschaften des Herdenschutzhundes. Das Wachen und Schützen speziell aus der Sicht des Territorialverhaltens. Dieses bedingt, dass der Do-Khyi selbständig denkt, selbständig ist und handelt, unabhängig in seinen Entscheidungen wenn er Schlussfolgerungen getroffen hat. Das macht die Erziehung unter viel Ablenkung nicht gerade einfach.
Ein Do-Khyi braucht einen geistig beweglichen Halter, mit Zeit für diesen Hund, welcher sich gerne  an und mit diesem Hund messen möchte. Auf dieser Basis kann man einem Do-Khyi ziemlich alles beibringen was man will und wofür man die erforderliche Zeit mitbringt. Ein Hund speziell für große Hundesportambitionen, Beutespiele und schnelle Trainingseinheiten ist ein Do-Khyi jedoch nicht. Er ist kein Motivations- und Beschäftigungsfetischist. Wer derartiges möchte ist mit einer anderen Rasse besser beraten!

Die Ruhe und Überlegenheit, seine Freundlichkeit und Zurückhaltung bei einem verständigen und geeigneten Halter lässt den Do-Khyi auch als einen geeigneten Familienhund erscheinen. Dies gilt speziell wenn Kinder schon etwas älter sind, gelernt haben auch das Wesen eines Hundes zu verstehen und zu achten und die Halter es lieben ihrem Do-Khyi täglich "Lernen, Spaß und Spannung" zu bieten. Der Do-Khyi ist ein sehr intelligenter, ja geradezu neugieriger Hund und er möchte etwas lernen. Er ist speziell für Menschen, welche gerne lang ausgedehnte Spaziergänge machen und dabei das eine oder andere Lernspiel einbauen können, gut geeignet.
Auf der anderen Seite darf man seine Fähigkeit und Veranlagung als selbständiger Herdenschutzhund - wofür er keine Einschulung braucht - zu arbeiten und gegebenenfalls auch zu reagieren nicht außer acht lassen. Er benötigt einen Halter welcher Situationen klärt und übernimmt um bei dieser Fähigkeit keinerlei Verselbständigung zuzulassen. Für die Erziehung braucht ein Halter Humor, Geduld, Einfühlungsvermögen und viel Konsequenz.

Je nach individueller Eigenart kann es nicht bei jedem Rassevertreter automatisch erwartet werden, dass man einen Do-Khyi, speziell in unserer stark ablenkenden Umwelt, jederzeit von der Leine lassen und sicher, ja zuverlässig, zurück beordern kann. Es gibt aber durchaus in der Rasse Do Khyi Einzeltiere welche sich auch für einen entspannten Freilauf geradezu anzubieten scheinen.
Der Do-Khyi ist also gerade im "rassetypischen Verhalten" keine jederzeit für die alleinigen Bedürfnisse des Menschen formbare Hunderasse.

Seine ihm scherzhaft als "Sturheit" ausgelegte Verhaltensart ist also nicht für jeden Hundeliebhaber geeignet.
Wie alle Herdenschutzhunde braucht der Do-Khyi Menschen, welche diese Eigenarten, Unabhängigkeit und auch ein gelegentliches Hinterfragen von gesetzten Regeln erkennen, regulieren und lieben lernen.
Dafür bekommt man einen Hund, der wenn er seinen Halter als seinen Partner anerkennen kann auf leiseste Ansagen, ja nachgerade Bedürfnisse erkennen und reagieren kann. Einen derart gehaltenen und erzogenen Do-Khyi kann man überallhin mitnehmen. Er wird sich zu benehmen wissen.

Schönheit als schwere Hypothek
Diese Mischung aus Schönheit im Erscheinungsbild, Kraft und stoischer Überlegenheit ist es welche Manchen dazu bringt unbedingt einen Do-Khyi halten zu wollen, auch wenn Möglichkeiten zur Haltung -seiner Art gerecht - fehlen sollten.
Ein Do-Khyi welcher zu einem reinen Wach- und Schutzhund eines Grundstückes, einer Familie "degradiert" wird, der nicht als Partner seiner Menschen betrachtet wird, kann sehr schnell Unsicherheiten und übersteigertes Schutzverhalten zeigen. Unpassende Erziehungsmaßnahmen, welche nicht selten auch als Empfehlung von, so sich selbst bezeichnenden "Hundetrainern" kommen, lassen dann einen Do-Khyi als eine Art schwierigen Hund erscheinen. Der Do-Khyi ist kein Hund welcher sich für eine isolierte Haltung in Zwingeranlagen, Verschlägen, Zimmern oder alleinigen Gartengrundstücken eignet. Dieses lässt den Do-Khyi zu einem traurigem, sturen und schwer kontrollierbaren Hund werden.

