Do Khyi Maxes Blog

Unser Ziel. Verstehen und Erhalt einer Hunderasse. Der Umgang mit einem Hund tut dem Menschen gut. Wenn der Hund gesund sein kann und einen passenden Halter findet

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Do Khyi Die Rasse historisch betrachtet

Rückbesinnung. Eine Betrachtung der Rasse auch Tibet Mastiff oder Tibethund, Tibeter genannt und was die Rassezucht aus dem Hund der Tibetischen Bevölkerung macht.
Beim Blättern in alten Büchern haben wir vor kurzem eine sehr gute und treffliche zeichnerische Darstellung des Do-Khyi, so wie er vor 106 Jahren aus Tibet nach Europa importiert wurde, wieder entdeckt. Diese Zeichnung des Tiermalers Richard Strebel in seinem Buch "Die deutschen Hunde" 1904/1905 zeigt die Tibetische Dogge (Do Khyi) des Industriellen Dötzler, Frankfurt/ Main.
Tibetaner. Richard Strebel 1904/1904 Portraitzeichnung
 
Es ist eine Portraitstudie welche exakt den Typ und die rassetypischen Besonderheiten der noch original aus dem historischen Tibet stammenden Tibet Dogge (Do Khyi) im ausgehenden 18. Jahrhundert zeigt.
Deutlich erkennbar in der Zeichnung das Verhältnis Oberkopf zu Fang, sowie der Ausdruck und der Einsatz und die Form der Augen. Der Ohrenansatz und Ohrenlänge im Verhältnis zum Fangansatz. Ebenfalls deutlich erkenntlich die Besonderheit der Kronenbildung der Haare auf dem Kopf. Sprich dem Ansatz und Beginn einer länger im Haar ausgebildeten Mähne auf dem Oberkopf. Ebenfalls ist die Belefzung der historischen Hunde der Rasse gut zu erkennen!

Aus der Zeit nur dreißig Jahre später in Großbritannien sind noch Fotoaufnahmen der damaligen Nachkommen aus original aus dem historischen Tibet eingeführten Do Khyi vorhanden. Fotoaufnahmen von original importieren Tieren der Rasse, welche dem "besten Typ" zugerechnet wurden.
Angesichts solcher überlieferten Bilder der Rasse muss man sich wundern was bis heute in den Köpfen von Zuchtverantwortlichen daraus gemacht worden ist!
Tomtru 12 J. GB 1932 Tricolor, Black & tan mit weißer Blesse
 
Auf der anderen Seite gibt es heute immer noch Zuchtlinien, speziell in Europa, welche noch ein wenig diesen Rassetyp erkennen lassen. Dieses Bild aber ist selten und dürfte wohl verschwinden.
Die Rasse Do-Khyi wird zu einem krankhaften Übergiganten gezüchtet dessen Aussehen nichts mehr mit den vitalen Hunden der Tibetischen Bauern, Hirten und Nomaden gemeinsam hat! Insbesondere der, für diese Rasse, so typische Ausdruck und die körperliche Fitness hat gelitten!

Die Rasse leidet an einer übermässigen Faltenbildung welche den Ausdruck zu einem völlig anderen macht. Mit einher geht eine übermässige Belefzung welche den Halter zu dauerhaften Lefzenpflege bis hin zur operativen Korrektur verpflichtet. Ebenfalls dadurch betroffen sind die Augen welche im Fall der sich entwickelten übermässigen Weite des Lids (Ektropium) oder durch eine Einwärtsrollung des Lids (Entropium) eine operative Versorgung bedingen um die Sehfähigkeit auf Dauer beschwerdefrei für den betroffenen Hund zu erhalten. 

Der Do-Khyi ist eines der Beispiele dafür, dass die Rassehundezucht mit deren Mechanismen an sich nicht in der Lage ist eine Hunderasse, gerade einmal für 106 Jahre (!), in ihrer Funktionalität zu erhalten!

@ Tibimaxe.de






Dienstag, 7. Dezember 2010

Do Khyi Gesundheit - Das Gewitter im Kopf Epilepsie

Do-Khyi Gesundheit: Epilepsie - Das Gewitter im Kopf. Es ist scheinbar ruhig geworden um das Thema von epileptischen Anfällen bei Vertretern der Rasse Do-Khyi. Scheinbar. Hinter den Kulissen, weniger wahrnehmbar für Do-Khyi - Halter, hat sich indessen vieles bewegt.
Nein nicht in der Abarbeitung durch Zuchtvereine oder - Verbände, leider!