Seine Beliebheit unter den Herdenschutzhunden ist zu einer nicht so positiven Hypothek für seine Gesundheit und Langlebigkeit geworden. Denn viele Hobbyzüchter, nicht nur außerhalb Deutschlands, haben inzwischen angefangen "Do-Khyi" zu produzieren.
Nicht selten fehlte das genaue Wissen um den frühen Aufbau der Rasse und so kommt es, dass sich die verschiedenen Typen der Rasse eher immer weniger als eine Rasse präsentieren. Das Züchten aufs Geradewohl hat dem Do-Khyi eine Fehlentwicklung in der Zucht angelastet, so dass bereits 35 Jahre nach Zuchtbeginn die Grenzen der heutigen Hundezucht auch in dieser Rasse ziemlich deutlich aufgezeichnet wurden. Es erfordert viel Idealismus den Do-Khyi verantwortungsvoll für eine Zukunft zu züchten.
Diese Fehlentwicklung in der Zucht zeigte sich in der Festigung von verschiedenen Erkrankungsmöglichkeiten, welche damit bereits heute auch als rassetypisch für den Do-Khyi gelten können.

Erkrankungen des Skeletts, der Muskulatur gehören ebenso dazu, wie verschiedene Augenerkrankungen aber auch Stoffwechselerkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems und des Immunsystems sind zu nennen. Bis heute gibt es noch keine, durch Mitarbeit von Zuchtvereinen oder andere offizielle Stellen geförderte statistische Auswertung, zum Beispiel allein nur zur durchschnittlichen Lebenserwartung der Rasse. Ebenso streben die vielen, gesplitteten Rassezuchtvereine für den Do-Khyi weltweit, eine Klärung oder züchterische Aufarbeitung verschiedener, womöglich oder bekannt erblich weiter gegebenen Erkrankungen mittels der Nutzung der Molekulargenetik, durch den vorbeugenden  Einsatz von Gentests bis heute nicht an. 
Die Zucht und Zukunft der Rasse Do-Khyi also bleibt weiterhin vollständig in die alleinige Verantworlichkeit von "Hobbyzüchtern" gestellt.

Schon früh, nach dem erneuten Beginn der Do-Khyi - Zucht, waren Einflüsse anderer Hunderassen zu verzeichnen. So sind auch heute noch deutlich die Merkmale, zum Beispiel des in Amerika früh in die Rasse eingeführten Akita Inu zu erkennen. Weltweit lassen sich für auch bemühte Neuzüchter gerade diese  verschiedenen Einflüsse - ohne eine umfassende Einführung durch wenige wirklich kundige Züchter - in ihren Auswirkungen, speziell bei einer Weiterzucht nicht mehr eingrenzen.
Auf diese Weise erklärt sich die Zunahme der unterschiedlichsten Do-Khyi - Typen.

Worauf man beim Do-Khyi - Kauf achten sollte
Neben den oben genannten gesundheitlichen Aspekten gilt es noch einen weiteren, wichtigen Punkt zu beachten:
Wer sich einen Do-Khyi halten möchte, sollte nur bei einem Züchter kaufen, dessen Hunde in Haus und Familie vollkommen integriert sind. Keine alleinige Gruppen- oder "Rudelhaltung". Keine Aufzucht und Haltung in Zwinger- mit Freilaufanlagen. Keine Verwahrung der Hunde in abgeschlossenen Zimmern.  Keine zwei bis vier Würfe je Saison zur selben Zeit. Nachdem es sich beim Do-Khyi um sehr sensible Hunde handelt ist es nicht einfach, ja oft sogar kaum mehr möglich Fehler und Vernachlässigung durch den Züchter in der wichtigen Früh- und Aufzuchtphase später zu korrigieren.

Do-Khyi welche in den ersten wichtigen Wochen nicht mit der notwendigen Zuwendung durch Menschen aufgewachsen sind können das Versäumte, auch bei aller Hundehalterkenntnis, fast nicht mehr aufholen. Sie bleiben ihr Leben lang scheu, zurückhaltend und unsicher, nicht selten sogar gegenüber dem Halter.
Solche Do-Khyi und Herdenschutzhunde haben keine Chance jemals den positiven Teil des Charakters, Ruhe und Sicherheit wie auch Zuverlässigkeit der Rasse auszustrahlen oder je auch nur auszuleben.
Desto wichtiger ist es, einen Züchter sehr sorgfältig auszuwählen. Züchter welche Do-Khyi - Welpen bereits ab der 8. Woche verkaufen finden sich sicher nicht darunter. Der Do-Khyi ist ein Spätentwickler und benötigt bis zur mindestens 11. - besser 12. Woche noch seine Familiengruppe und Mutter.
Um so besser, wenn der Welpe bereits schon bei seinem Züchter möglichst viele Erfahrungen mit allen möglichen Tieren, allen möglichen Menschen, anderen Hunderassen und Umweltbedingungen machen konnte.

@ Tibimaxe.de

Montag, 13. September 2010

Rottweiler Todesfall Hund

Und wieder! Es ist dieses Jahr 2010 der dritte Todesfall eines Kindes durch einen Hund. Es ist eine erschütternde Nachricht welche uns alle über die Nachrichtensender am 12. September 2010 erreicht.
Und wieder: Völlige Verantwortungslosigkeit von Menschen welche maßgeblich zu diesen Todesfällen beitragen - Verantwortungslosigkeit welche die eigentliche Ursache ist!
Wieder: Keinerlei Aufarbeitung der tatsächlichen, bekannten Ursachen in der Öffentlichkeit - nur "Showreaktionen".

So kann Herr Scholtysek in der Illustrierten Tageszeitung "Bild" eine Aufsehen erregende "Geschichte" schildern. Es stünde im Auftrag der Medien, der Presse endlich grundlegende Ursachenforschung zu betreiben und die Öffentlichkeit recherchiert und fundiert über die tatsächlichen, auch wissenschaftlich belegbaren, Ursachen dieser entsetzlich traurigen Wiederholungen zu informieren!

So wird an anderer Stelle bereits sehr treffend endlich zu den Ursachen Stellung bezogen.

Kein Unfall, keine Tötung ist bisher durch die eilfertig entwickelten "Kampfhundeverordnungen" verhindert worden. Was wie immer fehlen wird ist jedwede Reaktion, Stellungnahme oder aber auch schlussendlich Forderung aus der "Hundewirtschaftswelt" an die Behörden! 

Die grundlegenden Ursachen sind jedem, der sich tatsächlich in der Hundewelt umsieht, hinlänglich bekannt:

  • Jeder kann sich einen Hund, gleich welcher Art und Wesensverfassung, kaufen - bekommt diesen verkauft und kann seinen Hund trainieren, egal wie und was, ohne irgend einen Befähigungsnachweis zu führen.
  • Jeder kann eine "Hundeschule" eröffnen, zum Training anleiten, gleich welcher Eignung. Jedermann kann Hunde züchten und verkaufen, eine Eignung wird nicht hinterfragt. Jeder kann Hundepensionen führen - ohne Befähigungsnachweis. 
  • Und zum Schluss: Jeder kann einen Hund halten wie er es meint, egal ob geeignet oder nicht und bekommt diesen auch verkauft!

Das Verkaufen von Hunden und dazu von verschiedenen Dienstleistungen - fast glaubt man sich nicht in Deutschland - gleicht einer Anarchie und Hunde werden wie Goldhamster gehandelt.
Das immer wieder von Politikern diskutierte Rasseverbot bringt keine Sicherheit angesichts der  tatsächlichen Ursachen für derartige Tötungsfälle, die Meinung und Feststellungen von Experten wird weiterhin ausgeklammert. So werden die verantwortungsbewussten Hundehalter und Hundezüchter für das Vorgehen bestimmter und ganz konkreter Gruppen bestraft und die wirklichen Verursacher werden lediglich eine Rasse wechseln.

Tatsächlich jede Hunderasse wird über deren ausschließlich positivsten Eigenschaften beworben. Nicht selten werden Eigenschaften übertrieben geschildert. Schönmalerei ohne Rücksicht auf das Werden und Entstehen von Einzelindividuen. So entstehen Fehleinstellungen und Schlagzeilen "...dass wieder ein angeblich harmloser Familienhund zur reissenden Bestie wurde..."
Und so kann man in einem Rasseportrait eines Zuchtvereines von Herdenschutzhunden finden:

"....als Therapiehunde eingesetzt, begeistern sie durch ihr fast spirituelles Einfühlungsvermögen..."

Gilt das für alle Individuen einer derart beschriebenen Gross-Hunderasse? Auch für solche, welche wir unter anderem auf einschlägigen Verkaufsplattformen auch des Welpen-Handels finden?