Indessen haben etliche, innerhalb der Zucht der Rasse, weltweit wohlbekannte Zuchtstätten ihre Bemühungen eingestellt. In Deutschland, zum Beispiel wurde, seit dem Beginn der Zucht Ende der 1970er Jahre, zum dritten Mal die gesamte Zuchtpopulation annähernd "getauscht" ...
Eine Art Neuanfang sozusagen. In der Populationsgenetik jedoch eng mit den Vorläufern verwandt. Zucht zum Erhalten der Vielfältigkeit?
Während in Deutschland nicht mehr aktive Zuchtstätten buchungstechnisch noch "aufgeführt" werden sind in anderen Ländern der Erde, im Ausgleich, ungleich viele neue Zuchtstätten gegangen und entstanden. Allesamt ist in der Zuchtarbeit ein Trend zur Einfügung von - aus verschiedenen asiatischen Staaten, von selten nicht einsehbarer Herkunft - importierter Hunde in die Rasse zu verzeichnen. Es wandelt sich das Bild der Rasse.

Über eventuelle Abarbeitung, im Sinn von Verantwortung auf Erhalt einer Rasse durch "sich verantwortlich bezeichnende" Do-Khyi - Zuchtvereine haben wir in der Mitteleuropäischen Zucht nichts entdecken können. Die Notwendigkeiten, trotz weltweiter Verwandtschaften, gemeinsam an der Klärung von Ursachen für epileptische Anfälle bei der Rasse Do-Khyi Sorge zu tragen - um eventuell Vorsorge betreiben zu können - wurden anscheinend nicht erkannt.

Statt dessen wird in Deutschland ein Verein zur Förderung des guten Rufes der Rasse Do-Khyi von einigen Züchtern betrieben. Das Wirken erstreckt sich, unter anderem, auch auf die Bewerbung und Kontaktmöglichkeiten vor allem für Halter und evenuelle Neuzüchter mit nicht ganz gesunden Hunden dieser Rasse. Solchen wird speziell der Eindruck geboten sich dort Erfahrungen und Hilfe holen zu können und eine "moderne" Zucht zu unterstützen. Dieser Gedanke hat bereits gut funktioniert und eine wissenschaftliche Abklärung zur Ursache von Epilepsie bei einem Do-Khyi konnte scheinbar vorläufig verhindert werden.

Es ist wichtig, dass das Thema Epilepsie beim Hund auch bei Züchtern und Haltern endlich aus dem Bereich der verschwiegenen Erkrankungen kommt - in den Bereich der offenen, wissenschaftlichen Betrachtungen. Keine Hunderasse, kein Mischlingshund kann quasi in einer Art Automatismus verschont bleiben. Das "Gewitter im Kopf" kommt überall vor - auch beim Menschen.

Statt dessen kann man beobachten, dass Zuchtvereine und deren Funktionäre für die Rasse, lediglich die eigenen, selbst gezüchteten Hunde betrachten. "Bei uns kommt so etwas nicht vor" Diese Argumentation angesichts der Mechanismen der Populationsgenetik, speziell bei seltenen, exotischen Rassen darf womöglich als "Verantwortung nicht wahrnehmen" bezeichnet werden.

Bislang ist der Gang dieser Erkrankungen beim Hund immer noch nicht hinreichend, wissenschaftlich belastbar geklärt. Bei den Mechanismen in der Welt der Hundezucht muss das nicht wundern.

Ist die Epilepsie wirklich erblich?
Zu diesem Thema haben wir in der neuen Dezember - Ausgabe der Hunde - Fachzeitschrift "Hunde-Welt" einen sehr informativen und ausführlichen Artikel gefunden: Epilepsie: Das Gewitter im Kopf

Es hat sich etwas gewandelt in einem Teil der Hundezüchterwelt. Der Beitrag ist von einem betroffenen Züchter geschrieben! Es gibt Hundezüchter welche Verantwortlichkeit in der Hundezucht für ihre Nachkommen und die Rasse ernst nehmen. Leider, auch darauf weist dieser Artikel hin - befinden sich diese in der Minderheit.
Beim Do-Khyi erscheint die Lage genauso hoffnungslos. Wobei wir nicht sagen, dass man die Wenigen nicht finden könnte!