Die völlige Freiheit der Hundezucht in ihren Verkaufsinteressen hat zur Folge, dass auch Grosshunderassen gleich aus welchem züchterischen Hintergrund, aus zwielichtigen Quellen, aus  im Wesen  ungeprüften Eltern und exotischen Ländern mit völlig anderen Wesensanforderungen kommen können, um dann als Risikohund womöglich zur "Kinderbeschäftigung" bei uns zu leben!
Wir haben an anderer Stelle dieses Thema bereits schon einmal fundiert behandelt.

Es wird Zeit die "Vogel-Strauss-Politik" aufzugeben und direkt auf die tatsächlichen Ursachen für diese womöglich vermeidbaren Vorfälle hinzuweisen! Zeit Forderungen zu stellen grundlegend die Fehler im System, welche zu Tötungen, führen möglichst wirksam einzugrenzen und abzustellen.
Drei Todesfälle in einem Jahr sind trauriger Nachweis, dass die Rasselisten, die Form der Gefahrhundeverordnungen zur Vorbeugung ein völlig unwirksames Instrument waren und sind!
Die Grundlinien, welche in der Schweiz für alle - Hundehaltung, Hundezucht und Hundeimport neu aufgestellt wurden, sind der beste Beweis dafür, dass ursächliche Mechanismen der Risiken bekannt sind, verstanden wurden und auch behördlich umgesetzt werden können!

@ Tibimaxe.de

Mittwoch, 8. September 2010

Do Khyi Rassetypisch

Do Khyi und rassetypische Möglichkeiten bei Rassehunden

Das System unserer heutigen Rassehundezucht sucht nicht nur beim Do Khyi Hunderassen zu züchten welche sich - durch eng gefasste Standards - möglichst gleichen wie ein Ei dem Anderen.

So kann ein Rassehunde - Liebhaber heute ein der Rasse typisches Aussehen erwarten, so dass jedermann erkennt - bei allgemein geläufigen Hunderassen - um welche Rasse es sich handelt. Aber auch innerhalb der verschiedenen individuellen Ausstattungen innerhalb einer Hunderasse kann bei einem Rassehund - auch dem Do Khyi - von einer speziellen, der Rasse typischen Verhaltens- und Einsatzweise ausgegangen werden. Gerade Letzteres ist im Sinn eines hoffentlich passenden Einsatzes und zutreffender Haltung interessant. Und doch ist gerade und speziell bei diesem wichtigen Aspekt der Anschaffung - trotz aller Auslese - bis heute immer noch die individuelle Ausstattung des jeweiligen Hundes zu betrachten!

Das der jeweiligen Rasse eigene, der Rasse typische möglichst nach Standard konforme Aussehen wird durch Schönheitsausstellungen, den Nationalen Ausstellungen (CAC) oder Internationalen Ausstellungen (CACIB) nach dem Internationalen Standard für eine Rasse bewertet. Größtmögliche Gleichheit, also auf solche Art erklärter Rassetyp, wird letztendlich mit Championaten bewertet.
Nicht mehr und nicht weniger!

Unser System der Rassehundezucht, welches im ausgehenden Viktorianischen Jahrhundert (um 1850 - 1900) "erfunden" ist, wurde bis vor kurzem noch völlig unkritisch betrachtet. Ziemlich schnell wurde durch Auslese auf Einheitlichkeit (Verwandtschaftszucht, Inzucht, Linienzucht auf Verwandtschaftszucht) mit immer enger gefassten Standard - Bestimmungen rassekonformes, rassetypisch genanntes Aussehen erzielt. Danach (ab 1960 aber auch schon davor) konnten Steigerungen beobachtet werden. Steigerungen in Größe, Kleinheit, Farben, Faltenbildung,  Umformungen, Rückbildungen - kurz extreme Übersteigerungen genannt, welche rassetypisch angedeutete "Attribute" körperlich stark überzeichnet herausgestellt haben. Vereinheitlichung ist die Devise.
Der Fantasie des Menschen sind bei der Wandlungsfähigkeit des Hundes hier scheinbar keine Grenzen gesetzt!
Inzwischen avanchiert der Rassehund zum Modeartikel. Wenn es "In" ist zum Beispiel Mops zu "tragen" erwartet die Gesellschaft Bedürfnisbefriedigung. Dass dieser in den vergangenen paar Jahren darüber noch kleiner, noch zwergenhafter geworden ist wird der Mode keinen Abbruch verschaffen.