Es erfordert aber die Zusammenarbeit vieler falls Bemühungen - eines Tages Ursache, Weg und Abhilfe zu finden - in naher Zukunft eine Aussicht auf Erfolg für Hunde, Züchter und Halter sein sollen.

Statt dessen sind für die Rasse Do-Khyi auf den Webseiten eines Züchters und Deckrüdenbesitzers - organisiert in einem scheinbar renommierten Zuchtverein und Verband - die leider üblichen Darstellungen zu Ursachen für Epilepsie auch noch öffentlich für die Welt zu entdecken!
Angesichts von heutigen Erkenntnissen, speziell der Erbgänge und Genetik in Rassepopulationen, ein Zeugnis für das fehlende Erkennen der Zusammenhänge eines Do-Khyi - Züchters in einem renommierten Verein.
Darf man in der Sache "Wenn es um den Hund geht..." wirklich eine Vertretung der Hunde um die es geht erwarten? Schulung, wie an allen Orten angepriesen von Züchtern welche Verantwortung für die Gesundheit jeden einzelnen, gezüchteten Nachkommen haben?


Statt dessen wird mit Unterstützung versucht betroffene Halter auch gerichtlich am Sprachgebrauch des Begriffes Epilepsie im Zusammenhang mit der Rasse zu hindern! Womöglich scheint das die einzige Sorge. Manche Vorgänge hinter den Kulissen sprechen dafür und man kann das auch im empfohlenen Artikel der Ausgabe 12/2010 in der "Hunde-Welt" lesen.

Nun ist es ja nicht so, dass es sich nur um Ein Einzelschicksal handeln würde! Jeder Züchter welcher sich tatsächlich kundig machen möchte und von seinem Zuchtverein keine Aufklärung erhalten haben sollte, kann in der heutigen Zeit - mittels Internet - zum Beispiel auf den Seiten des Finnischen Kennelclub, deutliche Benennungen und Stellungnahmen zum Thema finden!
Die Annahme der Verantwortung in diesem Land wird auch in dem Artikel der Zeitschrift Hunde-Welt erwähnt.

Auch das offene Eingestehen eines Züchters in den USA, welcher beruflich vorgebildet einen Erbgang bei seinen eigenen Nachkommen nennt, durch entsprechende Zuchtversuche, welcher nachfolgend Eltern von betroffenen, eigenen Nachkommen nennt, dürfte - da weltweit verbreitet - den Weg an wirklich interessierte Züchter und hoffentlich auch offen in die verantwortlichen Zuchtvereine der Rasse gefunden haben. Statt dessen wird manches Thema auch heute noch lieber tot geschwiegen.

Öffentlich für die Welt sind auch Aufrufe an alle Halter und auch Züchter, Blutproben von erkrankten Tieren oder auch all derer (Populationsgenetik) gesund gebliebenen nahen Verwandten (also alle) in einer Blutdatenbank zum Zweck einer wissenschaftlichen Studie einzusenden!

http://www.dokhyi-epilepsie.de


Vom Züchter und Zuchtverein/en jenes und anderer an Epilepsie erkrankten Do-Khyi indes sind keinerlei Bemühungen und Aufrufe zu entdecken!
Im Gegenteil, der Kundige in der Do-Khyi - Welt der Menschen weiß, dass nicht einmal richterliche Auflagen eines Vergleiches je angedacht wurden - von Züchterseite eines betroffenen Hundes der Rasse - einzuhalten!
Statt dessen erfahren Halter von an Epilepsie erkrankten Hunden die Erkenntnis von keinerlei Hilfe oder Unterstützung nicht einmal zur grundlegenden, medizinisch vollständigen Abklärung ob eine Erkrankung aus der Rasse, sozusagen aus der Population - oder aus diesem Einzeltier kommen könnte!

Sämtliche Schriften in einem Fall zum Beispiel an den betreffenden Zuchtverein oder dessen übergeordneten Zuchtverband wurden nicht im Sinn, der eigentlich im Eigeninteresse aller Züchter der Rasse stehenden grundlegenden Abklärung, bearbeitet oder zumindest auch nur die notwendigen medizinischen Untersuchungen - zwecks Hilfestellung zur Abklärung der Ursache auch für die Zuchtpopulation - benannt. Solches müsste im Interesse einer Rasse ja dann auch - zur Information aller welche Meldungen abgeben könnten - eigentlich öffentlich passieren!