Zurück bleiben Hunderassen, welche - aus der Mode gekommen - schwer an dem unbekümmerten Materialismus in der Hundezucht zu tragen haben. Rassetypische Erkrankungen und einer Rasse eigenes Leid durch Übertreibungen und Engzuchtpraktiken haben in erster Linie die Hunde zu "er"tragen!

Derselbe Mechanismus welcher - unter dem Ignorieren aller neuen Erkenntnisse ab cirka 1920 mehr und mehr bis zur Fülle der wissenschaftlichen Erkenntnisse unserer heutigen Zeit- weiter an der Rassekonformität der rassetypischen Merkmale festhält ist relativ unbeweglich dieselben Mechanismen, welche er für positiv gesehene Rassekennzeichen nutzt, auch bei den negativen, bei den für eine Rasse typischen Erkrankungen anzuerkennen...(!)

Auf diese Weise wurde der Boden bereitet für einen Materialismus in der Hundezucht, betreffend von Mischlingshunden!
Auch und nicht nur der Do Khyi ist davon betroffen.

Nun heißt das nicht automatisch, dass fernab jeglicher Gesundheitskontrolle "gezüchtete" Mischungen aus zwei, drei, vier oder im Falle des Do Khyi verschiedenen Rassen, analog zu ihren nicht selten auch schon gesundheitlich angeschlagenen Rassevorfahren, dann für ein paar Zuchtgenerationen - unter Beibehaltung des althergebrachten Zuchtsystems - gesünder wären!

Rassetypische Attribute wie Aussehen und damit einhergehend, je nach Engzuchtpraktiken der Vergangenheit, auch der Rasse typische Erkrankungen bedeuten nicht auch automatisch, dass ein Hund einer Rasse gleich einem Automatismus an solchen Erkrankungen leiden wird.
Es bedeutet also nicht, dass der Hund notwendigerweise krank werden muss oder gar gleich mehrere von solchen Erkrankungen aufweisen wird!
Es bedeutet - analog zur Verlässlichkeit auf rassetypisches Aussehen und Verhalten - dass wenn der Hund krank werden sollte, es wahrscheinlicher eine der als rassetypisch bezeichneten Erkrankungen sein wird. Dieser Mechanismus ist unserer auch noch heutigen Praxis der viktorianischen Rassehundezucht zu verdanken.

Manche Erkrankungen haben mit der Auslese auf "Rassetypisches Aussehen" zu tun. Andere sind den Engzuchtpraktiken geschuldet. Kein Grund aber für erkennbar verantwortungsbewusste Züchter solchen Entwicklungen nicht entgegen zu treten. Die Unbeweglichkeit von manchen Rassezuchtvereinen muss nicht zwingend von verantwortungsbewussten Züchtern nachvollzogen werden!
Bei manchen Rassen allerdings kann diese Einsicht womöglich zu spät kommen.

@ Tibimaxe.de

Donnerstag, 5. August 2010

Do Khyi Rasselisten Reisen mit Hund

Und wieder ein Reiseland welches man meiden sollte!

Auf welche Weise auch immer derartige Rasselisten entstehen: Für den Do-Khyi Halter trotzdem wert betrachtet zu werden. Ab dem 1. Juli 2010 hat Dänemark eine Rasseliste!
Diese betrifft unter anderem auch einige der Herdenschutzhundrassen! Es werden Hunde kollektiv bestraft für Versäumnisse der menschlichen Gesellschaft. Immer noch - wider besseres Wissen!

Auch die entsprechenden Hunderassen von Touristen, welche mit Hund einfach nur Urlaub machen wollen sind betroffen!
Der geforderte Rassenachweis - auch für Touristen - für nicht mit "durch die Behörden anerkannten Abstammungsnachweise" ausgestatteten Hunden, dürfte schwierig werden. Analog zu den Erfahrungen in den Niederlanden. Bei Mischlingen oder "papierlosen" Rassevertretern dürfte sich eine Einreise schwierig und ein Nachweis nahezu als unmöglich erweisen.

Auch der Sarplaninac findet sich auf der Dänischen Rasseliste. Eine Verwechslung mancher heutiger goldzobel-farbenen Do Khyi mit dem Sarplaninac an der Grenze kann nicht ausgeschlossen werden!

Wir werden in Zukunft - obwohl nicht betroffen - auf unsere Urlaube an der dänischen Ostseeküste verzichten.
Natürlich kann man mittels einer Petition seinen Protest ausdrücken.

Es gibt viele schöne Strände an der Ostseeküste - ohne Dänemark besuchen zu müssen!


@ Tibimaxe.de