So kann es vorkommen, dass Neuzüchter und eventuell auch andere der Rasse Do-Khyi keine umfassende Aufklärung vom Vorkommen epileptischer Anfälle in der, weltweit populationsgenetisch so eng verwandten, Rasse Do-Khyi haben können. Egal in welchem Zuchtverein oder Verband oder wo sonst gezüchtet wird. Grundlegendes Wissen für alle wird auf solche Weise nicht erworben oder gar für alle einsehbar und umsetzbar vorgehalten.

Dieser fatale Kreislauf wird auch in dem empfehlenswerten Artikel in der "Hunde-Welt" Ausgabe 12/2010 ausführlich beschrieben.
Indes scheint auch - wie in diesem Artikel erwähnt - in jedem Zuchtverein die Methode üblich, lediglich den erkrankten Hund selbst für eine weitere Zucht zu sperren. Alle Zuchtsperrungen können im System der Hundezucht nur funktionieren wenn es sich um Hunde eines Vereines, im Inland lebend handeln sollte! Es wird zwar grenz- und vereinsübergreifend gezüchtet aber eine Vernetzung und Austausch weltweit mit den leicht für Jedermann erreichbaren Mitteln der Technik sind noch immer im System Fehlanzeige!

Die Geschwister, die Eltern, also die nahen Verwandten in der Population können unbeschadet weiter für die Zucht verwendet werden! Wie im Artikel geschrieben, wird von renommierten Tiermedizinern und Fachleuten etwas anderes empfohlen!
Beim Do-Khyi indes werden an Epilepsie erkrankte Hunde noch nicht einmal den Züchtern genannt, sprich deren Erkrankung und Zuchtsperre für Züchter der Rasse öffentlich zugänglich gemacht.

So ist dem Hörensagen in der Züchterwelt Tür und Tor geöffnet. Es wurde in der Vergangenheit von einigen Wenigen nicht selten auch genutzt um einen eigenen Vorteil beim Wettbewerb um den Welpenabsatz der Rasse zu erreichen! Das konnte man speziell für den Do-Khyi in Deutschland und Frankreich feststellen. Es wird Zeit dem Thema in den Rassezuchtvereinen einen, für alle jederzeit nachvollziehbaren, offiziellen Charakter zu geben.
Es wird Zeit, wenn die Zucht einer Rasse mehr sein soll, als "schöne Krönungen der Schöpfung" zu erschaffen, sich der offiziellen und rückhaltslosen wissenschaftlichen Abklärung zu widmen!

Das Thema epileptischer Anfall bei einem Rassehund ist immer noch für den Züchter wie Halter des Hundes, falls diese es öffentlich machen, gerade in Kreisen der Zuchtvereine und "Vereine für die Rufförderung", zum Beispiel des Do-Khyi, Grund zu einer Stigmatisierung.

"Bei uns ist kein Fall bekannt" oder "wegen der paar Fälle bei uns in den vielen Jahren".
Dieser Spruch ist eine Ausrede nichts zu unternehmen und gerade in Deutschland und Europa - mit dem Wissen nach dem Ende der 1990er Jahre - nicht verständlich. So kommt es zu Neuzüchtern welche keinerlei Chance haben - unbeeinflusst - aber beschult mit wirklich fundiertem Wissen in der Populationsgenetik - nicht nur in der Rasse Do-Khyi auf Dauer gesunde Nachkommen zu züchten. Dieser Mechanismus gilt leider bei mancherlei Erkrankungen.
Womit wir wieder bei der Beobachtung der Einstellung so vieler, einst erfolgversprechender Zuchtbemühungen von Zuchtstätten für die Rasse Do-Khyi in der globalen Do-Khyi - Zucht wären.

Den Artikel in der "Hunde-Welt" 12/2010 ..."Epilepsie: Das Gewitter im Kopf" möchten wir als sehr lesenswert (!) empfehlen, für Halter, speziell betroffene Halter und Züchter, um eine realistische Betrachtung der Epilepsie beim Hund und auch der Epilepsie beim Do-Khyi zu erwerben!
Vor allem auch die Beschreibung der erforderlichen, notwendigen Untersuchungen zur grundlegenden Abklärung der Erkrankungsursache sind notwendiges Wissen für Jeden!

Dieses Wissen wird ein Do-Khyi - Halter, so wie es derzeit scheint, nicht unbedingt bei jedem Zuchtverein erwerben können!

@ Tibimaxe.de

Freitag, 26. November 2010

Populationsgenetik und Do-Khyi - Zuchtvereine II.

Zum Thema Verbraucherschutz und Rasseschutz hinsichtlich auftauchender Erbfehler, welche sich in Erkrankungshäufungen zeigen, haben wir im ersten Teil den Weg beschrieben. Den Regelmechanismus der Populationsgenetik,dass nicht nur erwünschte, sondern auch unerwünschte Eigenschaften im System der Rassehundezucht auch optisch, sozusagen klinisch bei Erkrankungen in Erscheinung treten werden.

Rassehundezüchter, welche sich minimalen "fremd bestimmten" Kontrollen nicht mehr unterziehen wollen können eigene Zuchtvereine gründen. Womit hier nicht gesagt sein soll, dass solches generell bei jedem Zuchtverein anzunehmen ist!

Jeder Zuchtverein kann werbetechnisch Kontrollen oder Reglements als Oberbegriff zur Bewerbung seiner Aktivitäten bei der Verbreitung seiner, beim jeweiligen Zuchtverein angebotener, Welpen aufführen. Es gibt keinerlei gesetzlich vorgeschriebenen Mindest-Standards oder gar vom Gesetzgeber angedachte Kontrollorgane.
Die Rassehundezucht kontrolliert sich - renommiert oder nicht - selbst!

Ist nun, nach der Aussage eines Hundezucht - Vereinsfunktionärs zur Bewerbung von Hundezuchtvereinen - von der Sicherung der Interessen der Hundekäufer, welche Do-Khyi oder Nachkommen anderer Rassen erwerben wollen - ja wenigstens der Hunde - durch Zuchtvereine zu sprechen?


Oder sagt dieses lediglich aus, dass anzunehmen ist, dass die Rassepopulation welche "käuflich" bei manchen Rassezuchtvereinen (zu einem guten Preis) an "Verbraucher" (Hundehalter und Züchter) abgegeben wird, sich aufgrund der "Populationsgenetik" (Beispiel Teil 1) gar nicht mehr zu einer unbesehenen Weiterzucht durch unbedarfte, womöglich in einem Zuchtverein oder auch in keinem Verein organisierte "Hobbyzüchter" eignet?

Es werden ja nicht selten auch Do-Khyi - Zuchttiere in solche Hände außerhalb von Zuchtvereinen- und Verbänden verkauft welche in sogar renommierten Zuchtvereinen bereits eine Zuchterlaubnis, ja sogar Nachkommen hatten!

Heißt das im Umkehrschluss, dass vermehrt Erberkrankungen auftauchen werden - in einer Art zwingender Regelmechanismus - weil in solchen Fällen dann (Beispiel Teil 1) - Zuchttiere bei deren Nachkommen Erbfehler aufgetreten und weiter zu erwarten sind - in züchtende Hände "außerhalb" von Zuchtvereinen abgegeben, sprich verkauft werden?

Oder sind mit der Aussage jenes Zuchtfunktionärs fehlende Reglements, also Zuchtbestimmungen gemeint welche (Beispiel), mangels Ehrlichkeit bei manchen Züchtern heute und in der Vergangenheit - sowieso bei den Zuchtvereinen nicht zu offenem Wissen und damit zu Vorbeugung führen können!
Wie man sieht hängt in der Rassehundezucht vieles an der persönlichen Handlungsweise eines jeden Züchters! Jeder einzelne kann aber in der Populationsgenetik in der Gesamtheit der Rassepopulation über ein paar Generationen erheblichen Schaden zufügen.
Dem verantwortungsbewussten Handeln und grundlegendem Wissen um Populationsgenetik eines Züchters müsste also das Hauptaugenmerk, die größte Priorität zugemessen werden!


Derzeit gibt es in Deutschland zum Beispiel für den Do-Khyi drei Zuchtvereine. Was im Hintergrund ein Verein eigentlich bedeutet - hier in diesem Fall als Interessengruppe für Züchter - darauf haben wir bereits vor einiger Zeit hingewiesen.
Die Satzungen und hoffentlich vorliegenden Zuchtbestimmungen, sowie auch die Kontrollmechanismen sind jeweils durch einen Zuchtverein "selbst verordnet" und unterliegen der Mehrheit der jeweiligen Meinungen der im Vorstand und Mitgliedschaft vertretenen Züchter.
Was wenn eine Richtung dominieren sollte?
Zum Beispiel die Meinung bei der Vermehrung einer Rasse möglichst wenig Kosten je "Züchter" und "Welpe" zu haben? Zuchtbestimmungen kann man mit Beschluss in Zuchtverein jederzeit ändern!

Sind auf diese Weise die Minimal - Voraussetzungen, zum Beispiel des in Deutschland wirkenden VDH - immer und für jeden Zuchtverein - bei lediglich "etwas Unabhängigkeit" (von was) bei Zuchtvereinen für Hunderassen automatisch vorauszusetzen? Auch wenn Zuchtvereine sich keinerlei Regularien im Minimalstformat wie beim FCI oder VDH bereit sind anzuschließen?
Ist es tatsächlich so, dass ein Käufer beim Erwerb eines Hundes durch die Zugehörigkeit des Züchters zu einem Verein einen gewissen Schutz als Verbraucher erwarten könnte?

Nur einer der drei Vereine in Deutschland für die Verbreitung der Rasse Do-Khyi hat sich den Richtlinien des VDH/FCI unterworfen. Aus diesem heraus bildeten sich außerhalb von ein paar "Minimal - Kontrollen" weitere Zuchtvereine. Ja derzeit scheint sich wieder eine Vermehrung von Zuchtvereinen, die tibetischen Rassen betreffend, anzudeuten.
Wer den Film "pedigree exposed" kennt, weiß aus berufener Aussage eines Vereinsfunktionärs, dass falls strengere Vorgaben für die Berücksichtigung von Erbfehlern in der Populationsgenetik ausgesprochen werden, sich Züchter dann die Möglichkeit aussuchen können auszuweichen, indem diese "neue Zuchtvereine" gründen. Eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Rassehunden speziell im Bezug auf die Regeln der Populationsgenetik - heute - erscheint aus diesem Grund sehr schwierig bis nahezu unmöglich (!)

Doch selbst in Zuchtvereinen welche sich offiziellen Kontrollen unterwerfen können Züchter Wissen um Erberkrankungen in der Rassepopulation für gewisse Zeit "Entfernen"! Dies passiert falls Züchter eigene, mit Erbfehler erkannte Zuchttiere mittels Verkauf (Beispiel) aus der Kontrolle "selektieren"

Kann ein interessierter Hundehalter dann bei Zuchtvereinen eine bessere Kontrolle der Einzelzüchter, einen so genannten "Verbraucherschutz" erwarten?
Bei Zuchtvereinen welche sich, so zum Beispiel jüngst in Deutschland - cirka alle zwei Jahre im Vorstand - einschließlich der "Dokumentenführung", also bei den verantwortlich haftend Zeichnenden, gerade in Hinsicht von ausgestellten "Dokumenten" - personell rundum "erneuern" (!)

Wir hatten ja eine Einführung in das Vereinsrecht auch für Zuchtvereine, eingetragen oder nicht, zur Information angeboten. Der Rassehundeliebhaber sollte wissen, dass sich das Vereinsrecht in der Kontrolle - durch Mitglieder und durch die Finanzbehörden - ausschließlich auf die finanzielle Haftung gegenüber Gläubigern und von erzielten Steuereinnahmen des Vereines zugunsten des Finanzamtes erstreckt.
Derzeit finden wir unter den Zuchtvereinen in Deutschland einen, bei welchem scheinbar Niemand mehr eine Haftung im Bezug auf das Vereinsrecht im Zuchtverein übernehmen möchte.
Inwiefern Verbraucherschutz und Hundezuchtvereine zusammen gehören kann nun jeder für sich selbst entscheiden.
Wer haftet überhaupt im Fall von Erkrankungen bei einem Do-Khyi - Nachkommen aus jederlei Zuchtbemühungen? Der Verein oder die Person des Züchters?

Wir möchten deutlich davon abraten - in einem "Produkt-Haftungsfall Hund" - wie in der Aussage jenes Vereinsfunktionärs gefunden, die Satzungsreglements eines Zuchtvereines durch einen dort angeschlossenen Züchter bei der Zucht "rechtlich auf deren Einhaltung" überprüfen zu lassen. Der Käufer darf von einem Zuchtverein oder Vereinsfunktionär keine rechtliche Beratung oder gar eine Vertretung seiner Rechte erwarten!
Die Haftung für Mängel bei einem Rassehund, ob mit oder ohne Einhaltung der Statuten, obliegt allein dem Verkäufer des Hundes!
Noch dazu wenn nur bei einem der Zuchtvereine für den Do-Khyi - Nachwuchs in Deutschland - rechtlich innerhalb des Vereines verbindliche Reglements hinsichtlich der Zuchtbestimmungen für Züchter - einsehbar vorhanden sind!
Wie immer gilt hier der Spruch:
"Papier ist geduldig und Verträge sind immer nur so gut -
insofern sich alle Seiten daran halten".

Ist nun generell anzunehmen, dass angesichts der Genetik in der Population der Rasse Do-Khyi die gezüchteten Nachkommen aus Zuchten welche keinem "Zuchtverein" angeschlossen sind dann quasi in einer Art Automatismus "kränker" sind oder mehr Erberkrankungen in Erscheinung treten werden?
Gilt das für alle Züchter "außerhalb" aber auch innerhalb "selbst gegründeter Zuchtvereine", welche zwar auch wie mancher Zuchtverein Ahnentafeln mit Hund verkaufen, welche aber genau so viel wert sind um damit..
"...die Häufchen des neu und teuer erworbenen Welpen damit aufzunehmen?"
Die absolute Rechts- und Kontrollfreiheit der Hundezucht macht alles möglich ob mit oder ohne Zuchtverein.
Sind die Nachkommen aus einem Rassehund (Beispiel Teil1) gesünder solange diese in einem Zuchtverein gezüchtet wurden und danach - bei Weiterzucht mit eben diesem Hund - außerhalb der Regeln eines Zuchtvereines dann "kränker" (?)

Rassehundezucht steht und fällt mit den Persönlichkeiten der Züchter.
Was ist nun, nach solchen Aussagen eines Zuchtvereinsfunktionärs, mit Züchtern welche zwar keine Vereinsklüngelei mehr schätzen und nun, zwar völlig ohne Zuchtverein aber eingebunden und aktiv beteiligt mit offziell genormten, für alle einsehbaren Kontrollmechanismen züchten?
Solches ist in Deutschland möglich, jederzeit. Aus welchem Grund müssen dann ein, oder ein paar Züchter einen eigenen Zuchtverein gründen? Sind vor diesem Hintergrund überhaupt drei Zuchtvereine für eine Hunderasse notwendig?
Worum es also bei manchen Zuchtvereinen gehen könnte - diese Frage muss sich der Leser und Interessent einer Hunderasse selber stellen. Die Antwort ist gerade im Hinblick auf die Mechanismen der Populationsgenetik leicht zu finden:  Es dreht sich wohl in unserer heutigen Zeit eher weniger um den Hund!

Wären zum Beginn, der "Erfindung" der Rassehundezucht - welche wohl bemerkt den Grundgedanken hatte, arbeitslos werdenden Rassehundetypen in der "Neuzeit" die Existenz zu erhalten (!) - die Regelmechanismen der Populationsgenetik schon bekannt gewesen - Es würde heute nicht den "Grundgedanken" der Schönheitsausstellungen "zur permanenten Verbesserung" für Hunderassen und zur Findung von Geldwert geben!
Der Sinn von Hunderassen ist ein anderer!


Sind Engzuchtpraktiken welche in den festen Regeln der Populationsgenetik bei Rassehunden, dem Do-Khyi zu immer häufiger erscheinenden Erbfehlern, also Erkrankungen führen müssen dann "nur" mit einem Zuchtverein "sicher" zu verhindern?
Jeder Zuchtverein, jeder Züchter hantiert mit derselben Population!
Fallweise wird das Einführen in Zuchtlinien von importierten Tieren aus China (oder anderen Herkunftsländern) notwendig um die Populationsgenetik "hoffentlich" daran zu hindern, dass immer weiter verstärkt Erberkrankungen sichtbar durch Erkrankungen in Erscheinung treten!
Es ist auch ein Risiko damit verbunden! Wer garantiert, dass es sich bei plötzlich vielfältig zur Verfügung stehenden Hunden mit "unbekannten Ahnentafeln" nicht wieder nur um die Nachkommen "verkaufter" Zuchthunde (Beispiel Teil 1) handelt (?) Es gibt gerade bei der Rasse Do-Khyi deutliche Hinweise auf "Reimporte"!

Zu einer Garantie und 100% Sicherheit vor unerwünschten Erbgängen bei immer gleichartigeren Tieren einer Rasse wird sich beim Einkreuzen möglichst weit entfernt verwandter oder nicht verwandter Zuchttiere aus Importländern kein verantwortungsbewusster, ehrlicher Züchter oder auch Zuchtverein hinreißen lassen.

Ein fataler Punkt in der Populationsgenetik ist - nicht nur aber gerade auch - bei der Rasse Do-Khyi auffallend in der deutschen Do-Khyi - Zucht:
Der Verlust von im Denken von "gewerblichen Zuchtbetrieben" unabhängig arbeitender und züchtender Zuchtstätten nicht nur seit Beginn des 20. Jahrhunderts! Züchter mit möglichst wenig oder nicht verwandten Tieren, eigener "Denk- und Arbeitsweise" nur im Sinn der Hunderasse lassen sich in Deutschland nur noch schwierig, ja nahezu gar nicht mehr finden.

Fatal dabei sind für die Rassepopulation jene Zuchtvereine welche sich nicht selten um einen Züchter und dessen eng verwandten Zuchttiere gründen. Unbedarfte Neuzüchter beginnen dort in der Regel mit den in Engzucht gebildeten Zuchtlinien aus den Zuchtbemühungen dieses einen Züchters. Selbst bei Bemühungen anfänglich mit möglichst wenig verwandten Tieren zu züchten werden, aufgrund des Mangels der erforderlichen Anzahl nicht verwandter Zuchttiere, populationsgenetisch solche Bemühungen wieder - in nicht selten sogar noch extremere Engzuchtpraktiken - münden.
Mit allen den dadurch reinerbig an der Oberfläche erscheinenden Erbfehlern. Es ist ein fataler Kreislauf in der heutigen Zeit speziell auch in der Do-Khyi Zucht!

Ausblick:
Es ist möglich Hunderassen zu züchten und dabei zu erhalten. Es ist möglich Rassehunde als vitale und gesunde Hunde zu züchten. Die Möglichkeiten zur Information und Wissen werden jedem der Hunde verantwortungsbewusst züchten möchte heute offen erhältlich angeboten. Es gibt auch Möglichkeiten Hunderassen wieder gesünder zu erhalten. Zurück zu züchten, durch sinnvolle Einkreuzungen, für alle Züchter bindende, nahe verwandter Rassetypen. Erforderlich ist ein Rückbesinnen, die Interessen der Hunde ernst zu nehmen, samt deren Halter.
Abstand nehmen von möglichst großer Konformität (völlig gleichartigem Aussehen) bei Hunderassen und eine Vielfältigkeit von verschiedenen Hunden, innerhalb einer Rasse hinzunehmen und die Bemühung möglichst wenig mit Engzuchtpraktiken in der Zucht zu arbeiten. Es ist auf diesem Weg erforderlich sich intensiver mit Wesens- und Arbeitseigenschaften von Hunderassen offen auch im Erhalt und bei der Abgabe zu befassen. Es gibt weit über 400 Hunderassen. Konformität im Verhalten als "Allroundeigenschaften" für alle Rassen sind nicht erstrebenswert.

Abstand nehmen von einer möglichst großen Masse an Rassehunden welche sich nur als "Modeacessoaire" an den "Verbraucher" bringen lassen.
Dazu erfordert es Rassehundeliebehaber welche das "Individuelle" an ihrem Hund wieder schätzen lernen!
Mit Schönheitsausstellungen für Rassehunde ist dieser Preis nicht zu gewinnen!

Das Fazit:
Solange ehedem oder heute noch für Rassehundezucht verantwortliche Zuchtvereinsfunktionäre, aber auch Züchter wie "Zuchtvereine" die Möglichkeit von derart wenig Kenntnis von Populationsgenetik offenbaren und in der Öffentlichkeit die Hintergründe zum Auftreten von Erkrankungen und Erbfehlern bei Rassehunden versuchen zu verschleiern, sollte man Abstand nehmen und sich eine fähige und geeignete Züchterpersönlichkeit mit anständig gehaltenen Zuchttieren und gut sozialisierten Welpen bei einem tatsächlich renommiert funktionierenden Zuchtverein - durchaus auch im Ausland - suchen!
Jeder ist in der Lage sich Informationen zu verschaffen und "Spreu vom Weizen" zu trennen!

Es muss also ein Umdenken stattfinden!
Wir rufen aus diesem Grund dazu auf den Dortmunder Appell zu unterstützen!

@ Tibimaxe.de